Je ne voulais pas être chanteur pour être chanteur, je voulais dire des choses. Jacques Higelin

Von |2019-03-10T19:25:16+02:0010. März 2019|Kategorien: Kultur|0 Kommentare

François Gragnon macht Bilder von Georges Brassens

Paris, Theater Bobino 1972. Georges Brassens vor den Zugaben. Brassens im Gegenlicht des Verfolgerscheinwerfers auf dem Weg zur Rampe, breitschultrig unter dem Jackett, ein Chanson-Handwerker im Sonntagsstaat, die Gitarre im Schallloch haltend wie einen Werkzeugkoffer. Das kleine Bobino-Theater rappelvoll, das Publikum hingerissen, überall Lachen, Applaus. Erinnert an Fotos von Johnny Cash, Auftritt im Folsom State Prison, fünf Jahre zuvor. Authentizitätsarbeiter waren beide allemal. Brassens. Cash.

Von |2019-02-21T19:08:19+02:0021. Februar 2019|Kategorien: Kultur|0 Kommentare

Le mime corporel dramatique

Reines Theater, der Mensch an sich soll auf die Bühne kommen. Hilflos der Versuch, diese Neutralität herzustellen: Die Schauspieler um Étienne Decroux betreten die Bühne unbekleidet – bis auf eine Windel und einem Nylonstrumpf auf dem Kopf), wie autistisch-magersüchtige, manieristisch gestikulierende Sumoringer ohne Gegner. Paul Watzlawick sagte: “Man kann nicht nicht kommunizieren”. Genau so können Schauspieler nicht nicht Individuen sein. Ein Prinzip, an dessen Vermittlung der englische Philosoph Graham Chapman schon 1979 verzweifelte.

Von |2019-02-21T17:21:12+02:0021. Februar 2019|Kategorien: Theater|0 Kommentare

Der vierte Zwerg

Zweiter Mime: Morgen habe ich einen Funk … Kinderstunde … “Schneewittchen” … Ich spiele einen Zwerg …
Erster Mime: Welchen?
Zweiter Mime: Den vierten …
Erster Mime: Wie legst du ihn an?
Zweiter Mime: Hintergründig.

Helmut Qualtinger und Johann Sklenka in “Der Menschheit Würde ist in Eure Hand gegeben” aus dem Programm “Hackl vor’m Kreuz” (1959)

Von |2019-01-12T20:10:48+02:0012. Januar 2019|Kategorien: Kultur|0 Kommentare