So eine privilegierte Partnerschaft ist anscheinend doch nicht so schlecht: viele Kinderfilme kommen auf DVD heutzuage in Deutsch, Englisch und… Türkisch heraus! Hm. Dass die Erweiterung des realen Europa aus der skurrilen unsehbaren Sendung des European Song Contest ein ostpoppiges Gruselkabinett, sprich eine noch skurrilere, noch unsehbarere Veranstaltung gemacht hat, ist mir ja schnuppe. Indes, als Teil eines deutsch-französischen Haushalts bin ich als Kerneuropäer doch… befremdet. Aber ich muss anders denken, haben wir doch alle grad einmal mehr gelernt, dass der Kapitalismus kein Idealismus ist. Wahrscheinlich war dem Discounter einfach die französische Tonspur zu teuer.
Es hatte schon was für sich, dass früher ausgebildete Schauspieler wie Dagmar Berghoff oder Hans-Joachim Kulenkampff beim Fernsehen arbeiteten, für die es zum Handwerk gehörte, dass man sich – ob es sich um die Nachrichten oder große Samstagabendshows handelte und auch mal kurz vor der Sendung – den Text auswendig draufpackte. Wäre das heutige Fernsehen eine Autoreparaturwerkstatt, würde der Chef eine technisch komplett unbeleckte Blondine mit dicken Titten zur Mechanikerin erklären und im tief dekolletierten Blaumann in die Werkstatt stellen anstatt einen Mechaniker zu engagieren. (Danke Stefan Niggemeier)
http://vimeo.com/100000410
Dass wir uns mit fünfzehn nach der Schule trafen, um das neue Album von Pat Metheny zu hören.
Wenn sich Nick Cave am Ende dieses Trailers auf seinem Klavierschemel kurz umdreht, sieht er aus wie Helge Schneider mit einem schwarzen Toupet. Vielleicht lässt er sich ja im Alter von Helge Schneider darstellen? Habe jetzt Angst, dass ich im Kino beim neuen Film von Wim Wenders immer werde lachen müssen, sobald Nick Cave ins Bild kommt.
“If you can teach – teach. If you can’t teach – entertain. If you can’t entertain – get the fuck out of the business.“ (Lee Hollis)
Daily Cartoon: Monday, December 18th https://t.co/A2XYDWLf8R
— New Yorker Cartoons (@nyercartoons) December 18, 2017
Science Fiction, 1961. Das Weltall ist ein seltsamerer Ort: gibt es Schwerkraft. Das ist praktisch bei kleineren Reparaturen an der Raumschiffhülle. Einziges Manko: entsprechend zum Fahrtwind gibt es diesen lästigen Flugwind … Und es gibt Ton, aber miteinander sprechen können die Astronauten beim Weltraumspaziergang nicht. Die Helme, klar.
Vor dreißig Jahren galt man als Spinner und linke Socke, wenn man gegen die Nutzung der Salzstöcke in Gorleben als Atommüll-Endlager war. Das öffentlich-rechtliche Fernsehen berichtete viel über die massiven linksalternativen Proteste – am liebsten diskreditierend und in diesem Ansinnen mit Bildern vermummter Molli-Werfer. Dass es kein Endlagerkonzept gab (und schon gar nicht in Gorleben) fiel dabei unter den Tisch. Heute berichtet das öffentlich-rechtliche Fernsehen über diese Nicht-Eignung, gestützt auf Greenpeace-Recherchen. Aber niemand legt iPad und Wii aus der Hand und geht protestieren, wenn die Regierung in Gorleben wieder mindestens eine Legislaturperiode lang auf Eignung prüfen lässt, um der Kernkraft-Lobby durch den Ausstieg aus dem Atomausstieg in den gut gepuderten Arsch zu kriechen. Gegen die Agonie der Egomanenrepublik sind Bradburys Fahrenheit-Vision und Orwells 1984 ein schlechter Witz.
Uran soll nicht in falsche Hände geraten. Das war ein Ziel der Unterredungen des soeben abgeschlossenen Washingtoner Urangipfels. Von Staatsterrorismus ist dabei keine Rede. Das und nichts anderes ist noch vor Islamisten und Iran die internationale Atomenergiepolitik, die für kurzfistige egoistische Ziele kaltschnäuzig das Leben der kommenden Generationen aufs Spiel setzt.
Und damit zurück in die Wellnessgrube Asse.
Sven K. – JournalSven Knoch2026-09-14T02:38:49+02:00
