Selten Dämlich | Das Ein-Mann-Social-Network

Sven K. – Journal2026-09-14T02:38:49+02:00

Je ne voulais pas être chanteur pour être chanteur, je voulais dire des choses. Jacques Higelin

  • Hier Euer Grund zum Trinken: Es gibt Fisch! Ahoi vom #SchleGraZ #SchleFaZ #PiranhaSharks #WirSindSchleFaZ @schlefaz

  • Nur das Volk solle entscheiden, ob sie herrschen sollten, sagen die Verächter der Demokratie. Sie können sich leider darauf verlassen, dass das Volk in aller Welt gerade mächtig einen an der Waffel hat.

  • Nein, ihr habt sehr wohl GroKo gewählt. Gegen die sogenannte Alternative für Deutschland gibt es nämlich keine Alternative dazu, dass alle wirklichen Demokraten eine Koalition eingehen, um die Horrorvorstellung einer Regierungsbeteiligung des tumben Populismus zu verhindern. Lindner, die Sissy, hat sich nicht getraut, Verantwortung zu übernehmen und wer, sei es in SPD oder CDU, jetzt Mimimi macht spielt ein gefährliches Spiel: Eine Große Koalition ist immer ein Kompromiss aber momentan wirklich alternativlos. Eine echte Alternative wäre, wenn wir uns alle wieder mehr in die Politik einbrächten statt immer mehr Klein- und Kleinstparteien zu gründen um uns in eine Art Neo-Weimar zu verwählen, in dem es den Demokraten nicht mehr möglich ist, ein Bollwerk gegen die Idioten zu bilden. Politik ist keine Comedyveranstaltung und Protestwahl ist nicht witzig sondern gefährlich, denn sie gefährdet unsere Demokratie, indem sie jenseits der Diktaturen ohne Not der Dummheit und ihren menschenverachtenden, dilettantischen Protagonisten eine Bühne bereiten. In den USA, in Polen, in Ungarn, in Frankreich, Großbritannien, Holland und in Deutschland. Nein, ich wollte, wie viele, keine große Koalition. Aber sie ist momentan alternativlos und ich wünsche allen Beteiligten gutes Gelingen (und der SPD-Basis, besonders den Jusos, den Mut zum Sprung über den eigenen Schatten) auf dem Weg, die politische Kultur unseres Landes und der Welt wieder soweit in geordnete Bahnen zu lenken, dass wir alle wieder daran arbeiten können gemeinsam auf unserem Planeten zu leben anstatt gegeneinander. Mit 17.000 Atomwaffen am Start macht jedes wie auch immer geartete Gegeneinander nämlich nicht wirklich Sinn. Aber das ist ein anderes Thema. Weiter mit Musik. Ihr Dödel.

  • Im Weglassen, so sagt man, läge die Kunst. Der irische Künstler und Musiker Dan Walsh hätte sicher eigene Comics zeichnen können. Stattdessen machte er 2008 ein Blog auf und postet dort seidem jeden Tag einen eingescannten Garfield-Comic. Ach ja: nachdem er den gefräßigen Kater daraus entfernt hat. So dass nur noch sein Besitzer Jon in den Kästen herumturnt und nunmehr Selbstgespräche führt. Offensichtlich ist die kreative Fallhöhe dieser Aktion hoch genug, dass das Resultat dieses so dreisten wie genialen Konzepts unter dem Titel „Garfield minus Garfield“ zu Besprechungen im New Yorker, der New York Times, dem Rolling Stone Magazine und der Washington Post sowie, jawoll, einer Buchveröffentlichung führte. Ich… mir fehlen die Worte. Aber es ist auch lustig. Aber mir fehlen die Worte.

  • Draußen in der Nacht schauten wir auf die Synagoge auf der anderen Seite der Straße, rauchten, und der Programmleiter begann zu schimpfen, wie sehr es ihn enttäuschen würde, dass im Moment kein deutscher Autor oder Intellektueller gegen den Rechtsruck in der Gesellschaft anschrieb, argumentierte, Stellung bezog. Sich mit dieser neuen Realität grundlegend beschäftigte. Schlicht: Haltung zeigte. Wo war Juli Zeh? Ilija Trojanow? Eva Menasse? Navid Kermani? Wo waren all jene, die für die SPD noch jüngst Wahlkampf gemacht und sich dabei, mal wieder, auf die doch noch so eindeutig politisch links verortete Künstlergeneration eines Günter Grass berufen hatten? Das fragte er sich und wohl auch mich und danach schaute er mich an, als wüsste ich eine Antwort. Aber auch ich zuckte nur mit den Schultern. Jana Hensel

  • „The comprehension of sweet sound is our most indefinite conception. Music, when combined with a pleasurable idea, is poetry. Music without the idea is simply music. Without music or an intriguing idea, colour becomes pallor, man becomes carcase, home becomes catacomb, and the dead are but for a moment motionless.“ (Edgar Allan Poe, nach Diktat verstorben. Zitiert nach Alan Parsons Project: „Tales Of Mystery And Imagination“, 1976.)

  • Die sozialen Medien hießen früher „Leserbriefe“, hatten eine halbe Seite irgendwo weit hinten in der Fernsehzeitung und waren redaktionell betreut.

  • Vor dreißig Jahren galt man als Spinner und linke Socke, wenn man gegen die Nutzung der Salzstöcke in Gorleben als Atommüll-Endlager war. Das öffentlich-rechtliche Fernsehen berichtete viel über die massiven linksalternativen Proteste – am liebsten diskreditierend und in diesem Ansinnen mit Bildern vermummter Molli-Werfer. Dass es kein Endlagerkonzept gab (und schon gar nicht in Gorleben) fiel dabei unter den Tisch. Heute berichtet das öffentlich-rechtliche Fernsehen über diese Nicht-Eignung, gestützt auf Greenpeace-Recherchen. Aber niemand legt iPad und Wii aus der Hand und geht protestieren, wenn die Regierung in Gorleben wieder mindestens eine Legislaturperiode lang auf Eignung prüfen lässt, um der Kernkraft-Lobby durch den Ausstieg aus dem Atomausstieg in den gut gepuderten Arsch zu kriechen. Gegen die Agonie der Egomanenrepublik sind Bradburys Fahrenheit-Vision und Orwells 1984 ein schlechter Witz.

    Uran soll nicht in falsche Hände geraten. Das war ein Ziel der Unterredungen des soeben abgeschlossenen Washingtoner Urangipfels. Von Staatsterrorismus ist dabei keine Rede. Das und nichts anderes ist noch vor Islamisten und Iran die internationale Atomenergiepolitik, die für kurzfistige egoistische Ziele kaltschnäuzig das Leben der kommenden Generationen aufs Spiel setzt.

    Und damit zurück in die Wellnessgrube Asse.

  • „Falls Sie sich fragen, warum hier in letzter Zeit nur wenig und blödes Zeug geschrieben steht: ich arbeite. Viel. Sehr viel. Zu viel. Da gibt es definitiv auch Optimierungsansätze.” (Wortschnittchen)

  • Heben wir unser Glas auf Robert Gernhardt, denn heute ist sein drittes Jahresgedächtnis. Und jetzt alle:

    Danke. Weitermachen.

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