• Eine Anzeige aus der TITANIC 10/81. DRUM Tabak. Wir sehen eine Rotte Cannabis-Adepten bei einer Radtour vom niederrheinischen Krefeld zu einem Coffeeshop im niederländischen Venlo. Kandidat A (oben im Bild) vedingte sich später als CAMEL-Mann, der Kollege unten links als Rainer-Werner-Fassbinder-in-besseren-Zeiten-Lichtdouble.

    DRUM befleißigte sich in der Werbung keiner lustigen Sprüche. DRUM brauchte das auch nicht, denn DRUM war „echt“, war die Mutter aller Selbstgedrehten-Tabaksorten im wilden Westen der geteilten Republik Anfang der 1980er Jahre. Wie stilbildend DRUM war wird deutlich wenn man sich vor Augen führt, dass alle anderen später markteingeführten Tabaksorten das Packungsdesign der holländischen Feinschnittsorte imitierten: fette weiße Lettern auf blauem Grund, umgeben von rot-golden mäandernden Ornamenten.

    Wer die erwähnten wilden Achtziger erlebt hat und sich daran zu erinnern versucht, der hat gleich den Geruch eines frisch geöffneten DRUM-Päckchens in der Nase – zusammen mit dem Duft von regennassem Asphalt, der sieht endlose niederrheinische Weiden, die bevorzugt am Fahrrad vorbeiziehen – bei viel Wind und noch mehr Wetter, denn schließlich war es ja der Niederrhein und mit dem Fahrrad war man zu der Zeit unterwegs, Hollandrad, klar, und wer aus betuchtem Hause kam oder beim wochenendlichen Apothekendienst viel rausgefahren hatte, der fuhr den Nobelholländer  und meisterte so den zusätzlich auftretenden fiesen niederrheinischen Gegenwind (der gerne mit penetrantem nichtendenden Nieselregen einherkam) mit der guten SACHS-Dreigangschaltung; wer noch besser dran war, dessen  war außerdem ausgestattet mit einem luxusgefederten KROKUS Ledersattel und trug bei seinen Radtouren zu den Freunden in verstreuten Vororten mit skurrilen Namen wie „Fischeln“, „Kapellen“, „Willich“ oder „Tönisvorst Zwei“ über dem obligatorischen Bundeswehrparka mit abgetrennter Deutschlandflagge und dem unverzichtbaren Palästinenserschal das ostfriesische Ölzeug, den „Friesennerz“, der damals noch in kleidsamem Knallgelb daherkam.

    DRUM war im niederrheinischen Krefeld weit verbreitet, weil die Stadt nahe an Holland lag und somit voll im Einzugsbereich der niederländischen Herstellerfirma DOUWE EGBERTS – und die hatten, was ihre Produktpalette anging, den Vogel abgeschossen: sie stellten die vier maßgeblichen Produkte her, die man auf dem regengebeutelten platten Land brauchte, um die Seele warm zu halten: Kaffee, Tee, Kakao und Tabak – DRUM eben. Wäre in Deutschland jemand auf diese naheliegende Idee gekommen, dann hätten wir ’83 zwischen zwei Abi-Klausuren auf dem Klo unsere Joints wahrscheinlich mit Melitta Halbschwarz, Jacobs Krausem oder Tchibo Mild gedreht, aber so war es halt DRUM.

    Unsere sechzehnjährigen Küsse schmeckten alle nach DRUM und irgendwas. In den Schulfreistunden nach kaltem DRUM-Rauch und Tchibo-Pausenkaffee für sechzig Pfennig, an den Wochenenden nach kaltem DRUM-Rauch, Gras, Rasen, Lagerfeuer, „Mavrodaphne“ und all den anderen klebrigflüssigen Folterinstrumenten der hellenischen Kellerei Tsantali, wie man sie auf der Suche nach einem One-Night-Stand Frch und rotem Zweiliterwein, Marke „Römerkrug“. Oder nach kaltem DRUM-Rauch und den Alkoholschwaden billiger griechischer Likörweine mit Namen wie Samstagnachts von den Georges-Moustaki-Lichtdoubles dieser Welt in Absackerkneipen serviert bekam, wie man sie man heute nur noch in der WDR-„Lindenstraße“ zu sehen bekommt. Ja, die hießen tatsächlich alle „Akropolis“. Oder „Sirtaki“. Oder „Z“. Wie die Italiener bis heute alle „Pinocchio“ heißen. Oder „Venezia“ oder „Roma“. Und alle Jugoslawen (oder heute Serben und Kroaten und, und, und) „Split“ oder „Dubrovnik“.

    DRUM hatte ich schon als Nichtraucher – meine beste Freundin, die mir nie Freundin sondern immer nur beste Freundin sein wollte, hatte etwas bei mir deponiert, nicht für mich sondern falls rauchenden Freunden zu Besuch bei mir der Tabak ausginge. Letztlich hatte ich das Depot natürlich selbst geleert und war angefixt. So begleitete DRUM schließlich auch mich durch die erste Hälfte der Achtzigerjahre. DRUM war dabei, als mir meine erste Freundin (sie 21, ich gerade 17) im Herbst 1980 (oder war es ’81) sagte, sie wolle mich heiraten und Kinder mit mir haben und mich – damit ein wenig überfordert – in eine brutale Flucht schlug; DRUM begleitete mich zur Unterzeichnung des Krefelder Appells, DRUM rauchten wir, als wir auf dem Krefelder Sprödentalplatz bei „Künstler für den Frieden“ das Grußwort von Winnie (damals noch immaculata) Mandela empfingen und wir rauchten noch zwei drei mehr, als Joseph Beuys die Bühne betrat und sang: „Wir wollen Sonne statt Reagan“. DRUM rauchten wir, als wir die druckfrischen Raubdrucke von Michael Endes „Die unendliche Geschichte“ verschlangen. DRUM rauchte ich nervös, bevor ich vor die Kommission zur Gewissensprüfung trat, als ich den Kriegsdienst verweigerte, die damals übrigens wirklich tribunalsähnlich ablief, liebe neu Hinzugekommenen: unter einer Deutschlandfahne und inklusive einem desinteressierten Beisitzer, der während meiner penibel einstudierten pazifistischen Ausführungen die BILD las. DRUM rauchte ich bei der großen Bonner Friedensdemo gegen die nukleare Nachrüstung als ich Heinrich Böll zuhörte (das, liebe Kinder, war der  von Köln der mit seiner Baskenmütze so aussah wie , der aber lange nicht so lustig war).

    Viele Zigaretten- und Tabakmarken begegnen mir übrigens bis heute weiter auf den Kneipentischen meines Vertrauens. DRUM aber ist verschwunden. Wo sind sie hin die DRUM-Raucher? Sind sie verschwunden wie die, ehem, Friedenssongs von „alle die gegen Atomkraft sind – aufsteh’n“-BOTS (die sich mit „Was wollen wir trinken“ bis heute am  gut halten)? Wie Heinrich Böll, Winnie Mandela und Joseph Beuys? Sind jetzt nur noch die Marlboro-Lights-Popper übrig und werden sie untergehen wie die süchtigen Loveparade-Aktivisten?

    Schwamm drüber. Ein Königreich für ein Päckchen DRUM. Und die Erinnerung daran, dass ich DRUM auch rauchte, nachdem ich 1980 unter der Gesamtausgabe der Suhrkamp-Taschenbuchreihe (der ganze belletristische Regenbogen, gestaltet von Designgott Willy Fleckhaus) unter Zuhilfenahme eines knallroten Kondoms mit Erdbeergeschmack durch eine kommunistisch jugendverbandelte Mitschülerin (die mit dem frühen Kinderwunsch) entjungfert worden war. DRUM rauchten sie und ich übrigens auch, als wir uns lachend auf dem riesigen Bett fläzten, als der damalige Tagesschau-Anchor zum ersten Mal „der amerikanische Präsident Reagen“ sagte, und als er zum erstem Mal „Bundeskanzler Kohl“ sagte, und als wir uns sicher waren, die Leute würden die beiden bestimmt schnell wieder abwählen, da es ja wohl offensichtlich sei, dass die beiden von Politik nichts verstünden im Gegensatz zu Carter, Schmidt oder Brandt. Ein Päckchen DRUM drehten wir gemeinsam weg, am Tag als der Lebensgefährte der Geliebten uns dahinter kam und uns trennten, weil ich, wie erwähnt, Angst davor hatte, mit knapp siebzehn eine Familie zu gründen. Der Gehörnte rauchte übrigens (wie der Günther Grass) SCHWARZER KRAUSER, aber das ist eine andere Geschichte und die soll, wie schon Michael Ende sagte, ein andermal erzählt werden.

    Klicken Sie also auch künftig wieder her, wenn es die nächste Rauchwaren-Anzeige aus einer TITANIC der Achtziger zu sehen gibt. Alle TITANIC-Hefte mit ihren schönen Tabak-Anzeigen gibt es übrigens, die Info reiche ich gerne weiter, auch heute noch im TITANIC-Shop zu kaufen – und beim Erwerb bekommen Sie überdies noch völlig gratis schöne zeitlose Cartoons und Glossen von F.K. WaechterRobert GernhardtChlodwig Poth und vielen anderen dazu. Weiter mit Musik!

  • Eine Anzeige aus der TITANIC Nr. 4/1981. Die GAULOISES Caporal waren kompromisslos stark. Es machte keinen wirklichen Unterschied, ob man sie mit oder ohne Filter rauchte. Wer sie zwischen den Lippen führte, fühlte sich wie ein Schwerstarbeiter im hochsommerlichen Straßenbau, und war definitiv derjenige, der den Teerlaster fuhr. Ich persönlich rauchte die GAULOISES Caporal mit 17. Allein schon für die Gesichter, wenn mich jemand fragte „Haste mal ’ne Kippe?“ und ich eine davon anbot. Meist wurde mein Angebot dann, und ich sah das jedes Mal voraus, abgelehnt und ich hatte als einziger in der Teestube des Jugendzentrums meine Kippen für mich selbst – was in Anbetracht des Taschengelds, das sie finanzierte, sehr fein war. Ich hatte die GAULOISES Caporal von meinen Eltern übernommen, die rauchten nur die – ohne Filter und wenn sie gerade keine Zigarillos rauchten.

    Les brunes nannten die Franzosen die GAULOISES Caporal, diese ehrlichen starken Lungentorpedos, die, geschmacklich kurz vor der Zigarre, in den 1980er Jahren das waren, was man vor dem inneren Auge hatte, wenn man GAULOISES dachte – nicht les blondes, wie die Franzosen die Marlboro-Imitation nannten, die die GAULOISES-Herstellerfirma SEITA France in den Achtzigern lancierte, und die heute synonym für GAULOISES sind (inklusive ihren rot- und beigeschachteligen Derivaten, die seitdem auch die Raucher von „R6“, nicht dem gleichnamigen Auto übrigens, ködern).

    Die GAULOISES, die französischen Nationalzigaretten, gab es vor der „blonden Periode“ in Frankreich übrigens außerdem noch in einer roten, einer orangen, einer grünen und einer gelben Packung. Die geschmacklichen Unterschiede waren marginal – alle ließen sie den Raucher atemlos („à bout de souffle“) zurück.

    Die grünen und die roten GAULOISES schmeckten wie die blauen, die orangen gaben vor, einen amerikanischen Geschmack zu haben („Goût Maryland“), schmeckten aber ebenfalls wie alle anderen nur die gelben, die letzteren waren noch stärker als alle anderen zusammen und zudem (nur die Harten kommen in den Garten) in Maispapier eingerollt, was machte, dass sie obendrein noch alle anderthalb Züge ausgingen.

    Wem das immer noch zu laff war, der griff zu den GITANES im Maispapier, die rauchten auch die südfranzösischen Boulespieler, das heißt, sie rauchten sie nicht wirklich, denn sie waren so stark, dass sie schon nach dem jeweils ersten Zug ausgingen und dann stationär in einer Lippenseite geparkt wurden; das Zigarettenpapier ging dann eine feste Verbindung mit den Lippen ein, was es ermöglichte, gleichzeitig die Rauchware, die aus drei Zentimetern halbverglühtem Papier und drei Zentimetern nicht gerauchter Zigarette bestand, im Mundwinkel der Wahl zu führen und gleichzeitig kluge Bemerkungen zum jeweiligen Stand des Boulespieles zu machen. Wer das nicht kennt, der begreift nicht, wie Lucky Luke gleichzeitig rauchen und schießen konnte, begreift nicht, wie es an Ende von Jean-Luc Godards Film „À bout de souffle“ („Außer Atem“) möglich ist, dass der junge Belmondo, bereits erschossen auf dem Kopfsteinpflaster liegend, im Mundwinkel noch eine qualmende Zigarette führt.

    Die GAULOISES Caporal, das sind die Zigaretten auch der deutschen Jungbohème der 1950er bis 1970jahre, der Leute, die Django Reinhardt, Ella Fitzgerald und Miles Davis noch wie selbstverständlich auf Konzerten in jungfräulichen deutschen Jazzclubs erlebten um danach im Urlaub auf Sylt im Citroën DS sturztrunken ihre rietgedeckten Domizile zu suchen. Die GAULOISES Caporal sind die Zigaretten, die der Kabarettist Hanns Dieter Hüsch rauchte, bis er in den 1990ern das Rauchen aufgab, die GAULOISES Caporal, das waren die Zigaretten meiner Eltern, bevor sie sich, längst Nichtraucher, auf Sylt zur Ruhe setzten, wo es nach Hagebutten riecht, nach den Holzbohlen der Dünenwege und nach Heidekraut.

    Die GAULOISES Caporal gibt es auch heute noch und wenn man raucht, schmecken sie immer noch unvergleichlich gut am Strand – vornehmlich am französischen Atlantik oder in der Provence – in sengender Hitze. Sie beschwört noch heute alte Geister herauf – man inhaliert den schweren Rauch, hört sofort die Filmmusiken von Delerue, Solal oder Cosma. Man steht neben Bébél, de Funès oder Don Camillo und Peppone. Die GAULOISES Caporal sind im übertragenen Sinne das Kaliber Zigarette, das Bogart rauchte. Nur sie machen es verständlich, dass der Raucher die Augen zu Schlitzen verzieht, wenn er ihren Rauch einsaugt – denn täte er es nicht, würde ihm das beißende Grau, das er inhaliert, die Augäpfel versengen.

    Wer je GAULOISES Caporal rauchte, weiß: Bogart oder Gabin wären mit einer Marlboro Light im Mund und zwischen Daumen und Zeigefinger so unmöglich gewesen wie Popeye ohne Spinat. Jane Birkin lebt immer noch – Paris Hilton würde, eine Caporal inhalierend, sofort sterben. Belmondo wäre in Godards „À bout de souffle“ die Kippe aus dem Mund gefallen, hätte er eine heutige GAULOISE geraucht und der Qualmschleier, hinter dem sich Jean Seberg im gleichen Film stets verbarg, hätte mit einer blonde nicht im Entferntesten so sexy ausgesehen.

    Und am Ende  noch das: Ich habe immer noch Probleme, mich an den Gedanken zu gewöhnen, dass ich in diesen Tagen meine GAULOISES nach Frankreich mitnehmen müsste, weil Zigaretten in Deutschland heute (relativ gesehen – sic) billiger sind als in Frankreich und zumal nach den immensen Umsatzeinbußen im Zuge der europäischen Nichtrraucherschutzgesetze mit dem zweiten Quartal 2017 die Produktion in Frankreich komplett eingestellt wird und alle gallischen Glimmstengel in Deutschland und Polen produziert werden. Das war mal anders, wie mal vieles anders war. Vor allem war Rauchen damals eine Lebensart und nicht, wie auch das Leben an sich, tödlich. Heute leben wir rauchfrei und sterben immer noch.

    So schließ‘ ich die Augen, erinnere mich an den bräsigen Geruch der Caporal und das Knistern des verbrennenden Tabaks und höre noch einmal das Interview, das der Radiosender France Inter 1969 mit Jacques Brel, Georges Brassens und Léo Ferré führte. Wo der linke Macho-Liedermacher Léo Ferré erzählt, dass man Frauen immer wieder rausschmeißen müsse, weil sie den Mann an der Entfesselung seiner kreativen Energien hindern um dann schließlich zu singen: „Et je m’en fiche … que je m’en fiche. Moi, je continue ma vie d’artiste.“ Und Sie, freuen Sie sich schon jetzt auf die nächste lustige Achtzigerjahre-Tabakwerbung aus der TITANIC und neue Geschichten aus der Zeit, als das Rauchen noch nicht tödlich war.  Weiter mit Musik!

    Eine Anzeige aus der TITANIC Nr. 4/1981. Die GAULOISES Caporal waren kompromisslos stark. Es machte keinen wirklichen Unterschied, ob man sie mit oder ohne Filter rauchte. Wer sie zwischen den Lippen führte, fühlte sich wie ein Schwerstarbeiter im hochsommerlichen Straßenbau, und war definitiv derjenige, der den Teerlaster fuhr. Ich persönlich rauchte die GAULOISES Caporal mit 17. Allein schon für die Gesichter, wenn mich jemand fragte „Haste mal ’ne Kippe?“ und ich eine davon anbot. Meist wurde mein Angebot dann, und ich sah das jedes Mal voraus, abgelehnt und ich hatte als einziger in der Teestube des Jugendzentrums meine Kippen für mich selbst – was in Anbetracht des Taschengelds, das sie finanzierte, sehr fein war. Ich hatte die GAULOISES Caporal von meinen Eltern übernommen, die rauchten nur die – ohne Filter und wenn sie gerade keine Zigarillos rauchten.

    Les brunes nannten die Franzosen die GAULOISES Caporal, diese ehrlichen starken Lungentorpedos, die, geschmacklich kurz vor der Zigarre, in den 1980er Jahren das waren, was man vor dem inneren Auge hatte, wenn man GAULOISES dachte – nicht les blondes, wie die Franzosen die Marlboro-Imitation nannten, die die GAULOISES-Herstellerfirma SEITA France in den Achtzigern lancierte, und die heute synonym für GAULOISES sind (inklusive ihren rot- und beigeschachteligen Derivaten, die seitdem auch die Raucher von „R6“, nicht dem gleichnamigen Auto übrigens, ködern).

    Die GAULOISES, die französischen Nationalzigaretten, gab es vor der „blonden Periode“ in Frankreich übrigens außerdem noch in einer roten, einer orangen, einer grünen und einer gelben Packung. Die geschmacklichen Unterschiede waren marginal – alle ließen sie den Raucher atemlos („à bout de souffle“) zurück.

    Die grünen und die roten GAULOISES schmeckten wie die blauen, die orangen gaben vor, einen amerikanischen Geschmack zu haben („Goût Maryland“), schmeckten aber ebenfalls wie alle anderen nur die gelben, die letzteren waren noch stärker als alle anderen zusammen und zudem (nur die Harten kommen in den Garten) in Maispapier eingerollt, was machte, dass sie obendrein noch alle anderthalb Züge ausgingen.

    Wem das immer noch zu laff war, der griff zu den GITANES im Maispapier, die rauchten auch die südfranzösischen Boulespieler, das heißt, sie rauchten sie nicht wirklich, denn sie waren so stark, dass sie schon nach dem jeweils ersten Zug ausgingen und dann stationär in einer Lippenseite geparkt wurden; das Zigarettenpapier ging dann eine feste Verbindung mit den Lippen ein, was es ermöglichte, gleichzeitig die Rauchware, die aus drei Zentimetern halbverglühtem Papier und drei Zentimetern nicht gerauchter Zigarette bestand, im Mundwinkel der Wahl zu führen und gleichzeitig kluge Bemerkungen zum jeweiligen Stand des Boulespieles zu machen. Wer das nicht kennt, der begreift nicht, wie Lucky Luke gleichzeitig rauchen und schießen konnte, begreift nicht, wie es an Ende von Jean-Luc Godards Film „À bout de souffle“ („Außer Atem“) möglich ist, dass der junge Belmondo, bereits erschossen auf dem Kopfsteinpflaster liegend, im Mundwinkel noch eine qualmende Zigarette führt.

    Die GAULOISES Caporal, das sind die Zigaretten auch der deutschen Jungbohème der 1950er bis 1970jahre, der Leute, die Django Reinhardt, Ella Fitzgerald und Miles Davis noch wie selbstverständlich auf Konzerten in jungfräulichen deutschen Jazzclubs erlebten um danach im Urlaub auf Sylt im Citroën DS sturztrunken ihre rietgedeckten Domizile zu suchen. Die GAULOISES Caporal sind die Zigaretten, die der Kabarettist Hanns Dieter Hüsch rauchte, bis er in den 1990ern das Rauchen aufgab, die GAULOISES Caporal, das waren die Zigaretten meiner Eltern, bevor sie sich, längst Nichtraucher, auf Sylt zur Ruhe setzten, wo es nach Hagebutten riecht, nach den Holzbohlen der Dünenwege und nach Heidekraut.

    Die GAULOISES Caporal gibt es auch heute noch und wenn man raucht, schmecken sie immer noch unvergleichlich gut am Strand – vornehmlich am französischen Atlantik oder in der Provence – in sengender Hitze. Sie beschwört noch heute alte Geister herauf – man inhaliert den schweren Rauch, hört sofort die Filmmusiken von Delerue, Solal oder Cosma. Man steht neben Bébél, de Funès oder Don Camillo und Peppone. Die GAULOISES Caporal sind im übertragenen Sinne das Kaliber Zigarette, das Bogart rauchte. Nur sie machen es verständlich, dass der Raucher die Augen zu Schlitzen verzieht, wenn er ihren Rauch einsaugt – denn täte er es nicht, würde ihm das beißende Grau, das er inhaliert, die Augäpfel versengen.

    Wer je GAULOISES Caporal rauchte, weiß: Bogart oder Gabin wären mit einer Marlboro Light im Mund und zwischen Daumen und Zeigefinger so unmöglich gewesen wie Popeye ohne Spinat. Jane Birkin lebt immer noch – Paris Hilton würde, eine Caporal inhalierend, sofort sterben. Belmondo wäre in Godards „À bout de souffle“ die Kippe aus dem Mund gefallen, hätte er eine heutige GAULOISE geraucht und der Qualmschleier, hinter dem sich Jean Seberg im gleichen Film stets verbarg, hätte mit einer blonde nicht im Entferntesten so sexy ausgesehen.

    Und am Ende  noch das: Ich habe immer noch Probleme, mich an den Gedanken zu gewöhnen, dass ich in diesen Tagen meine GAULOISES nach Frankreich mitnehmen müsste, weil Zigaretten in Deutschland heute (relativ gesehen – sic) billiger sind als in Frankreich und zumal nach den immensen Umsatzeinbußen im Zuge der europäischen Nichtrraucherschutzgesetze mit dem zweiten Quartal 2017 die Produktion in Frankreich komplett eingestellt wird und alle gallischen Glimmstengel in Deutschland und Polen produziert werden. Das war mal anders, wie mal vieles anders war. Vor allem war Rauchen damals eine Lebensart und nicht, wie auch das Leben an sich, tödlich. Heute leben wir rauchfrei und sterben immer noch.

    So schließ‘ ich die Augen, erinnere mich an den bräsigen Geruch der Caporal und das Knistern des verbrennenden Tabaks und höre noch einmal das Interview, das der Radiosender France Inter 1969 mit Jacques Brel, Georges Brassens und Léo Ferré führte. Wo der linke Macho-Liedermacher Léo Ferré erzählt, dass man Frauen immer wieder rausschmeißen müsse, weil sie den Mann an der Entfesselung seiner kreativen Energien hindern um dann schließlich zu singen: „Et je m’en fiche … que je m’en fiche. Moi, je continue ma vie d’artiste.“ Und Sie, freuen Sie sich schon jetzt auf die nächste lustige Achtzigerjahre-Tabakwerbung aus der TITANIC und neue Geschichten aus der Zeit, als das Rauchen noch nicht tödlich war.  Weiter mit Musik!

    Eine Anzeige aus der TITANIC Nr. 4/1981. Die GAULOISES Caporal waren kompromisslos stark. Es machte keinen wirklichen Unterschied, ob man sie mit oder ohne Filter rauchte. Wer sie zwischen den Lippen führte, fühlte sich wie ein Schwerstarbeiter im hochsommerlichen Straßenbau, und war definitiv derjenige, der den Teerlaster fuhr. Ich persönlich rauchte die GAULOISES Caporal mit 17. Allein schon für die Gesichter, wenn mich jemand fragte „Haste mal ’ne Kippe?“ und ich eine davon anbot. Meist wurde mein Angebot dann, und ich sah das jedes Mal voraus, abgelehnt und ich hatte als einziger in der Teestube des Jugendzentrums meine Kippen für mich selbst – was in Anbetracht des Taschengelds, das sie finanzierte, sehr fein war. Ich hatte die GAULOISES Caporal von meinen Eltern übernommen, die rauchten nur die – ohne Filter und wenn sie gerade keine Zigarillos rauchten.

    Les brunes nannten die Franzosen die GAULOISES Caporal, diese ehrlichen starken Lungentorpedos, die, geschmacklich kurz vor der Zigarre, in den 1980er Jahren das waren, was man vor dem inneren Auge hatte, wenn man GAULOISES dachte – nicht les blondes, wie die Franzosen die Marlboro-Imitation nannten, die die GAULOISES-Herstellerfirma SEITA France in den Achtzigern lancierte, und die heute synonym für GAULOISES sind (inklusive ihren rot- und beigeschachteligen Derivaten, die seitdem auch die Raucher von „R6“, nicht dem gleichnamigen Auto übrigens, ködern).

    Die GAULOISES, die französischen Nationalzigaretten, gab es vor der „blonden Periode“ in Frankreich übrigens außerdem noch in einer roten, einer orangen, einer grünen und einer gelben Packung. Die geschmacklichen Unterschiede waren marginal – alle ließen sie den Raucher atemlos („à bout de souffle“) zurück.

    Die grünen und die roten GAULOISES schmeckten wie die blauen, die orangen gaben vor, einen amerikanischen Geschmack zu haben („Goût Maryland“), schmeckten aber ebenfalls wie alle anderen nur die gelben, die letzteren waren noch stärker als alle anderen zusammen und zudem (nur die Harten kommen in den Garten) in Maispapier eingerollt, was machte, dass sie obendrein noch alle anderthalb Züge ausgingen.

    Wem das immer noch zu laff war, der griff zu den GITANES im Maispapier, die rauchten auch die südfranzösischen Boulespieler, das heißt, sie rauchten sie nicht wirklich, denn sie waren so stark, dass sie schon nach dem jeweils ersten Zug ausgingen und dann stationär in einer Lippenseite geparkt wurden; das Zigarettenpapier ging dann eine feste Verbindung mit den Lippen ein, was es ermöglichte, gleichzeitig die Rauchware, die aus drei Zentimetern halbverglühtem Papier und drei Zentimetern nicht gerauchter Zigarette bestand, im Mundwinkel der Wahl zu führen und gleichzeitig kluge Bemerkungen zum jeweiligen Stand des Boulespieles zu machen. Wer das nicht kennt, der begreift nicht, wie Lucky Luke gleichzeitig rauchen und schießen konnte, begreift nicht, wie es an Ende von Jean-Luc Godards Film „À bout de souffle“ („Außer Atem“) möglich ist, dass der junge Belmondo, bereits erschossen auf dem Kopfsteinpflaster liegend, im Mundwinkel noch eine qualmende Zigarette führt.

    Die GAULOISES Caporal, das sind die Zigaretten auch der deutschen Jungbohème der 1950er bis 1970jahre, der Leute, die Django Reinhardt, Ella Fitzgerald und Miles Davis noch wie selbstverständlich auf Konzerten in jungfräulichen deutschen Jazzclubs erlebten um danach im Urlaub auf Sylt im Citroën DS sturztrunken ihre rietgedeckten Domizile zu suchen. Die GAULOISES Caporal sind die Zigaretten, die der Kabarettist Hanns Dieter Hüsch rauchte, bis er in den 1990ern das Rauchen aufgab, die GAULOISES Caporal, das waren die Zigaretten meiner Eltern, bevor sie sich, längst Nichtraucher, auf Sylt zur Ruhe setzten, wo es nach Hagebutten riecht, nach den Holzbohlen der Dünenwege und nach Heidekraut.

    Die GAULOISES Caporal gibt es auch heute noch und wenn man raucht, schmecken sie immer noch unvergleichlich gut am Strand – vornehmlich am französischen Atlantik oder in der Provence – in sengender Hitze. Sie beschwört noch heute alte Geister herauf – man inhaliert den schweren Rauch, hört sofort die Filmmusiken von Delerue, Solal oder Cosma. Man steht neben Bébél, de Funès oder Don Camillo und Peppone. Die GAULOISES Caporal sind im übertragenen Sinne das Kaliber Zigarette, das Bogart rauchte. Nur sie machen es verständlich, dass der Raucher die Augen zu Schlitzen verzieht, wenn er ihren Rauch einsaugt – denn täte er es nicht, würde ihm das beißende Grau, das er inhaliert, die Augäpfel versengen.

    Wer je GAULOISES Caporal rauchte, weiß: Bogart oder Gabin wären mit einer Marlboro Light im Mund und zwischen Daumen und Zeigefinger so unmöglich gewesen wie Popeye ohne Spinat. Jane Birkin lebt immer noch – Paris Hilton würde, eine Caporal inhalierend, sofort sterben. Belmondo wäre in Godards „À bout de souffle“ die Kippe aus dem Mund gefallen, hätte er eine heutige GAULOISE geraucht und der Qualmschleier, hinter dem sich Jean Seberg im gleichen Film stets verbarg, hätte mit einer blonde nicht im Entferntesten so sexy ausgesehen.

    Und am Ende  noch das: Ich habe immer noch Probleme, mich an den Gedanken zu gewöhnen, dass ich in diesen Tagen meine GAULOISES nach Frankreich mitnehmen müsste, weil Zigaretten in Deutschland heute (relativ gesehen – sic) billiger sind als in Frankreich und zumal nach den immensen Umsatzeinbußen im Zuge der europäischen Nichtrraucherschutzgesetze mit dem zweiten Quartal 2017 die Produktion in Frankreich komplett eingestellt wird und alle gallischen Glimmstengel in Deutschland und Polen produziert werden. Das war mal anders, wie mal vieles anders war. Vor allem war Rauchen damals eine Lebensart und nicht, wie auch das Leben an sich, tödlich. Heute leben wir rauchfrei und sterben immer noch.

    So schließ‘ ich die Augen, erinnere mich an den bräsigen Geruch der Caporal und das Knistern des verbrennenden Tabaks und höre noch einmal das Interview, das der Radiosender France Inter 1969 mit Jacques Brel, Georges Brassens und Léo Ferré führte. Wo der linke Macho-Liedermacher Léo Ferré erzählt, dass man Frauen immer wieder rausschmeißen müsse, weil sie den Mann an der Entfesselung seiner kreativen Energien hindern um dann schließlich zu singen: „Et je m’en fiche … que je m’en fiche. Moi, je continue ma vie d’artiste.“ Und Sie, freuen Sie sich schon jetzt auf die nächste lustige Achtzigerjahre-Tabakwerbung aus der TITANIC und neue Geschichten aus der Zeit, als das Rauchen noch nicht tödlich war.  Weiter mit Musik!

  • Javaanse Jongens – eine Anzeige aus der TITANIC 5/1982. Diese Tabakpackung wurde noch aus in Plastik eingeschweißtem Papier hergestellt, statt „Frischeverschluss“ an der Lasche versehen mit einem Stückchen transparentem Klebeband. Man drehte drei Zigaretten, dann war alles ausgeleiert und nirgendwo mehr dicht, und gerade der dünner alle anderen shags geschnittene blondkräuslige Javaanse trocknete dann superschnell aus und sein Aggregatzustand wechselte ins pulvrige, wenn man in der Folge weiter versuchte, aus ihm Zigaretten zu drehen – was den geneigten Kriegsdienstverweigerer, Latzhosenträger und Landkommunenhippie dazu brachte, zur Tabakfeuchthaltung Kartoffeln, Möhren und anderes billiges Gemüse scheibchenweise in die Packlung zu verbringen. Herrliche Zeiten.

    Kein anderer Tabak roch je so gut wie der Inhalt meines ersten Päckchens Javaanse, das ich 1980 an einem sonnigen Frühsommerabend auf dem Weg zur potentiellen Liebsten im niedersächsischen Kaff Oelber am weißen Wege am hölzernen Bahnhof eines niedersächsischen Kaffs namens Baddeckenstedt öffnete. Als ich mir dort eine Zigarette drehte kam ich mir vor wie eine Mischung aus Gary Cooper und Lucky Luke, der damals auch noch rauchte.

    1982 war der in der Anzeige abgebildete VW-Bus übrigens noch kein Oldie, der bei MTV plöde gepimpt wird, sondern ein billig zu bekommender alter Kleinlaster, mit dem man tatsächlich umzog oder mit der ganzen bekifften Sippe nach Indien fuhr – zwecks Einholung von Gelbsucht, Verdauungsstörungen und Bewußtseinserweiterung. 1982 waren in einer Packung Tabak 50 Gramm Feinschnitt (statt heute 33 Gramm) und der Spaß kostete, um mal gerade ein paar Jungsüchtige neidisch zu machen, umgerechnet 1,45 Euro. Ohne Blättchen jetzt.

    Lustig, dass der milde Javaanse heute Classic heißt, damals war der etwas stärkere halfzware klassisch und konkurrierte mit der ebenfalls blauen DRUM-Tüte von Douwe Egberts. Der milde galt damals außer bei den Mädchen als ausgesprochener Mädchentabak: tatsächlich gab es kaum eine knospende dreizehnjährige (natürlich nirgendwo rasierte) Ökoschönheit, die nicht zwischen zwei Runden deoversagendem Petting in den Teestuben der Jugendzentren den milden Javaanse auf ihrem patschuliduftgeschwängerten indischen Viskosekleid verkrümelte.

    Der geneigte Kavalier mit Hang zur Individualität rauchte übrigens damals zwischen zwei Sets mit seiner Fusion-Jazz-Band gern den starken Javaanse, der widerum sehr mit dem Pendant von VAN NELLE konkurrierte und sogar noch billiger war als der Milde; das war eben früher auch anders: wer sich mehr Teer auf die Lungen zergelte, kam billiger weg. O tempora o mores. Hust.

    In diesem Sinne: freuen Sie sich schon jetzt auf die nächste lustige Achtzigerjahre-Tabakwerbung aus der TITANIC und neue Geschichten aus der Zeit, als das Rauchen noch nicht tödlich war. Weiter mit Musik!

  • Vom 19. November 20123342 Mal gelesenKategorien: Comic & Cartoon2 Kommentare on Rocky
    Vom 19. November 20122 Kommentare on Rocky
  • Bei der Lektüre dreier Jahrgänge der TITANIC (1981-1983) fand ich neben den Werken toter (und schmerzlich vermisster) Cartoonisten vor allem jede Menge Tabak- und Zigarettenreklame; Texte, mindestens so durchgeknallt wie die bekiffte afri-cola-Kampagne von Charles Wilp. Das funktionierte wahrscheinlich nur, weil wir damals alle die noch viel bekiffteren Texte im Ohr hatten, die Gert-Günther Hoffmann zu den „Paulchen Panther“-Trickfilmen rezitierte. Genauso muss man sich wahrscheinlich auch das VAN-NELLE-Gedicht vorstellen – gesprochen von der Synchronstimme von Captain Kirk und Sean Connery.

     

  • Vom 12. November 20121979 Mal gelesenKategorien: Fotos0 Kommentare on Instagram
    Vom 12. November 20120 Kommentare on Instagram


    Moin Moin.
     

  • Vom 29. Oktober 20122328 Mal gelesenKategorien: Fotos0 Kommentare on Loza
    Vom 29. Oktober 20120 Kommentare on Loza

  • Vom 29. Oktober 20122671 Mal gelesenKategorien: Fotos1 Kommentar on Serbischer Nachtisch

  • Vom 29. Oktober 20121842 Mal gelesenKategorien: Fotos0 Kommentare on Polish Martini
    Vom 29. Oktober 20120 Kommentare on Polish Martini

  • Vom 22. Oktober 20122288 Mal gelesenKategorien: Comic & Cartoon0 Kommentare on Code Ninja
    Vom 22. Oktober 20120 Kommentare on Code Ninja
  • Vom 14. Oktober 20122479 Mal gelesenKategorien: Fotos0 Kommentare on Instagram picture

  • Vom 13. Oktober 20121741 Mal gelesenKategorien: Fotos0 Kommentare on Instagram picture

  • Vom 11. Oktober 20121859 Mal gelesenKategorien: Fotos0 Kommentare on Instagram picture

  • Vom 9. Oktober 20122036 Mal gelesenKategorien: Fotos0 Kommentare on Instagram
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    Tequilawodkalicor43sourrhubarbebitters. Stirred not shaken.

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Mit dummen Menschen zu streiten ist wie gegen eine Taube Schach zu spielen: Egal wie gut Du spielst, die Taube wird alle Figuren umwerfen, auf das Brett kacken und herumstolzieren, als hätte sie gewonnen.Unbekannt

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Guten Tag. Mein Name ist Sven K, das Internet ist seit 1996 meine Eckkneipe. Herzlich willkommen.

Guten Tag. Mein Name ist Sven K. Das Internet ist seit 1996 mein Wohnzimmer. Herzlich willkommen.

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