- „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
(Aristioteles)“Jedes Teil nur ein Euro!“
(Resterampe)#1
Was ist an B. witzig? Vielleicht ist es ja reizvoll, dass man sich ihm so gar nicht unterlegen fühlen muss. Diese Haltung hat überhaupt Hochkonjunktur – stolz sein drauf, was man alles nicht kann. Einfach so dahinplappern reicht für eine ganze Karriere. Das muss irgendwas mit der Sehnsucht zu tun haben, sich eine Welt einzurichten, in der kein sozialer Abstieg mehr möglich ist, weil jeder Art von Mühe, von der Selbstbeherrschung bis zum Abstraktionsvermögen, mit einem Grunzen der Krieg erklärt wird.
[SZ Nr. 67/S.14, „Kein Abstieg mehr möglich“: Susan Vahabzadeh über einen Kinofilm des Komikers Mario Barth.]#2
Besonders bitter: die Minuten nach der Sendung. Es ist nichts hängengeblieben. Der Sendung fehlt die Relevanz, die Momente, in denen man gebannt zuschaut. An den Themen lag es nicht, doch R. gelingt es nicht, eine Haltung zu vermitteln, Aussagen zu treffen.
[SZ Nr. 67/S.21, „Haltungsfehler“: Thomas Becker über die ARD-Sendung „Satiregipfel“.]
#3
Die Ausstellung ist ein Anlass der besonderen Art. Zwölf Räume werden im Museum in ihrem ursprünglichen Sinne gezeigt: Sie sind leer. Die mit weisser Farbe bemalten Wände brachten den Besucher in direkten Kontakt mit dem leeren Raum. Die Kunst erscheint nicht als Objekt, sondern in Form einer malerischen Präsenz.
[„Vides, une rétrospective“, Paris, Centre Georges Pompidou, M.N.A.M., 25.03.09-23.03.09.] Don’t be afraid to cry at what you see
The actors gone, there’s only you and me
And if we break before the dawn, they’ll
Use up what we used to be.
Peter Gabriel, Here Comes The FloodIt’s not easy being a Peter Gabriel fan in 2018. He hasn’t released an album of original tunes since 2002’s Up, even if he’s supposedly been picking away at a follow-up called I/O since 2005.Rolling Stone
When I wrote this song [Here Comes The Flood] I had an obsession with short-wave radio and I was always amazed at the way in which the radio signals would become stronger as daylight faded. I felt as if psychic energy levels would also increase in the night. I had had an apocalyptic dream in which the psychic barriers which normally prevent us from seeing into each others’ thoughts had been completely eroded producing a mental flood. Those that had been used to having their innermost thoughts exposed would handle this torrent and those inclined to concealment would drown in it. (‘Peter Gabriel’ by Armando Gallo, Omnibus Press, 1986.‘Peter Gabriel’ by Armando Gallo, Omnibus Press, 1986.
Dreißig Jahre nach dem Auftritt in Kate Bushs Weihnachtsspecial sieht Peter Gabriel übrigens aus wie Billy Joel. Ist aber besser in Form, stimmlich und besonders am Klavier. Derselbe Song nochmal. Zeitmaschine, Zeitmaschine, huiii!
„Der Kampf gegen die Zeit, der Kampf gegen den Tod, der sinnlose Kampf gegen die Sinnlosigkeit eines idiotischen, bewusstlosen Kosmos, und mit einem Faustkeil in der erhobenen Hand steht man da auf der Spitze des Berges, um dem herabstürzenden Asteroiden noch mal richtig die Meinung zu sagen.“Wolfgang Herrndorf (nach Diktat verreist)
Actionkino und brutale TV-Serien haben für Eines sicher gesorgt: Zum ersten Mal seit Douglas Fairbanks und Errol Flynn sind sauber choreografierte Kampfszenen wieder echt angesagt und die Schauspieler hängen sich diesbezüglich so rein, dass es eine Freude ist, Ihnen dabei zuzuschauen. Wenn sich jetzt bitte alle Kriegstreiber die Waffen in die Ecke schmeißen und sich vor den Fernseher setzen würden.
Pick your side and relax. Make popcorn not war.
#FBF The great #MichelleYeoh and a drunk man with newly transplanted limbs walk the first half of their epic fight. At half-speed, I swear.#StarTrekDiscovery #JustAddLeather pic.twitter.com/bp2y5GCbRi
— Jason Isaacs (@jasonsfolly) February 9, 2018
Der Schwarm von Frank Schätzing war ein großartiges Buch, ein Buch, das sich las wie ein Hollywoodfilm. Das guck ich mir doch nicht in einer vom Autor offen nicht gebilligten Pilcher-Version (aka ZDF-Mehrteiler) an. Ich bin nur sauer, dass der Stoff jetzt wohl für Hollyood endgültig verbrannt ist.
Das findet auch Martin Betzwieser, hier, in derFreitag:
Was aus einem international erfolgreichen Weltklasse-Roman gemacht wird, ist traurig und frustrierend. Deutschland ist ein filmisches Entwicklungsland. derFreitag: Schwärmst Du noch oder pilcherst Du schon?
Jeder Aufstieg trägt in sich den Keim des Niedergangs, jede Stärke ihre Schwäche, jeder Anfang sein Ende. Alles ist auf diskrete Weise lebendig, wobei die Veränderungen meist viel zu subtil sind, um vom ereignisorientierten Denken bemerkt zu werden: das, was man sieht, aber nicht wahrnimmt oder was man hört, aber nicht vernimmt. (#)
.@twitkalk und @_PeterRuetten_ empfehlen außerdem: Sekundärliteratur 😎
#SchleFaZ @NITRO
#HentaiKamen
#KaraMurat
#WirSindSchleFaZ
#SchleFaZbeiNitro
#GoodbyeTele51994 war der Schauspieler Patrick Stewart Gastgeber der Mutter aller Comedyshows: Saturday Night Live. Schon in seinem Standup-Monolog bewies er Exzellenz in Sachen Selbstironie. Als er dann auch noch in einem Sketch seinen Part als Enterprise-Captain Jean-Luc Picard aufnahm und seine Paraderolle in kurzen Hosen als Kapitän des „Traumschiff Enterprise“ parodierte, flogen ihm die Herzen des Publikums zu. Das „Traumschiff“ heißt in Amerika „Love Boat“ und natürlich ist das erfolgreiche deutsche Format nur die wiedergekäute Grütze des amerikanischen Originals. Aber das nur am Rande. Film ab.
In Deutschland wird mittlerweile vom Lachen geredet wie von einer gymnastischen Übung. Als sei es Fußball – hier das Leben – laufen laufen, laufen – da das Tor: der Witz. Niemand, nach dem Geheimnis des Witzes gefragt, sagt: „Och, ich weiß nicht, ich erzähle einfach meine Geschichte und dann wird es witzig. Ich weiß nicht wie. Aber es ist lustig.“ Dass der Unterschied zwischen der Witzseite der Fernsehzeitung und dem Humor ist, dass letzterer darauf basiert, dass man die Dinge laufen lässt, dass Humor eben genau die Erholung vom erklären-wollen und erklären-müssen ist und auf Vertrauen und gegenseitiger Zuneigung basiert, das fällt momentan meist unter den Tisch, im Denken und im Tun. Als ließe sich vergessen, dass die schönsten Dinge die sind, die man nicht erklären kann. Aber da zeigt einem die Marketing-Abteilung natürlich einen Vogel. Wahrscheinlich ist der Unterschied zwischen der Witzeseite der Fernsehzeitung und dem Humor wie der zwischen der Liebe und dem Puff. Liebe ist als Handelsware so verlässlich wie ein Strauss Klatschmohn im Blumenladen.
- „[irgendwas einsetzen], mal anders.“
- „Nach dem Motto [irgendwas einsetzen] … „
- „[irgendwas einsetzen] und Co. … „
Scanning #Ello also feels a little bit like walking through an artists commune: Look at this piece of wood. Isn’t it beautiful? I carved just a tiny bit of it, but left the nature intact. Let’s just stare at it for a while. Considering Ello was created by artists (and programmers, of course), this isn’t surprising.MASHABLE / Lance Ulanoff : „Ello Is No Facebook Killer“
Sven K. – JournalSven Knoch2026-09-14T02:38:49+02:00
