Selten Dämlich | Das Ein-Mann-Social-Network

Sven K. – Journal2026-09-14T02:38:49+02:00

Glück ist, wenn man mit Menschen, mit denen man absolut nichts zu tun haben will, auch tatsächlich nichts zu tun hat.Christoph Simon

  • # YOUTUBE-Kommentar: „Do you know that this music was taken from the intro of Muse at the Wembley Stadium in 2007?“ Jaaa, Sergei Sergejewitsch, der alte Progrocker!

  • « Kaï kaï kaï! » (Rantanplan)

    Freude! Lucky Luke ist wieder da! Um zu verstehen, warum das ein kleines Wunder ist, muss ich einen Absatz lang ausholen.

    Absatz.

    Mit den knalligen Kostümfarben der Protagonisten haben die Verfilmer von Comics seit jeher Probleme, weil sie auf der Kinoleinwand schlicht albern wirken. Besonders schwer ist die Kombination von Blau, Rot und Gelb, der Grundfarben, die das Outfit sowohl von Superman als auch von Lucky Luke ausmachen. Beide Helden mussten so albern rumlaufen, weil die bunten Comicbeilagen der Zeitungen, in denen sie vor sechzig, siebzig Jahren beheimatet waren, Farben aus Kostengründen meist nur monochrom druckten. Das ging in den Zeitungen, das ging gar nicht im Kino. So wirkt Superman in allen Verfilmungen albern und auch vom Comicklassiker „Lucky Luke“ gab es bisher nur zwei „Thema verfehlt“-Realverfilmungen.

    1991 schlüpfte Spaghettiwestern-Ikone Mario Girotti alias Terence Hill in die Rolle des Lonesome Riders – lieferte aber nur eine langatmige Parodie seiner „Nobody“-Filme. 2004 schuf Regisseur Philippe Haïm dem französischen Comedy-Duo Eric & Ramzy für ihre platten Gags eine als Gelddruckmaschine geplante Kinoplattform, die der deutsche Verleih vergeblich als „Lucky Luke gegen die Daltons“ auf den Markt warf – was zudem ein Mogeltitel war, denn tatsächlich kam Lucky Luke in dem dreisten Blödelstreifen nur sechs Minuten vor und die Rolle wurde zudem vom als Quotengermanen gewohnt fehlbesetzten Til Schweiger vertraut zuverlässig versemmelt. Nach so vielen Sockenschüssen schien Lucky Luke fürs Kino gestorben zu sein. Bis jetzt: Gott sei Dank bekommt der Comic-Klassiker von Morris und René Goscinny („Asterix und Obelix“) jetzt endlich eine würdige Kinohommage: Lucky Luke kommt im Herbst 2009 zum dritten Mal als Realverfilmung ins Kino.

    Absatz Ende.

    Regisseur James Huth () hat die neuste Adaption gerade abgedreht – in der Hauptrolle: der französische Shootingstar Jean Dujardin (, demnächst auch in Deutschland auf DVD), dem die Rolle des Comic-Cowboys auf den Leib geschneidert scheint. Kostüm und Maske haben ganze Arbeit geleistet. Das Comic-Kostüm bleibt, anders als bei Terence Hill, erhalten – wirkt aber trotz der Tatsache, dass es in den Grundfarben Blau, Gelb und Rot gehalten ist authentisch, da ordentlich angeschmuddelt (im Gegensatz zum Til-Schweiger-Kostüm, das so gelackt sauber war, als käme es direkt aus der Karnevalsabteilung eines Kölner Kaufhauses). Selbst Lucky Lukes Leningrad-Cowboys-Gedächtnis-Tolle steht Jean Dujardin erschreckend glaubwürdig zu Gesicht.

    Inhaltlich, das lässt der erste Trailer erahnen, bekommen wir es neben einer authentischen Comicverfilmung auch mit einer  genussvollen Genreparodie zu tun. So nuckelt der Titelheld zwar weiter an Strohhalm statt Selbstgedrehter (das Kettenrauchen hatten ihm Zeichner und Autor im Zuge einer französischen Nichtraucherkampagne schon 1983 abgewöhnt), aber die Welt, in der er sich bewegt ist eindeutig die schmutzige Welt der Spaghettiwestern in der Luke wie in den Comic-Anfängen 1946 seinen virtuosen Umgang mit dem Revolver („schießt schneller als sein Schatten“) schon mal mit dem ein oder anderen finalen Rettungsschuss krönen darf. Nach diversen Schulmassakern frage ich mich zwar, warum man wohl nicht quarzen, dafür aber ballern darf, aber, hey, es ist Popcornkino.

    Freut Euch mit mir, hier ist der erste offizielle Trailer:

    Was für ein Popöchen.

    www.lucky-luke-le-film.com

  • Es hatte schon was für sich, dass früher ausgebildete Schauspieler wie Dagmar Berghoff oder Hans-Joachim Kulenkampff beim Fernsehen arbeiteten, für die es zum Handwerk gehörte, dass man sich – ob es sich um die Nachrichten oder große Samstagabendshows handelte und auch mal kurz vor der Sendung – den Text auswendig draufpackte. Wäre das heutige Fernsehen eine Autoreparaturwerkstatt, würde der Chef eine technisch komplett unbeleckte Blondine mit dicken Titten zur Mechanikerin erklären und im tief dekolletierten Blaumann in die Werkstatt stellen anstatt einen Mechaniker zu engagieren. (Danke Stefan Niggemeier)

    http://vimeo.com/100000410

  • Sich dabei erwischen, statt ins Nebenzimmer zu gehen, im Blog nachzuschauen, wie es der/dem Liebsten geht.

  • Die Welt dreht sich weiter
    Sachma nix
    Der Frühling lugt um die Ecke
    Wenn jetzt Worte wären
    Würde Hanns Dieter Hüsch was erzählen
    Sachma nix
    Bei einem Stücksken Aprikosenkuchen
    Unterm Regenbogen in einer niederrheinischen Viehversteigerungshalle
    Im Frühling kann man seine Stimme hören
    HDH, Niederrhein, Free Jazz und Progrock
    Plötzlich ist das alles wieder da
    Auch in Berlin und
    HDH
    Der Hüsch
    Längst ein Gänseblümchen
    Kichert sich eins
    Nebenbei gekichert
    Wie nur Hüsch verhuscht
    Nebenbei kicherte

    Sachma nix
    Die Welt dreht sich weiter
    Bald sind auch wir Gänseblümchen
    Und Schlüsselblumen
    Und kichern auf einer niederrheinischen Wiese
    Mit der Frühlingssonne
    Um die Wette

    Schade nur, dass wir das dann nicht mehr mitkriegen
    Aber das ist uns dann auch egal
    Denn der Hüsch lugt um die Ecke
    Und der liebe Gott serviert Aprikosenkuchen

  • Es bleibt wohl durch Verweise auf diverse Gesetzgebung zu erklären aber nicht zu vermitteln, warum in unserer scheinheiligen Gutmenschenwelt die eine Plastikflasche bepfandet ist und die andere nicht. So hirnrissig, wie die Schaumweinsteuer, die zur Finanzierung von Kaiser Wilhelms Flotte eingeführt und auch nach Kaiserdeutschland einfach weiter kassiert wurde. Wie der „Solidaritätszuschlag“ auf die Steuer, der kurzfristig Kanzler Kohls „blühende Landschaften“ im deutschen Osten finanzieren sollte, und der, mittlerweile mehrfach umgewidmet, einfach weiterkassiert wird.

    So hirnrissig wie der kleine digitale Fotoapparat stumm bleiben darf und der vom Aussehen fast identische Fotoapparat, mit dem man telefonieren kann, per Gesetz ein lautes „KLICK!!!“ von sich geben muss.

    So ratlos wie mich die profillos erscheinende aktuelle Politikerschar einen angesichts der kommenden Bundestagswahl dastehen lässt, so hirnlos erweist sich mir die von ihnen verwaltete Gesetzgebung. Und die genannten Beispiele sind ja nur aus der Klamaukabteilung.

    [ Foto „Cameraphone“ via digg. ]
  • Über künstlerische Berufe. „Das sind Berufe, da werden Sie etwas nicht, weil Sie sagen ‚Ich möchte das werden‘. Das sind Sachen, die total auf Ungerechtigkeit basieren. Nee, der Wille genügt da nicht. Wenn da ein Potenzial ist, kann was passieren, aber das ist ein ziemlich seltener Fall. Da kann man leider, wenn es nicht klappt, nicht damit rechnen, das Mitleid der Mitwelt zu kriegen, weil das Berufe sind, die zu hundert Prozent auf Ungerechtigkeit basieren und wenn man das nicht akzeptiert, dann geht man besser als Beamter in die Verwaltung. Sie können nicht sagen: ‚Das muss jetzt klappen und wenn es nicht klappt, ist die Welt schuld.‘ Nein, das ist eine Welt, wo man keine Regeln kennt, in der man was bringen muss, die aber jedem logischen Konzept entgeht.“ Karl Lagerfeld

  • Wäre sie nicht auch dafür zu langweilig, sie käme arrogant rüber. Ihre Stimme ist unerträglich in ihrer uninspirierten Nörgeligkeit. Sie lügt, sie hält nicht, was sie verspricht. Ihre peinlich knappen Siege sind das Resultat der Schwäche anderer, nicht das ihrer Größe. Sie stahlt das Gegenteil von Hingabe aus. Sie ist häßlich.

    Sie bringt alles mit, das sie braucht, um im Herbst als deutsche Bundeskanzlerin wiedergewählt zu werden.

  • # Barista ist doch die Knarre von James Bond, oder?

  • 2018 ist fünfzig Jahre 1968. Jetzt den Woodstock-Film anschauen und sich alle mit Mitte Siebzig vorstellen.

  • Können bitte alle Arschlöcher grad mal komplett und auf einmal tot umfallen? Danke.

  • „The comprehension of sweet sound is our most indefinite conception. Music, when combined with a pleasurable idea, is poetry. Music without the idea is simply music. Without music or an intriguing idea, colour becomes pallor, man becomes carcase, home becomes catacomb, and the dead are but for a moment motionless.“ (Edgar Allan Poe, nach Diktat verstorben. Zitiert nach Alan Parsons Project: „Tales Of Mystery And Imagination“, 1976.)

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