- „Wer beißt schon gern in and’rer Leute Kragen?
Und wieso wird in unserm Eisschrank nie geheizt?
Es gibt so manche dieser ausgefall’nen Fragen
Die einen klugen Kopf zum Überlegen reizt
Von diesen Fragen, die das Leben stellt
Von diesen Fragen, die das Leben an dich stellt.“
(Ulrich Roski, Großphilosoph.)Heute: Inga und Wolf. zuerst heute:
Und jetzt gestern (Musik und Text von Wolfgang „Schobert“ Schulz. Den gibt es heute schon nicht mehr. Inga liebte ihn, las ich):
Geschichten, die das Leben schreibt. Das Leben schreibt seine Geschichten gern in Gesichter. Lalala. Lalala. Das ist sehr Schobert. „Starb während der Arbeit an einer Solo-LP 1992 in Berlin an plötzlichem Herzversagen“ umschreibt die dazugehörige Geschichte wahrscheinlich nur sehr unvollkommen. Das Lied das er schrieb hat er für sich behalten.
Alte Fotografenweisheit, übrigens: Wenn man Menschen anschaut, gibt es immer ein „offizielles” und ein „Seelen”-Auge. Probieren Sie’s mal mit . Reinhard und Wolf. Und Inga fotografiert. Tun Sie’s. Halten sie mal Augen zu. Erstaunlich, oder? Geschichten…
There may be trouble ahead / But while there’s moonlight and music / And love and romance / Let’s face the music and dance. (Irving Berlin, „Follow The Fleet“, 1936.)
Tanz: Fred Astaire, Ginger Rogers. Music: Cake. Mix: Emily.
Das Problem ist: Früher hatten die Oppas, die von der guten alten Zeit schwafeln, keine Atombomben.
I like the term “gaslighting” and it comes from classic [Patrick] Hamilton, I understand. I think I’ve heard it in reference to Trump, in terms of gaslighting the whole f*cking country.David Thewlis
The problem is not the idiots. The problem is the idiots who elect them to office.
Es gibt Menschen, die freundlich mit dir reden, wenn sie dich treffen, und dann hörst du Jahre nichts von ihnen. Und immer, wenn du sie wiedersiehst klopfen dir wieder auf die Schulter, nennen dich einen guten Freund und sagen Dinge wie „Wir sehen uns viel zu selten“. Dann geht man irritiert nach Hause und sagt sich: „Hey, hatte ich nicht gehört, dass diese Person überhaupt nicht gut auf mich zu sprechen sei und wo es ginge, hinter meinem Rücken gegen mich intrigiert?“ Das muss kein Widerspruch sein.
Dieses Verhalten ist im Grunde eine soziale Fassade, das ich die aufgesetzte joviale Scheißfreundlichkeit nennen möchte. Sie dient als Strategie, um Konflikte zu vermeiden und eine schnelle, oberflächliche Interaktion zu ermöglichen, die es einem erlaubt, schnell zu den Buddys ans Buffet zu gelangen. Man könnte die joviale Scheißfreundlichkeit auch als eine moderne Form der Höflichkeitslüge bezeichnen, ein subtiles Ghosting in plain sight.
Die Wahl dieses Umgangs ist oft auf zwei Hauptgründe zurückzuführen: Zum einen Feigheit und Konfliktscheu, da eine direkte Konfrontation vermieden wird, während man sich zum anderen pragmatisch die Tür einen Spaltbreit offenhält, um potenziell nützliche Kontakte nicht endgültig abzubrechen. Im Kern ist die joviale Scheißfreundlichkeit nichts anderes als ein lässig als Wertschätzung getarntes, kaltes Desinteresse.
Auf ein so vorgebrachtes: „Hey, altes Haus! Gut schaust du aus!“ könnte man also mit Fug und Recht (zumindest innerlich) antworten: „Well, fuck off to you, too.“
Wenn sich Nick Cave am Ende dieses Trailers auf seinem Klavierschemel kurz umdreht, sieht er aus wie Helge Schneider mit einem schwarzen Toupet. Vielleicht lässt er sich ja im Alter von Helge Schneider darstellen? Habe jetzt Angst, dass ich im Kino beim neuen Film von Wim Wenders immer werde lachen müssen, sobald Nick Cave ins Bild kommt.
Sven K. – JournalSven Knoch2026-09-14T02:38:49+02:00
