# Ich war mit meinen Überlegungen nicht wirklich weiter, als ich reingebeten wurde. Ein karger, heller, weißer Raum, in dessen Mitte ein riesiges Zahnrad lag. Kunst, dachte ich. Dahinter hatte man einen einfachen weißen Tisch gestellt, zwei Stühle, und ein großer Aschenbecher, der schon gut gefüllt war. Horst Buchholz stand augenblicklich auf, um mich zu begrüßen.
Actionkino und brutale TV-Serien haben für Eines sicher gesorgt: Zum ersten Mal seit Douglas Fairbanks und Errol Flynn sind sauber choreografierte Kampfszenen wieder echt angesagt und die Schauspieler hängen sich diesbezüglich so rein, dass es eine Freude ist, Ihnen dabei zuzuschauen. Wenn sich jetzt bitte alle Kriegstreiber die Waffen in die Ecke schmeißen und sich vor den Fernseher setzen würden.
Pick your side and relax. Make popcorn not war.
#FBF The great #MichelleYeoh and a drunk man with newly transplanted limbs walk the first half of their epic fight. At half-speed, I swear.#StarTrekDiscovery #JustAddLeather pic.twitter.com/bp2y5GCbRi
— Jason Isaacs (@jasonsfolly) February 9, 2018
Ich frag mich, ob es Thomas Danneberg selig war, der sich mit der Imp-Stimme anonym was dazuverdient hat. Jedenfalls bizarr, dass die Puppe in #BeastYou irgendwie klingt wie John Cleese auf Valium.
Es gibt Menschen, die freundlich mit dir reden, wenn sie dich treffen, und dann hörst du Jahre nichts von ihnen. Und immer, wenn du sie wiedersiehst klopfen dir wieder auf die Schulter, nennen dich einen guten Freund und sagen Dinge wie „Wir sehen uns viel zu selten“. Dann geht man irritiert nach Hause und sagt sich: „Hey, hatte ich nicht gehört, dass diese Person überhaupt nicht gut auf mich zu sprechen sei und wo es ginge, hinter meinem Rücken gegen mich intrigiert?“ Das muss kein Widerspruch sein.
Dieses Verhalten ist im Grunde eine soziale Fassade, das ich die aufgesetzte joviale Scheißfreundlichkeit nennen möchte. Sie dient als Strategie, um Konflikte zu vermeiden und eine schnelle, oberflächliche Interaktion zu ermöglichen, die es einem erlaubt, schnell zu den Buddys ans Buffet zu gelangen. Man könnte die joviale Scheißfreundlichkeit auch als eine moderne Form der Höflichkeitslüge bezeichnen, ein subtiles Ghosting in plain sight.
Die Wahl dieses Umgangs ist oft auf zwei Hauptgründe zurückzuführen: Zum einen Feigheit und Konfliktscheu, da eine direkte Konfrontation vermieden wird, während man sich zum anderen pragmatisch die Tür einen Spaltbreit offenhält, um potenziell nützliche Kontakte nicht endgültig abzubrechen. Im Kern ist die joviale Scheißfreundlichkeit nichts anderes als ein lässig als Wertschätzung getarntes, kaltes Desinteresse.
Auf ein so vorgebrachtes: „Hey, altes Haus! Gut schaust du aus!“ könnte man also mit Fug und Recht (zumindest innerlich) antworten: „Well, fuck off to you, too.“
Für die Deutschlandpremiere in Berlin hatten sie nur so ein mittleres kleines Theaterchen angemietet und nicht mal genug getrommelt, damit der liebe Herr Müller ein volles Haus hatte. Die Leute von Juniwörsl scheinen sich keinen großen Umsatz von ihm zu versprechen und entsprechend nicht viel vorzuhaben mit ihrem Ausbilder. Was verständlich ist. Denn der Herr Müller ist wirklich witzig. Sie werden ihn also niederpochern.
Und ich dachte, er sei weg. Er ist immer noch da: Klaus Staeck. Wie schön. wie bös. Wie gehabt! Danke!
Great Scott! Laut FAZ ist Til Schweiger als neuer Ermittler der TV-Krimiklassikers TATORT im Gespräch….
EDIT: Der verlinkte Nachruf ist wie andere Nachrufe aus dem Netz bereits wieder verschwunden. Wie schnell Menschen immer öfter verschwinden, auch solche mit großer Wirkung. Sven K., 27.01.2015
„Yellow Submarine“ hab ich als Kind geliebt, für Willy Fleckhaus‘ „twen“ steuerte er Illustrationen bei. Ein Kinderbuch hat er gezeichnet, in dem zwei Astronauten namens Castrop und Rauxel das Weltall bereisen. Jahrelang hab ich mich auf die von mir abonnierten Programminformationen und Plakate des WDR gefreut, die er in den 1970ern gestaltete. Sein Zeichenstil war von der Sorte eigen, die sich in meinen Kopf fraß. Als ich klein war, wirkte alles was er zeichnete wie noch heute das ganze Leben: irgendwas zwischen bunter Zuckerstange und unheimlich. Weggefährte Robert Pütz schreibt einen Nachruf in form und verlinkt ein paar schöne Interviews und Bildsammlungen.
Farewell, Heinz Edelmann.
Sven K. – JournalSven Knoch2026-09-14T02:38:49+02:00
