„Im Alter von 42 Jahren gebar eine Frau ihr zwanzigstes Kind. Die Frage eines Journalisten, womit sie die Zeit zwischen zwei Niederkünften verbringe, beantwortete sie mit nicht jugendfreien Darlegungen.“
Sätze die ich in Foren nie wieder lesen möchte:
“Though there is a CSS property, it doesn’t work…”
„In jeder Leiche ist ein Kind versteckt
Das nach Zukunft fragt und nach Frühling schmeckt
Und sich dann erschreckt
Und dann findet man noch einen Augenblick
Eine Spur vom Glück und ein Silberstück
Doch das liegt weit zurück“
(Hanns Dieter Hüsch)Unterhaltung am Wochenende hieß die Sendung (sie heißt immer noch so). Die Elite des Kabaretts gab sich die Klinke in die Hand, im Studio wurde geraucht und gesoffen, zu Billigsekt und der Musik des Krakauer Barock-Ensembles. Oder irgendeiner der damals angesagten Dixieland-Kapellen. Hanns Dieter Hüsch gab den Moderator, grinste, rauchte Gauloises ohne Filter und präsentierte die Chansons seiner Freundin Ewa Demarczyk.
Das angesagte Comedyfeature hieß „Familie Poszepczynski”, wo am Ende immer der Opa umgebracht wurde. Auf dem Studiotisch lagen die neusten Texte und Ideen sowie die Gitarre von Jürgen von der Lippe. Elke Heidenreich war lustig. Lange her. Hanns Dieter Hüsch wäre heute 84 geworden.
Prösterken.
Ihr kennt die Spielchen, die sie erfunden haben… wie man die ganz oben überholt – auf dass jeder auf der Strecke bleibt, der die Spielchen nicht mitspielt… und ihr seid es, die für ihre Verwüstungen und Exzesse bezahlen. Die, die die Trümmer hinterlassen räumen sie ja nie selber auf. Und doch: wir, die Prügelknaben und Arschlöcher, kurz: alle, die nie nein sagen können – wir sind nicht drauf aus, Gewinner zu sein, aber wir lassen uns auch nicht zu Verlierern abstempeln. Die Liga der Sandmännchen schläfert uns ein, aber wir bleiben mit einem Auge wach. Ja, Scheiße, die Angst, Scheiße, diese Leere und: Scheiße, der Siegeszug der Gier… Bloß sich nicht rühren, scharfe Hunde wachen überall… Bloß keine Mine verziehen, nicht mal dran denken – sonst schlagen sie dir die Tür vor der Nase zu.
Wir haben nichts zu gewinnen – aber auch nichts zu verlieren.
Denn da ist längst nichts mehr.
Da kommst du von weit her, bringst dein Fleisch und dein Blut, und sie versprachen dir das Paradies – aber sie haben gelogen, kein Wort war wahr. Ach, mein Freund, mein Bruder… All deine Kraft geht drauf für ihren Krieg, du siehst die Liebe, die unter ihren Händen auf der Strecke bleibt: „Na, brauchst du Papiere? Na, hast Du mein Schlösschen schon gesehen?“ Das alles wirst du nie haben, das Paradies ist nichts für Loser. Sie brauchen Kanonenfutter, sie brauchen Futter für Spekulanten, und eine Haut zum Anbeißen für die ihre Propaganda. Ja, da ist schon einiges drin… Aber ihr wisst, genau wie ich: das Spiel ist aus, obwohl fast alles rund lief, wenn auch nicht auf die feine Art. Es ist alles beim Teufel, es ist alles am Arsch… Wie ärgerlich, am Ende so in der Schlange der Loser zu landen. Aber indem wir uns keine Illusionen machen sind wir gerüstet für den Kampf – und was unsere Seelen angeht besteht keine Gefahr: Gott ist sicher nicht im Spiel. Verehrte Entscheider aller Couleur, fühlen sie sich von Herzen versichert: wir werden ihren Fortschritt nicht aufhalten. Schaut uns in die Augen, schaut tief in uns rein… Es brennt uns unter den Nägeln, noch unterm Rad… Was uns bleibt, ist die Weigerung, weder zu den Ersten noch den Letzten zu gehören, noch siegreich aus irgendeinem Kampf hervorzugehen.
Wir werden nie Gewinner sein.
Wir werden nie Verlierer sein.
[Noir Désir: „Gagnants / Perdants (Bonne nuit les petits)“, 2008.] [Sekundärliteratur: Noir Désir: Le vent nous portera]](Auf eigenen Füßen. 1965, Mönchengladbach.)
Die Rechtschreipunks-Blüte des Tages – das Verb des Tages, ein Schmuckstück aus der Medienwelt, in einer Mail gelesen. Das dummblöde Wechseln der Fernsehkanäle wird bezeichnet als:
durchseppen
Weiter mit Musik.
Ehrlichkeit ist massenmedienkontraproduktiv.
Schlingensief haut rein …
Kinski legt nach
https://youtu.be/vX-14y6–vM
Kinski ist nochmal mehr auf der Höhe
vor George und Gottschalk zieh ich den Hut
https://youtu.be/jI4Sb4rBaJA
Dansade brevid dig Ville gå hem vid fyra Men jag stannade till sju Utan att våga säga mer än hej Du är rätt ung Jag är äldre än du Men du röker så jag skulle säga att vi är plus minus noll Vi kommer att dö samtidigt, du och jag Vi kommer att dö samtidigt, du och jag Vi kommer att dö, dö En hund jag kände dog för en vecka sen Och några dagar senare dog hans hundkamrat Dom kände varandra fanns ingen poäng att leva utan en bästa vän Jag förstod det inte då men nu vet jag vem det kommer bli Vi kommer dö… Andas, jag kan inte andas För det låter så pinsamt kvavt där jag står brevid dig. För trött för att dölja, det måste vara uppenbart åh Kom inte närmre, åh snälla kom närmre Snälla kom närmre, snälla kom närmre, kom närmre… Vi dansade i samma takt Likadana hjärnor som redan tänkt på allt innan någonting hänt gjort om till ironi rädd för något som känslor men slippa vara smart i kväll. Vi kommer dö…
Tanzte neben dir, wollte heimgehen, blieb dann doch bis sieben und traute mich nicht mehr als „hi“ zu sagen. Du bist noch ziemlich jung, ich bin älter als du – aber du rauchst, deswegen sag ich mal: wir sind gleichauf. Wir werden gleichzeitig sterben, du und ich. Wir werden gleichzeitig sterben, du und ich. Wir werden sterben. Sterben. Ich kannte einen Hund, der ist vor einer Woche gestorben und ein paar Tage später starb sein Hundefreund. Die waren so dick miteinander, ohne den besten Freund zu leben, das ging gar nicht. Ich hab das erst nicht verstanden, aber jetzt weiß ich wer das für mich sein wird. Wir werden gleichzeitig sterben, du und ich. Luft, ich kriege keine Luft weil das so voll daneben klingt wenn ich neben dir steh. Zu müde es zu verstecken, ist wohl offensichtlich. Komm bloß nicht näher, oh bitte komm näher, oh bitte komm näher, oh bitte komm näher, noch näher… Wir tanzten im gleichen Takt, wie unsere Köpfe die immer alles schon dachten bevor überhaupt was war, es ironisierten aus Angst vor sowas wie Gefühlen. Aber nicht heute Nacht. Wir werden gleichzeitig sterben…
[Annika Norlin/Säkert! „Vi kommer att dö samtidigt“, Razziarecords (Schweden), 2007.]
Sekundärliteratur: Säkert! Live in Malmö (1), Säkert! Live från Malmö (2), Mit Anna Järvinen: För varje hjärtslag (With Every Heartbeat).
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Mit dummen Menschen zu streiten ist wie gegen eine Taube Schach zu spielen: Egal wie gut Du spielst, die Taube wird alle Figuren umwerfen, auf das Brett kacken und herumstolzieren, als hätte sie gewonnen.Unbekannt
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Guten Tag. Mein Name ist Sven K, das Internet ist seit 1996 meine Eckkneipe. Herzlich willkommen.
Guten Tag. Mein Name ist Sven K. Das Internet ist seit 1996 mein Wohnzimmer. Herzlich willkommen.
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