Sven K. – The Artist Formerly Known2019-03-10T19:39:00+02:00
1805, 2019

Liberalismus und Kreativität

18. Mai 2019|Kategorien: Comic & Cartoon|0 Kommentare

“Machst Du immer noch dieses Zeug?” fragte mich einer der wenigen verbliebenen Cartoonverleger mit Blick auf meine Daily Strips. Er gab sich kaum Mühe mich nicht auszulachen, bevor er mit ein paar der wenigen verbliebenen verlegten Cartoonisten ein paar Bierchen zischen ging.

Der Liberalismus reguliert vielleicht den Markt, das führt aber dazu, dass der Mainstream alles andere überrollt – fatalerweise und exponentiell heftiger durch die Konkurrenzentrifuge Internet. Ganz besonders betroffen ist die innovative Kreativität. In Nischen wie dem Kreativmarkt, dem der Bücher, der Musik, des Films zerstört er schon die Basis. Bühnenkünstler werden in konfektionierten Fernsehformaten und Bühnenshows verheizt, bevor sie je getingelt sind und so die Chance hatten, eine Bühnenpersönlichkeit oder ein eigenes Repertoire zu entwickeln.

Einen Markt für Cartoonisten und Comiczeichner gibt es in Deutschland so gut wie nicht mehr – in Abwesenheit eines Wettbewerbs kleiner Verlage und Fanzines imitiert der Nachwuchs das Establishment der Buntibunti-Cartoons, Typ “Der gezeichnete Witz” und verschwindet in kurzlebigen Anthologien, wenn er überhaupt die Aufmerksamkeit eines der wenigen verbliebenen, sich finanziell sehr kurzatmig gebenden Verleger findet.

Pointe? Nicht wirklich.

Ich mach mal weiter mein Zeug und natürlich wäre ich nicht abgeneigt, würde sich mein Zeug irgendwann zur Basis eines leistungsfreien Einkommens mausern, aber bis dahin freue ich mich darüber, dass meine Frau mein Zeug mag und werde mich nirgendwo anbiedern. Und wenn ich darüber verrecke.

105, 2019

1. Mai 2019|Kategorien: Da draußen|0 Kommentare

Frühling auf dem Balkon. Wenn wir die Taube vergrämen, vergrämen wir auch die Vögel, die wir gerne haben. Das Leben als Klischee: Einer versaut immer allen den Spaß und es ist meist der dickste und dümmste.

1003, 2019

10. März 2019|Kategorien: Kultur|0 Kommentare

Je ne voulais pas être chanteur pour être chanteur, je voulais dire des choses. Jacques Higelin

903, 2019

9. März 2019|Kategorien: Grundrauschen|0 Kommentare

Sobald du nur anfängst zu überlegen, ob du etwas öffentlich schreiben sollst oder nicht – schreib es nicht.

503, 2019

5. März 2019|Kategorien: Da draußen|0 Kommentare

Über künstlerische Berufe. „Das sind Berufe, da werden Sie etwas nicht, weil Sie sagen ‚Ich möchte das werden‘. Das sind Sachen, die total auf Ungerechtigkeit basieren. Nee, der Wille genügt da nicht. Wenn da ein Potenzial ist, kann was passieren, aber das ist ein ziemlich seltener Fall. Da kann man leider, wenn es nicht klappt, nicht damit rechnen, das Mitleid der Mitwelt zu kriegen, weil das Berufe sind, die zu hundert Prozent auf Ungerechtigkeit basieren und wenn man das nicht akzeptiert, dann geht man besser als Beamter in die Verwaltung. Sie können nicht sagen: ‚Das muss jetzt klappen und wenn es nicht klappt, ist die Welt schuld.‘ Nein, das ist eine Welt, wo man keine Regeln kennt, in der man was bringen muss, die aber jedem logischen Konzept entgeht.“ Karl Lagerfeld

Geknipst

Mit dummen Menschen zu streiten ist wie gegen eine Taube Schach zu spielen: Egal wie gut Du spielst, die Taube wird alle Figuren umwefen, auf das Brett kacken und herumstolzieren, als hätte sie gewonnen.Unbekannt

Wir gammeln vor uns hin, verrotten, verwesen, verenden, und keinen interessiert’s. (…) Die Weltherrschaft wird man nicht bekommen, und wenn doch – was macht man damit? Wer will dieses anstrengende Gebilde von acht Milliarden, die nicht sterben wollen, schon leiten, und wenn doch, auch dann ist irgendwann Schicht.Sibylle Berg