Song: „Da, da, da“
Artist: Señor Coconut featuring
Dance/Performance: Romantica
Vocals: Stephan Remmler
Publisher: Pias Recor (rough trade), 2008.Bericht vom Videodreh bei pingmag
Das Lob des Eckregals: Die Briefe sind sicher nicht das Stärkste in Čechovs Werk. Aber es macht viel Spaß, täglich mehrfach an Čechov vorbeizugehen. Zumal in der Übersetzung von Peter Urban, zu dem anzumerken bleibt, wie jammerschade es ist, dass er seine selbstgestellte Lebensaufgabe nicht mehr geschafft hat: den ganzen Čechov in der Chronologie noch einmal zu übersetzen.
„Falls Sie sich fragen, warum hier in letzter Zeit nur wenig und blödes Zeug geschrieben steht: ich arbeite. Viel. Sehr viel. Zu viel. Da gibt es definitiv auch Optimierungsansätze.” (Wortschnittchen)
Thank you for the music. Perfect ending for a long night of work.
22 Jahre später in Mexiko:
Paco was playing with his son Diego on the sand when he began to feel ill. He went to the hospital of Playa Del Carmen with his wife Gabriela. Juan was already waiting for them there, with fresh boquinetes in the car. Paco clung onto his arm and could barely speak. He still had the strength to cry out for a doctor, Juan said. Then he fainted. The work of resuscitation lasted nearly an hour, but the Master was gone. He was 66.How Paco de Lucía Died – Flamenco Australia Magazine
Wie BILD das Bild von Andreas Lubitz zeigt, aber beschließt, es nicht zu verstehen.
Wir haben es mit einem Mann aus der Mitte unserer Gesellschaft zu tun, der als Figur des Grauens, als bisher größter deutscher Verbrecher des (jungen) 21. Jahrhunderts in die Geschichte eingehen wird. BILD
Bullshit, BILD. Wenn Kranke in Positionen rücken, in denen es in der Natur ihrer Krankheit liegt, dass sie nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere eine Gefahr sind, dann ist nicht der Kranke der Verbrecher, sondern wer auch immer dafür verantwortlich ist, dass der Kranke in diese Position gelangen konnte.
Ein Verbrechen vielleicht, grob fahrlässing in jedem Fall ist es, wenn psychologische Eignungstests für Piloten unzureichend sind, ein Verbrechen vielleicht, grob fahrlässing in jedem Fall ist es, wenn die in großen Teilen der Luftfahrtwelt bereits übliche Regel, welche vorschreibt, dass immer zwei Personen im Cockpit sein müssen, nicht gilt und wenn all das begünstigt, dass ein psychisch Kranker seine Krankschreibung zerreißen, als Copilot in ein Linienflugzeug steigen, den Piloten aus der Kanzel aussperren und sich mit 149 anderen Menschen ungespitzt in einen Berg fliegen kann.
So sieht das aus, BILD. Und Du weißt es. Klingt aber natürlich nicht so gut wie demagogisch-pathetisches Gefasel vom größten Verbrecher des 21. Jahrhunderts, klar.
Weihnachten, Silvester, Geburtstage. Dann doch immer wieder sehr präzise Freundschaftsgradmesser.
There may be trouble ahead / But while there’s moonlight and music / And love and romance / Let’s face the music and dance. (Irving Berlin, „Follow The Fleet“, 1936.)
Tanz: Fred Astaire, Ginger Rogers. Music: Cake. Mix: Emily.
Die Dreharbeiten [zu Mozarts „Zauberflöte“] erwiesen sich als unproblematisch. So schreibt Bergman selbst in der Zeitschrift „Bilder“: „Nie verlief eine Inszenierung so mühelos. Die Lösungen standen Schlange, boten sich von selbst an.“www.ingmarbergman.se
Gefunden bei MC Winkel.
Musik: „Yakety Sax“ von Boots Randolph and James Q. „Spider“ Rich. bekannt geworden durch die Benutzung in der Benny Hill Show.Bei Mek gefunden, dieser Fragebogen. Ui, den beantworte ich jetzt auch mal. Und Dir lieber Mek, danke für das Kompliment hier in Deinen Antworten versteckt. Meine Antworten seien dann auch zuerst mal Dir gewidmet – und dann dem Rest der elektrischen Leserschaft. Chin!
- Was ist dein liebster Drink?
- Ich habe keinen „Immer-Drink“. Im großen und ganzen mag ich es durchaus gern hochprozentig aber nicht (immer) so, dass der Alkohol einen wie ein ganz linker Haken in den Clubsessel haut.
- Ich mag es fruchtig, aber nicht die prollige Süße von Strandbar-Mai-Tais und Club-Schlüpferstürmern, die der Sohn Sex on the bitch ausspricht. So mag ich den Gimlet, gebe Gin und Lime Juice aber immer noch einen Dash frisch gepresster Limette bei. Ich ziehe den Gin Fizz dem Collins vor und Gin Tonic mit Tanqueray liebe ich mit Limette, mit Hendrick’s dagegen mit Gurke. Mit 12 Monkeys und Alexander von Eisenhart Rothe’s Ibiza-Gin trinke ich den Gin Tonic am liebsten ohne Tonic. Mit meiner Frau trinke ich gern Negronis, denn wir lieben auch Campari.
- Ansonsten geht nichts über ein eiskaltes herbes Pils oder ein blondes Leffe, wenn ich richtig durstig bin. Oder eine große Flasche Wasser in einem Zug unter mediterraner Sonne. Ja, es ist wohl das: mein liebster Drink ist immer der, den ich durstig trinke.
- Wann hast du das erste mal Alkohol getrunken?
- Irgendwann mit sechzehn, siebzehn. Ein halbes Glas Rotwein. War sofort hackedicht und fand es lustig, wie sich alles drehte. Es war so eine „meine Eltern sind übers Wochenende weg, kommt alle, wir feiern bei mir“-Party. Ich unterhielt mich, sitzend auf einer dieser freischwebenden Mahagoni-Eigenheimtreppen, die man damals so hatte, in lallender Bedeutungstrunkenheit mit einem Kumpel aus der Klasse über das pro und contra der Kriegsdienstverweigerung.
- Welchen Drink hast du am meisten bereut?
- Eine halbe Flasche Raki bei und mit Hasan im Kölner Simrock’s 1997. Ich war danach drei Tage krank. Aber die Nacht war schön. Wir saßen an der Theke, er dahinter, ich davor, waren die letzten, denn setzt sich mit der Flasche zu mir. Bogartesk. Wir schauen durch die offene Tür auf die Straße raus, draußen knallte, hell erleuchtet von der weißen Straßenbeleuchtung, ein Gewitter samt nichtendenwollendem Platzregen auf den sommerheißen Asphalt und wir redeten im Atem dieser Trunkenheiten, in dem man sich die ganze Welt und das Universum gleich mit erklärt. Für diese Räusche gilt die Faustregel: wenn Du denkst „och die Flasche kann noch, ich fühl‘ mich so gut, DIESMAL bekomm ich bestimmt keinen Kater“, dann bekommst Du ganz sicher einen Kater. Wie gesagt: ich war drei Tage wirklich krank; am zweiten Tag konnte ich das Bett wieder verlassen und Raki trink ich seitdem nicht mehr. Außer vielleicht, wenn Hasan fragt. Aber der hat ja den Laden dichtgemacht und arbeitet als wieder als Schneider.
- Bar oder Kneipe?
- Früher Kneipe, exzessiv – oft gehörte ich als trinkender Zeichner zum Inventar. Heute habe ich eine gut ausgestattete Hausbar. Ansonsten heutzutage auch beim Rausgehen: Bar. Gern so entspannt wie in Kneipen, was ich aber leider selten finde, denn es gibt in Deutschland keine Barkultur, die es erlaubt, sich so entspannt durch eine Cocktailkarte zu trinken, wie man hierzulande in Kneipen Bierfässer leersäuft. Und wenn es sie gibt, dann selten ohne Snobismus oder die komplette Unkultur von Menschen, um deren Intelligenz und soziale Kompetenz es umgekehrt proportional zum gut gefüllten Geldbeutel bestellt ist. Deswegen trinke ich gern zuhause. Mit meiner Frau und meinen Freunden. Mit Stil und mit Wonne. Ach ja: beim Rausgehen muss meine Bar rauchfrei sein, ich ertrage keinen Qualm mehr, seit ich nicht mehr rauche mit Wonne ein sehr militanter Nichtraucher. Aber rauchfrei ist auch wirklich ganz großartig, denn man muss beim Trinken gar nicht rauchen, das ist genauso ein Gerücht wie das mit der Zigarette nach dem Essen oder dem Sex – das ist eine sehr entspannende Erfahrung nach jahrelangem eigenem Gerauche.
- Champagner oder Schaumwein?
- Ein Crémant aus dem Elsass ist immer ein Vergnügen. Und die Veuve Clicquot für Weihnachten, Geburtstag und Silvester.
- Mit wem würdest du gerne trinken?
- Draußen? Mal wieder mit Edith und Pascual am Piratabus auf Formentera ein San Miguel. Sonst? Mit meiner Frau abends den Aperitif. Und viel öfter mit Freunden, die ich so gern beim Essen in der heimischen Bar-Küche betrunken mache.
- Bei wem würdest du gerne trinken?
- Bei Nino im Kölner Schmuck-Kästchen vor 20 Jahren (beide verschwunden). Oder mit Freunden und meiner Frau bei mir.
- Wie sieht deine Home Bar aus?
- Immer differenzierter. Irgendwann stellte ich fest, dass ich mehrere Sorten Gin, Rum und Wodka hatte und mehr Sirupsorten als ein gutsortierter Kindergarten. Irgendwann war eine Schublade des Tiefkühlschranks für Eiswürfel reserviert, irgendwann fing ich an, meine Gläser vorzukühlen.
- Beschreib deine Eiswürfel.
- Sie kommen aus der Maschine in der Wand und sind aus für mich importiertem schottischen Felsquellwasser. Quatsch. Diese Riesen-Säcke der METRO-Hausmarke. Zylindrisch, Loch in der Mitte. Im Tiefkühlschrank, wie gesagt.
- Was ist deine Gin-&-Tonic-Empfehlung?
- Je hochprozentiger desto Limette, je fruchtiger desto Zitrone. Immer sehr kalt und gern mit vielen Eiswürfeln und einem Extra-Dash der jeweiligen Zitrusfrucht im Ballonglas.
- Wie bekämpfst du deinen Hangover?
- Ausschlafen. Und Aspirin. Faustregel: je besser Aspirin schmeckt, desto nötiger hast du es. Ich halte nichts vom Konterbier. Das hängt auch damit zusammen, dass ich eine natürliche Abneigung dagegen habe, wenn es hell ist, Sachen mit Alkohol zu trinken. Außer im Urlaub. Gin Tonic am Pool und Bierchen beim Wochenend-Ausflug in den Spreewald sind okay. Aber ich schweife ab.
- Was ist dein liebster Drink?
Mir ist gerade aufgefallen, dass ich nicht mehr präventiv zusammenzucke, wenn in den Nachrichten eine Meldung mit „Der amerikanische Präsident…“ anfängt.
Las, ein nuklearer Weltkrieg könne jederzeit „zufällig“ ausbrechen. Leben, wie zu Zeiten des Kalten Kriegs, jederzeit nur Minuten jenseits globaler Auslöschung. 1983 rettete ein sowjetischer Diensthabender die Welt vor dieser zufälligen Auslöschung. Wir erfuhren es erst Jahrzehnte später. Der Mann starb 2017.
Potenzial half der Menschheit noch nie gegen die Unfähigkeit ihrer Herrscher. So ging schon vor tausenden Jahren die Bibliothek von Alexandria verloren, das Zeugnis tausender Jahre. Die Menschheit kotzt mich an. Wir sind Geiseln. Wie die meisten Menschen immer schon Geiseln waren, seit Jahrtausenden. Nur selten profitiert die Menschheit von der Gnade weiser Herrscher.
Es bleibt wohl durch Verweise auf diverse Gesetzgebung zu erklären aber nicht zu vermitteln, warum in unserer scheinheiligen Gutmenschenwelt die eine Plastikflasche bepfandet ist und die andere nicht. So hirnrissig, wie die Schaumweinsteuer, die zur Finanzierung von Kaiser Wilhelms Flotte eingeführt und auch nach Kaiserdeutschland einfach weiter kassiert wurde. Wie der „Solidaritätszuschlag“ auf die Steuer, der kurzfristig Kanzler Kohls „blühende Landschaften“ im deutschen Osten finanzieren sollte, und der, mittlerweile mehrfach umgewidmet, einfach weiterkassiert wird.
So hirnrissig wie der kleine digitale Fotoapparat stumm bleiben darf und der vom Aussehen fast identische Fotoapparat, mit dem man telefonieren kann, per Gesetz ein lautes „KLICK!!!“ von sich geben muss.
So ratlos wie mich die profillos erscheinende aktuelle Politikerschar einen angesichts der kommenden Bundestagswahl dastehen lässt, so hirnlos erweist sich mir die von ihnen verwaltete Gesetzgebung. Und die genannten Beispiele sind ja nur aus der Klamaukabteilung.
[ Foto „Cameraphone“ via digg. ]Qualitätsdiskussion: Es gibt Leute die sagen „Amahzohn“ und es gibt Leute, die sagen „Ämmäsonn“. Und es gibt Amazon.
Sven K. – JournalSven Knoch2026-09-14T02:38:49+02:00
