• Roxette​ … Ach ja. Tapfer, Marie Fredriksson​. Aber muss es wirklich sein? Wie sieht es aus im Leben von Menschen, die die Bühne als Totmannschaltung brauchen?

  • Nein, ihr habt sehr wohl GroKo gewählt. Gegen die sogenannte Alternative für Deutschland gibt es nämlich keine Alternative dazu, dass alle wirklichen Demokraten eine Koalition eingehen, um die Horrorvorstellung einer Regierungsbeteiligung des tumben Populismus zu verhindern. Lindner, die Sissy, hat sich nicht getraut, Verantwortung zu übernehmen und wer, sei es in SPD oder CDU, jetzt Mimimi macht spielt ein gefährliches Spiel: Eine Große Koalition ist immer ein Kompromiss aber momentan wirklich alternativlos. Eine echte Alternative wäre, wenn wir uns alle wieder mehr in die Politik einbrächten statt immer mehr Klein- und Kleinstparteien zu gründen um uns in eine Art Neo-Weimar zu verwählen, in dem es den Demokraten nicht mehr möglich ist, ein Bollwerk gegen die Idioten zu bilden. Politik ist keine Comedyveranstaltung und Protestwahl ist nicht witzig sondern gefährlich, denn sie gefährdet unsere Demokratie, indem sie jenseits der Diktaturen ohne Not der Dummheit und ihren menschenverachtenden, dilettantischen Protagonisten eine Bühne bereiten. In den USA, in Polen, in Ungarn, in Frankreich, Großbritannien, Holland und in Deutschland. Nein, ich wollte, wie viele, keine große Koalition. Aber sie ist momentan alternativlos und ich wünsche allen Beteiligten gutes Gelingen (und der SPD-Basis, besonders den Jusos, den Mut zum Sprung über den eigenen Schatten) auf dem Weg, die politische Kultur unseres Landes und der Welt wieder soweit in geordnete Bahnen zu lenken, dass wir alle wieder daran arbeiten können gemeinsam auf unserem Planeten zu leben anstatt gegeneinander. Mit 17.000 Atomwaffen am Start macht jedes wie auch immer geartete Gegeneinander nämlich nicht wirklich Sinn. Aber das ist ein anderes Thema. Weiter mit Musik. Ihr Dödel.

  • Nur in Deutschland gibt es diese Leute, die in verkehrslosen Straßen an roten Fußgängerampeln stehenbleiben und mir, der ich die Ampel ignoriere, weil es mir sinnfrei erscheint, drei Minuten eine leere Straße zu beobachten, hinterhernörgeln: „Bei Rot steht man!“

    Solche Leute bevölkern Prozesse, Ausschüsse und Abnahmeprotokolle. Sie schreiben Mails mit „wie bereits telefonisch besprochen“ oder „bitte zeitnah zu erledigen“. Was solche Leute verkörpern, ist nicht Bürgerlichkeit. Das ist administrierte Lebensangst.

    Nicht mit mir.

    Mein Fahrrad kommt frisch aus der Frühjahrsinspektion, geht ab wie Luzie, und ich ignoriere Rot. Julius Cäsar hat schließlich in Gallien auch nicht an jeder Ampel gehalten – und die Pariser halten es bis heute so.

    Deswegen hatten die Coco Chanel.

    Und wir haben Harald Glööckler.

  • Natürlich machte ihn Godard hier (1960) unsterblich:

    Natürlich war er hier (1984) schon älter aber noch jünger als heute…

    Und natürlich ist er hier (2008) älter…

    Und offensichtlich hat ein anderer Alter des französischen Kinos mehr Angst vorm Älterwerden als er…

    Unterm Strich bleibt: während Alain Delon immer noch den Frauenheld mimt, macht Bebel macht immer noch alle Stunts selber – auch den des Alterns… zum Beispiel in seinem aktuellen Fim „Ein Mann und sein Hund“, einem Remake des Klassikers „Umberto D.“ von Vittorio de Sica aus dem Jahr 1952…

    Jean-Paul Belmondo „Un homme et son chien“, F 2008.

  • Keine Idioten! Keine Kriegstreiber! Komm jetzt, lieber Gott – das wäre jetzt der perfekte Moment für eine kleine Demonstration Deiner Allmacht, von der man so viel spricht!

  • Bei Mek gefunden, dieser Fragebogen. Ui, den beantworte ich jetzt auch mal. Und Dir lieber Mek, danke für das Kompliment hier in Deinen Antworten versteckt. Meine Antworten seien dann auch zuerst mal Dir gewidmet – und dann dem Rest der elektrischen Leserschaft. Chin!

    1. Was ist dein liebster Drink?
      • Ich habe keinen „Immer-Drink“. Im großen und ganzen mag ich es durchaus gern hochprozentig aber nicht (immer) so, dass der Alkohol einen wie ein ganz linker Haken in den Clubsessel haut.
      • Ich mag es fruchtig, aber nicht die prollige Süße von Strandbar-Mai-Tais und Club-Schlüpferstürmern, die der Sohn Sex on the bitch ausspricht. So mag ich den Gimlet, gebe Gin und Lime Juice aber immer noch einen Dash frisch gepresster Limette bei. Ich ziehe den Gin Fizz dem Collins vor und Gin Tonic mit Tanqueray liebe ich mit Limette, mit Hendrick’s dagegen mit Gurke. Mit 12 Monkeys und Alexander von Eisenhart Rothe’s Ibiza-Gin trinke ich den Gin Tonic am liebsten ohne Tonic. Mit meiner Frau trinke ich gern Negronis, denn wir lieben auch Campari.
      • Ansonsten geht nichts über ein eiskaltes herbes Pils oder ein blondes Leffe, wenn ich richtig durstig bin. Oder eine große Flasche Wasser in einem Zug unter mediterraner Sonne. Ja, es ist wohl das: mein liebster Drink ist immer der, den ich durstig trinke.
    2. Wann hast du das erste mal Alkohol getrunken?
      • Irgendwann mit sechzehn, siebzehn. Ein halbes Glas Rotwein. War sofort hackedicht und fand es lustig, wie sich alles drehte. Es war so eine „meine Eltern sind übers Wochenende weg, kommt alle, wir feiern bei mir“-Party. Ich unterhielt mich, sitzend auf einer dieser freischwebenden Mahagoni-Eigenheimtreppen, die man damals so hatte, in lallender Bedeutungstrunkenheit mit einem Kumpel aus der Klasse über das pro und contra der Kriegsdienstverweigerung.
    3. Welchen Drink hast du am meisten bereut?
      • Eine halbe Flasche Raki bei und mit Hasan im Kölner Simrock’s 1997. Ich war danach drei Tage krank. Aber die Nacht war schön. Wir saßen an der Theke, er dahinter, ich davor, waren die letzten, denn setzt sich mit der Flasche zu mir. Bogartesk. Wir schauen durch die offene Tür auf die Straße raus, draußen knallte, hell erleuchtet von der weißen Straßenbeleuchtung, ein Gewitter samt nichtendenwollendem Platzregen auf den sommerheißen Asphalt und wir redeten im Atem dieser Trunkenheiten, in dem man sich die ganze Welt und das Universum gleich mit erklärt. Für diese Räusche gilt die Faustregel: wenn Du denkst „och die Flasche kann noch, ich fühl‘ mich so gut, DIESMAL bekomm ich bestimmt keinen Kater“, dann bekommst Du ganz sicher einen Kater. Wie gesagt: ich war drei Tage wirklich krank; am zweiten Tag konnte ich das Bett wieder verlassen und Raki trink ich seitdem nicht mehr. Außer vielleicht, wenn Hasan fragt. Aber der hat ja den Laden dichtgemacht und arbeitet als wieder als Schneider.
    4. Bar oder Kneipe?
      • Früher Kneipe, exzessiv – oft gehörte ich als trinkender Zeichner zum Inventar. Heute habe ich eine gut ausgestattete Hausbar. Ansonsten heutzutage auch beim Rausgehen: Bar. Gern so entspannt wie in Kneipen, was ich aber leider selten finde, denn es gibt in Deutschland keine Barkultur, die es erlaubt, sich so entspannt durch eine Cocktailkarte zu trinken, wie man hierzulande in Kneipen Bierfässer leersäuft. Und wenn es sie gibt, dann selten ohne Snobismus oder die komplette Unkultur von Menschen, um deren Intelligenz und soziale Kompetenz es umgekehrt proportional zum gut gefüllten Geldbeutel bestellt ist. Deswegen trinke ich gern zuhause. Mit meiner Frau und meinen Freunden. Mit Stil und mit Wonne. Ach ja: beim Rausgehen muss meine Bar rauchfrei sein, ich ertrage keinen Qualm mehr, seit ich nicht mehr rauche mit Wonne ein sehr militanter Nichtraucher. Aber rauchfrei ist auch wirklich ganz großartig, denn man muss beim Trinken gar nicht rauchen, das ist genauso ein Gerücht wie das mit der Zigarette nach dem Essen oder dem Sex – das ist eine sehr entspannende Erfahrung nach jahrelangem eigenem Gerauche.
    5. Champagner oder Schaumwein?
      • Ein Crémant aus dem Elsass ist immer ein Vergnügen. Und die Veuve Clicquot für Weihnachten, Geburtstag und Silvester.
    6. Mit wem würdest du gerne trinken?
      • Draußen? Mal wieder mit Edith und Pascual am Piratabus auf Formentera ein San Miguel. Sonst? Mit meiner Frau abends den Aperitif. Und viel öfter mit Freunden, die ich so gern beim Essen in der heimischen Bar-Küche betrunken mache.
    7. Bei wem würdest du gerne trinken?
      • Bei Nino im Kölner Schmuck-Kästchen vor 20 Jahren (beide verschwunden). Oder mit Freunden und meiner Frau bei mir.
    8. Wie sieht deine Home Bar aus?
      • Immer differenzierter. Irgendwann stellte ich fest, dass ich mehrere Sorten Gin, Rum und Wodka hatte und mehr Sirupsorten als ein gutsortierter Kindergarten. Irgendwann war eine Schublade des Tiefkühlschranks für Eiswürfel reserviert, irgendwann fing ich an, meine Gläser vorzukühlen.
    9. Beschreib deine Eiswürfel.
      • Sie kommen aus der Maschine in der Wand und sind aus für mich importiertem schottischen Felsquellwasser. Quatsch. Diese Riesen-Säcke der METRO-Hausmarke. Zylindrisch, Loch in der Mitte. Im Tiefkühlschrank, wie gesagt.
    10. Was ist deine Gin-&-Tonic-Empfehlung?
      • Je hochprozentiger desto Limette, je fruchtiger desto Zitrone. Immer sehr kalt und gern mit vielen Eiswürfeln und einem Extra-Dash der jeweiligen Zitrusfrucht im Ballonglas.
    11. Wie bekämpfst du deinen Hangover?
      • Ausschlafen. Und Aspirin. Faustregel: je besser Aspirin schmeckt, desto nötiger hast du es. Ich halte nichts vom Konterbier. Das hängt auch damit zusammen, dass ich eine natürliche Abneigung dagegen habe, wenn es hell ist, Sachen mit Alkohol zu trinken. Außer im Urlaub. Gin Tonic am Pool und Bierchen beim Wochenend-Ausflug in den Spreewald sind okay. Aber ich schweife ab.
  • „il y a une phrase qui me hante depuis tout petit: ’ne pleurez pas les morts pleurez les vivants‘. Ça ne va pas être facile…“Kên Higelin

    Higelin est parti – Morrison est en bonne compagnie.

    https://twitter.com/franceinfoplus/status/984464914998706176

    „La grande Brigitte m’a envoyé un mot au téléphone. Elle n’avait pas le courage de parler. La dernière fois qu’ils se sont vus, ils se caressaient le visage, le nez on aurait dit deux extra-terrestres. Je n’ai rien vu d’aussi beau“Arthur H.

    http://www.parismatch.com/Culture/Musique/Les-artistes-francais-disent-Au-revoir-en-musique-a-Jacques-Higelin-au-Cirque-d-hiver-1495661

    https://twitter.com/brunodelport/status/984423951509041152

    https://twitter.com/Val_Do/status/984422807051390976

    https://twitter.com/brunodelport/status/984393299959189504

    https://twitter.com/mattculN1/status/984381233743454208

  • Zweiter Mime: Morgen habe ich einen Funk … Kinderstunde … „Schneewittchen“ … Ich spiele einen Zwerg …
    Erster Mime: Welchen?
    Zweiter Mime: Den vierten …
    Erster Mime: Wie legst du ihn an?
    Zweiter Mime: Hintergründig.

    Helmut Qualtinger und Johann Sklenka in „Der Menschheit Würde ist in Eure Hand gegeben“ aus dem Programm „Hackl vor’m Kreuz“ (1959)