Würde man alle Foren schließen, in denen die Stammuser ausnahmslos jeden postenden Gast, der einen Thread eröffnet, zum Horst erklären um dann alle Posts von Hü nach Hott zu verschieben ohne je zum Thema Stellung zu nehmen – es gäbe auf einen Schlag neunzig Prozent aller Foren nicht mehr. Mindestens.
- [ Tina Dico: „Open Wide“. ]
Gerade ein neues Schimpfwort erfunden: Screenshot-Signierer.
„The comprehension of sweet sound is our most indefinite conception. Music, when combined with a pleasurable idea, is poetry. Music without the idea is simply music. Without music or an intriguing idea, colour becomes pallor, man becomes carcase, home becomes catacomb, and the dead are but for a moment motionless.“ (Edgar Allan Poe, nach Diktat verstorben. Zitiert nach Alan Parsons Project: „Tales Of Mystery And Imagination“, 1976.)
« Kaï kaï kaï! » (Rantanplan)
Freude! Lucky Luke ist wieder da! Um zu verstehen, warum das ein kleines Wunder ist, muss ich einen Absatz lang ausholen.
Absatz.
Mit den knalligen Kostümfarben der Protagonisten haben die Verfilmer von Comics seit jeher Probleme, weil sie auf der Kinoleinwand schlicht albern wirken. Besonders schwer ist die Kombination von Blau, Rot und Gelb, der Grundfarben, die das Outfit sowohl von Superman als auch von Lucky Luke ausmachen. Beide Helden mussten so albern rumlaufen, weil die bunten Comicbeilagen der Zeitungen, in denen sie vor sechzig, siebzig Jahren beheimatet waren, Farben aus Kostengründen meist nur monochrom druckten. Das ging in den Zeitungen, das ging gar nicht im Kino. So wirkt Superman in allen Verfilmungen albern und auch vom Comicklassiker „Lucky Luke“ gab es bisher nur zwei „Thema verfehlt“-Realverfilmungen.
1991 schlüpfte Spaghettiwestern-Ikone Mario Girotti alias Terence Hill in die Rolle des Lonesome Riders – lieferte aber nur eine langatmige Parodie seiner „Nobody“-Filme. 2004 schuf Regisseur Philippe Haïm dem französischen Comedy-Duo Eric & Ramzy für ihre platten Gags eine als Gelddruckmaschine geplante Kinoplattform, die der deutsche Verleih vergeblich als „Lucky Luke gegen die Daltons“ auf den Markt warf – was zudem ein Mogeltitel war, denn tatsächlich kam Lucky Luke in dem dreisten Blödelstreifen nur sechs Minuten vor und die Rolle wurde zudem vom als Quotengermanen gewohnt fehlbesetzten Til Schweiger vertraut zuverlässig versemmelt. Nach so vielen Sockenschüssen schien Lucky Luke fürs Kino gestorben zu sein. Bis jetzt: Gott sei Dank bekommt der Comic-Klassiker von Morris und René Goscinny („Asterix und Obelix“) jetzt endlich eine würdige Kinohommage: Lucky Luke kommt im Herbst 2009 zum dritten Mal als Realverfilmung ins Kino.
Absatz Ende.
Regisseur James Huth () hat die neuste Adaption gerade abgedreht – in der Hauptrolle: der französische Shootingstar Jean Dujardin (, demnächst auch in Deutschland auf DVD), dem die Rolle des Comic-Cowboys auf den Leib geschneidert scheint. Kostüm und Maske haben ganze Arbeit geleistet. Das Comic-Kostüm bleibt, anders als bei Terence Hill, erhalten – wirkt aber trotz der Tatsache, dass es in den Grundfarben Blau, Gelb und Rot gehalten ist authentisch, da ordentlich angeschmuddelt (im Gegensatz zum Til-Schweiger-Kostüm, das so gelackt sauber war, als käme es direkt aus der Karnevalsabteilung eines Kölner Kaufhauses). Selbst Lucky Lukes Leningrad-Cowboys-Gedächtnis-Tolle steht Jean Dujardin erschreckend glaubwürdig zu Gesicht.
Inhaltlich, das lässt der erste Trailer erahnen, bekommen wir es neben einer authentischen Comicverfilmung auch mit einer genussvollen Genreparodie zu tun. So nuckelt der Titelheld zwar weiter an Strohhalm statt Selbstgedrehter (das Kettenrauchen hatten ihm Zeichner und Autor im Zuge einer französischen Nichtraucherkampagne schon 1983 abgewöhnt), aber die Welt, in der er sich bewegt ist eindeutig die schmutzige Welt der Spaghettiwestern in der Luke wie in den Comic-Anfängen 1946 seinen virtuosen Umgang mit dem Revolver („schießt schneller als sein Schatten“) schon mal mit dem ein oder anderen finalen Rettungsschuss krönen darf. Nach diversen Schulmassakern frage ich mich zwar, warum man wohl nicht quarzen, dafür aber ballern darf, aber, hey, es ist Popcornkino.
Freut Euch mit mir, hier ist der erste offizielle Trailer:
Was für ein Popöchen.
Ich finde es ja so erfrischend, wenn ich dieser Tage im Netz Sites finde, in denen sich nicht irgendwelche Nerds in Selbstreferenzen verlieren. Sites, die das Web nicht als Instrument reflektieren sondern es als das nutzen, wozu es als elektronische Verbindung zwischen ein paar Universitäten seinerzeit mal erfunden wurde: zum Transport von Inhalten.
Die Internetpräsenz des Schauspielers Jeff Bridges ist so eine Site.
Bridges nutzt das Web um etwas zu zeigen. Er kommentiert malend und zeichnend die Projekte, an denen er als Schauspieler beteiligt ist. Er stellt selbstfotografierte Fototagebücher online; das sind rohe Bildsammlungen, handschriftlich kommentiert, auf denen zum Beispiel er und die Hollywoodkollegen wie Robert Downey jr. bei der Arbeit an „Iron Man“ zu sehen sind. Jeff Bridges widmet sich seiner Website offensichtlich selbst und er tut das mir viel Verve und Humor. So entsteht auf dem Monitor das Selbstportrait eines Menschen, der seine Arbeit liebt und sie so präsentiert, dass man Lust bekommt, sie anzuschauen.
Dass wir uns mit fünfzehn nach der Schule trafen, um das neue Album von Pat Metheny zu hören.
…und weil es grad so schön passt:
„Reke-tuk-te-kung, ke-teke-ruke-tung-tung!” (Sokrates)
[ Die Frau ist auch live ein Schätzken HIER. Der Sound beim Song ist vernachlässigenswert, die Anmoderation ist zum Küssen. ]
„What?!…” (Emilíana Torrini Davíðsdóttir)PS: Fuck Germany’s Next Topmodel.
Der amerikanische Präsident Obama zeigt immer wieder eindrucksvoll, wie großartig es ist, wenn einer auf einen anderen zugeht. Mit ausgestreckten Armen. Auch in verfahrener Lage und auch und gerade dann, wenn man es grad nicht von einem erwartet, und bersonders auch wenn man nicht „dran“ ist. Gerade auch wegen dieses Charakterzuges ist Obama sehr beliebt. Großherzigkeit macht uns größer, ist aber aus der Mode wie das Wort. Es sei denn es geht um Präsidentenverehrung.
- [ Roger Hodgson: „Two Of Us“, Live in Montreal 2006. ]
PS: An ihm hat’s nicht gelegen, dass die Supertramp-Reunion nie zustande kam. Hodgson hat’s mehrfach angeboten, Rick Davies hat abgelehnt. Der wollte mit dem Rest der Jungs einfach nur sein Jazzdings weitermachen. Und außerdem kommt, wenn einer in der Band Charisma hat, immer auf. Hodgson macht weiter mit Musik.
Song: „Da, da, da“
Artist: Señor Coconut featuring
Dance/Performance: Romantica
Vocals: Stephan Remmler
Publisher: Pias Recor (rough trade), 2008.Bericht vom Videodreh bei pingmag
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Mit dummen Menschen zu streiten ist wie gegen eine Taube Schach zu spielen: Egal wie gut Du spielst, die Taube wird alle Figuren umwerfen, auf das Brett kacken und herumstolzieren, als hätte sie gewonnen.Unbekannt
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Guten Tag. Mein Name ist Sven K, das Internet ist seit 1996 meine Eckkneipe. Herzlich willkommen.
Guten Tag. Mein Name ist Sven K. Das Internet ist seit 1996 mein Wohnzimmer. Herzlich willkommen.
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