Das digitale Universum reduziert Wissen zur Information. Wer erinnert sich noch daran, dass sich Wissen zur Information verhält wie Kunst zu Kitsch, dass eine Information die wertloseste, weil äußerlichste Form des Wissens ist? Ein großer jüdischer Denker des frühen Mittelalters fragte sich, warum Gott uns nicht einfach die Wahrheit sagte, wenn er wollte, dass wir die Wahrheit wissen. Die Antwort: Wenn man uns bloß sagen würde, was wir wissen müssen, wüssten wir es streng genommen nicht. Wissen erwirbt man nur über die Zeit und mit Methode. Und die Geräte, die wir wie Süchtige in unseren Händen tragen, verformen unseren Geist: Sie bringen eine unvorstellbare Menge von Zahlen hervor und unterwerfen unseren Geist unter eine Kultur der Daten, einem Datenkult, in dem jede menschliche Regung und Handlung messbar wird, in der Glück ein Thema für die Ökonomen ist, in der die Leiden des menschlichen Herzens in mathematischen Formeln ausgedrückt werden und uns nur noch eine Illusion von Wahrheit, Klarheit und eigener Verfügungsmacht bleiben.Leon Wieseltier, The New Republic, aus der Rede an die Absolventen der Brandeis University, Waltham, Massachusetts
In this world of ordinary people
Extraordinary people
I’m glad there is youIn this world of overrated pleasures
Of underrated treasures
I’m so glad there is youI live to love, I love to live with you beside me
This role so new, I’ll muddle through with you to guide meIn this world where many, many play at love
And hardly any stay in love
I’m glad there is youMore than ever, I’m glad there is you
„I’m So Glad There Is You (In This World of Ordinary People)“
Musik: Jimmy Dorsey, Text: Paul Madeira. Decca 18799, 1941.Das coolste Foto der Nacht.
[ Marcel Wagner: Elvis Overtone (Walking Act) ]Vor Jahren gaukelte mir eine Frau im Chat vor sie sei, bevor sie nunmehr mit dem greisen Peter O’Toole das Bett teile, mit Patrick Stewart zusammen gewesen. Heute twittere ich mit Brent Spiner. Die Zeiten ändern sich.
Man kann schon zum Grantler werden…
…wenn man das hier sieht:
The New York Times: “One in 8 Million”
“One in 8 Million” („Einer von 8 Millionen”) erzählt die Geschichten von New Yorker Originalen in Bild und Ton. Eine Reihe von Sarah Kramer und Alexis Mainland mit den Fotos von Todd Heisler, interaktiv in Szene gesetzt vom Grafiker Tom Jackson.http://www.nytimes.com/packages/html/nyregion/1-in-8-million/index.html
[ Jango Edwards: „Bicycle Seat“, Melkweg (Amsterdam), irgendwann in den 1970ern. ]Warte eigentlich seit Jahren auf die Degeto-Verfilmung des Lebens von Bert Brecht mit Joachim Król in der Titelrolle. Aber wahrscheinlich ist der gegen Heike Makatsch als Helene Weigel.
Der amerikanische Präsident Obama zeigt immer wieder eindrucksvoll, wie großartig es ist, wenn einer auf einen anderen zugeht. Mit ausgestreckten Armen. Auch in verfahrener Lage und auch und gerade dann, wenn man es grad nicht von einem erwartet, und bersonders auch wenn man nicht „dran“ ist. Gerade auch wegen dieses Charakterzuges ist Obama sehr beliebt. Großherzigkeit macht uns größer, ist aber aus der Mode wie das Wort. Es sei denn es geht um Präsidentenverehrung.
Wenn ich die Semianyki – Семьянюки sehe, sind das die raren Momente, in denen ich mit mir und der Theaterwelt im Reinen bin. Wo ich weiß, warum ich mal Theater gemacht habe und es mir ein wenig Leid tut, dass ich damit aufgehört habe. Immerhin bringe ich jetzt noch Frau Knoch zum lachen. Und die ist wählerisch 😉 Kommt mal wieder nach Berlin, ihr Bekloppten, ich warte schon so lange auf Semianyki Express
https://www.facebook.com/soufianetheatre/videos/1056763091094014
Sven K. – JournalSven Knoch2026-09-14T02:38:49+02:00
