• Heinz Edelmann (*20.06.1934, †21.07.2009)

    Vom 22. Juli 200918121 Mal gelesen

    EDIT: Der verlinkte Nachruf ist wie andere Nachrufe aus dem Netz bereits wieder verschwunden. Wie schnell Menschen immer öfter verschwinden, auch solche mit großer Wirkung. Sven K., 27.01.2015

    „Yellow Submarine“ hab ich als Kind geliebt, für Willy Fleckhaus‘ „twen“ steuerte er Illustrationen bei. Ein Kinderbuch hat er gezeichnet, in dem zwei Astronauten namens Castrop und Rauxel das Weltall bereisen. Jahrelang hab ich mich auf die von mir abonnierten Programminformationen und Plakate des WDR gefreut, die er in den 1970ern gestaltete. Sein Zeichenstil war von der Sorte eigen, die sich in meinen Kopf fraß. Als ich klein war, wirkte alles was er zeichnete wie noch heute das ganze Leben: irgendwas zwischen bunter Zuckerstange und unheimlich. Weggefährte Robert Pütz schreibt einen Nachruf in form und verlinkt ein paar schöne Interviews und Bildsammlungen.

    Farewell, Heinz Edelmann.

  • Walter Cronkite (*04.11.1916, †17.07.2009)

    Vom 18. Juli 20092109 Mal gelesen

    Da sind wir, uns wir fühlen uns wichtig. Für einen Moment vergessen wir unsere Sterblichkeit, weil wir eine Aufgabe erfüllen. Die Aufgabe ist ein Vergessmittel, eine Droge. Vielleicht überlebt es uns sogar, das, was wir im Dienst der Aufgabe getan haben? Wir halten uns fest an Mikrofonen und Kameras, Dingen die Spuren von dem festhalten, was unbedingt verschwinden wird: wir. Verbrannt, verscharrt, vergessen. Wer erinnert sich noch an den Bäcker Joe Kowalski, der in der 13., Ecke Union Square in New York von 1902 bis 1943 die besten Bagles der Stadt machte? Wer erinnert sich an seine Frau Aneta, die die Sonne aufgehen ließ, wann immer sie das Ladenlokal betrat? Und an all die Kunden, die Aneta und Joe als das größte Traumpaar aller Zeiten feierten? Wer erinnert sich an ihre rauchige Stimme und ihr unwiderstehliches Lächeln? Wer erinnert sich an Joes chaotisches Wesen, den Wirrkopf der nur dann voll konzentriert schien, wenn er seine Bagles ins Honigwasser tauchte? Niemand. Kein Wunder, denn ich hab’ ihn gerade erfunden. Oder nicht? Sehen Sie.

    Wem bedeutet es hierzulande etwas, dass in Amerika gerade Walter Cronkite gestorben ist, der Mann auf dem Foto da oben? Walter Cronkite, der Hajo Friedrichs der USA. Wer war Hajo Friedrichs? Sehen Sie. Walter Cronkite. Hinter seinem Mikrofon mit dem Telefon am Ohr sieht er so aus, als lebe er im festen Gefühl (und er gibt es an uns weiter), alles würde immer so weitergehen, als würde alles immer existieren, so wie er und seine Aufgabe: „to hold up the mirror – to tell and show the public what has happened“. Dabei ist nichts für ewig und es kommt für alle der Tag, an dem sie nur noch ein Katzenleben haben oder weniger. Ob wir Bagles backen, die Liebe unseres Lebens finden, ob wir den Flugschein machen, um in ein Haus zu fliegen oder ob wir über all dies berichten.

    Das Mikrofon ist nicht wichtig.

    Wichtig sind die Menschen, die unsere Hand halten, bis wir wieder verschwinden. Die sind auch da, wenn wir das Mikrofon nicht mehr halten können. Und werden wie wir, aber was können wir schon dagegen tun, vergessen von einer Spezies, die nicht mal so einen Kleinkram wie Ewigkeit oder die Unendlichkeit des Universums begreift. Wie Walter Cronkite immer sagte: „And that’s the way it is”.

    Weiter mit Musik.

  • R.I.P. Michael Jackson

    Vom 26. Juni 20092061 Mal gelesen

    Let us offer prayers for all souls leaving as well as those staying. (LeVar Burton)

    Michael Jackson ist tot. Die Welt hat eine Ikone im Bereich der Bier- und Whiskyverkostung und den Autor verschiedener Standardwerke zum Thema verloren. 1994 erhielt er die Glenfiddich Trophy. Jackson hatte im englischen Sprachraum großen Einfluss auf die Kategorisierung von Biersorten, vor allem sein 1977 erschienenes Buch „The World Guide to Beer“ setzte hier neue Standards. Sein Spitzname war beerhunter. Michael Jackson lebt weiter in seinen Werken wie „Complete Guide to Single Malt Scotch“ oder „The World Guide to Beer“. Michael Jackson starb am 30. August 2007. Heben wir unser Glas auf ihn.

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  • Charlie Mariano (*12.11.1923, †16.06.2009)

    Vom 17. Juni 200917309 Mal gelesen

    „Sleep, my love.

    [Charlie Mariano, Foto: Arno Winkelmann.]

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  • Ich bin doch nicht blöd! Christel Peters (*15.01.1916, † 11.06.2009)

    Vom 12. Juni 200923370 Mal gelesen

  • Mal Sondock (*04.07.1934, † 09.06.2009)

    Vom 11. Juni 200917962 Mal gelesen
    [audio:https://svenk.de/wp-content/uploads/2009/06/discothek-im-wdr.mp3]

    Seems to me, can’t turn back the hands of time
    Oh it seems to me, can’t turn back the hands of time
    Seems to me, history was left behind
    (Richie Havens: „Hands Of Time“)

    In den 1970ern gab es in der täglichen „Radiothek“ von WDR2 jeden Abend ein anderes integriertes Format, mittwochs war es „Discothek im WDR mit Mal Sondock“ (1967-1980). Am Mittwoch starb Mal Sondock, der mit seinem Format und mit seinem starken amerikanischen Akzent und seinem humorig-kompetenten Moderationsstil lange Zeit stilbildender Radio-DJ war. Don Dahlmann hat einen innigen Nachruf auf ihn geschrieben, den ich wärmstens zur Lektüre anempfehle – hier nur zwei kurze Auszüge:

    „Mal war ein begnadeter Radio-Mann. Und er hatte ein großes Herz. Irgendwann hatte ich einen Engpass und musste sparen, verzichtete aufs Mittagessen, irgendwann auch aufs Frühstück. Gemeinerweise musste ich mittags immer das Essen für Mal holen und irgendwann quittierte mein Körper die Hungerkur mit einem Schwindelanfall. Als Mal davon hörte, warum ich mittags nicht mit den anderen essen würde, bezahlte er ohne ein weiteres Wort darüber zu verlieren für den Rest meiner Zeit bei ihm mein Mittagessen.“

    „Warum Mal nie zu einem Privatsender gegangen ist? Weil man dort kein Radio machte, sondern, wie er es sagte, nur simulierte. Die Musik wurde nicht mehr vom Sprecher ausgesucht, dazu die Werbung und man durfte nicht mehr sagen, was man wollte. Dazu hatte er keine Lust, also ließ er es konsequenterweise auch sein. Bedauerlich, dass niemand mehr einen Mann wie Mal Sondock wieder ins Radio und vor ein großes Publikum gelassen hat. Der Niedergang des Radios – an Mals Karriere konnte man ihn schön ablesen.“

    [ Ganzer Nachruf: Don Dahlmann: Meine Zeit mit Mal Sondock. ]
  • David Carradine (* 08.12.1936, † 03.06.2009)

    Vom 6. Juni 20092343 Mal gelesen

    Mach’s gut, kleiner Grashüpfer. Time for you to leave.

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  • Charles William „Bud“ Tingwell (* 03.01.1923 † 15.05.2009)

    Vom 30. Mai 20092747 Mal gelesen

    Kondolenzbuch: www.budtingwell.com.au

  • Paul Flora

    Vom 16. Mai 20092207 Mal gelesen

    „Das sogenannte Schöne und die echte Kunst sind undefinierbare Geheimnisse, die sich wandeln wie die Wahrheit selbst. Ein jeder möge dem Stern seines guten oder schlechten Geschmacks vertrauen und ihm folgen. Was er für schön und echt hält, wird es für ihn dann wohl auch sein. Die Meinung der restlichen Welt ist überhaupt nicht wichtig.“Paul Flora, 29. Juni 1922 – 15. Mai 2009