Selten Dämlich | Das Ein-Mann-Social-Network

Sven K. – The Artist Formerly Known2026-06-09T05:06:40+02:00

Liebste, wenn ich denn ein Problem habe ist es das folgende: die Menschen langweilen mich, die dummen wie die intelligenten. Und wenn ich eine Frau sehe möchte ich nur mit ihr schlafen, wenn ich mit Männern bin möchte ich mich nur immer besaufen und wenn ich alleine bin sowieso. Ich langweile mich ja auch mit mir, wenn auch, zugegeben, nicht so sehr wie mit Euch.Pierre Desproges

  • Vom 9. Januar 20192501 Mal gelesenKategorien: Künstlerausgang0 Kommentare on Cassiel
    Vom 9. Januar 20190 Kommentare on Cassiel

    Right time, right place ist so üblich wie ein erwähnenswerter Lottogewinn.

    Gern hätte ich noch eine Bar gekannt, in die man unter der Woche nach Mitternacht noch mit dem Taxi zum Feiern und saufen fahren kann. Aber ich war Schauspielstudent und hatte kein Geld um in Stockholm auszugehen: Nur ein großes Bier kostete in der schwedischen Hauptstadt schon in den 1980ern umgerechnet etwa acht Euro. Nicht machbar ohne Arbeitserlaubnis und mit monatlich 750 DM von den Eltern. 450 davon gingen für Miete, Bus und Bahn drauf, 300 blieben fürs Leben und im Supermarkt kostete der billigste Käse fünf Mark (West). Die Mitschüler gingen am Wochenende, sogar unter der Woche aus, ich blieb in der Schule, hasste sie dafür, sich ihrer Privilegien nicht mal bewusst zu sein und statt zu saufen und zu feiern probte und trainierte ich.

    Dann kam diese Nacht, in der ich ich im Rahmen der Wim-Wenders-Werkschau am Filminstitut für die Synchrondolmetscherin eingesprang. Sie hatte die Handke-Dialoge des „Himmel über Berlin“ während der Filmvorführung synchronübersetzt, und völlig fertig zur anschließenden Podiumsdiskussion erschöpft das Handtuch geworfen. Ich hatte mich dann freiwillig gemeldet, zwischen Filmstudenten und Hauptdarsteller zu dolmetschen. Es wurde ein lustiger Austausch zwischen ihm, den ich bewunderte, und mir, ein Dialog, den ich den mir uninspiriert erscheinenden Studenten zwischendurch übersetzte. Sie fragten nach Rolle und Film, nicht nach Mensch und Künstler. Aber Schwamm drüber. Der Künstler war zu dem Zeitpunkt eh eher Mensch und wollte nur noch einen saufen gehen. Mir fiel, wie gesagt, auch nach langem Nachdenken nichts ein. Also fuhr er ins Hotel und ich nahm die U-Bahn in meine Studentenbude.

    Ich war sehr frustriert, traurig und dem Schicksal superböse.

    Schnitt. Wir haben das kleine Besäufnis zehn Jahre später in Köln nachgeholt, nach einer Ringelnatzlesung im dortigen ArTheater. Was war ich stolz, dass er sich da wirklich an unsere Stockholmer Begegnung und die missglückte anschließende Sauftour erinnerte. Zu der Zeit hatte man ihm die harten Drinks schon verboten, also reichte er mir die Schnäpse weiter, die man ihm ausgab, während wir lachten und er ein paar Flaschen Rotwein leerte („Der Doc sagte ‚keinen Schnaps mehr‘, von Wein war ja keine Rede.“).

    Danach waren wir beide etwas schief ins Leben gebaut. Du stiegst betrunken im „Café Sehnsucht“ auf den Tisch und spieltest aus dem „Jedermann“ und diskutiertest lebhaft mit zufällig Anwesenden, ob eine Spülmaschine nun Wasserverschwendung sei oder nicht.

    Und dann nahmst Du wieder das Taxi ins Hotel und ich wankte nach Hause.

    Jetzt wohne ich sogar in seiner Stadt, aber nur seine Stimme ist noch zu hören im Berliner Tipi und sie gemahnt dort, vor der Vorstellung die Handys auszuschalten. Er selbst liegt auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof unter dem in den Boden gepflanzten Zeremonienstab.

    Irgendwann begieße ich das Grab mit einem Schnaps oder zweien. Geht ja jetzt wieder, der Schnaps.

    Right time, right place ist ein Arsch. Erinnerst Du Dich? Peymann sagte, du hättest so tot endlich friedlich ausgesehen. Ich sag: Schade, dass wir nicht noch einmal um die Häuser sind. Jetzt hätte ich die Kohle und ich wüßte auch wohin.

    So oder so: wann immer ich im Berliner Tipi das Handy auf „stumm“ schalte, dann, weil du mich grad dran erinnert hast. Dafür, aber besonders für alles andere: Danke, Mann mit den Schnittblumen!

  • Vom 4. Januar 20192822 Mal gelesenKategorien: Comic & CartoonSchlagwörter: 0 Kommentare on Mit Männern reden
    Vom 4. Januar 20190 Kommentare on Mit Männern redenSchlagwörter:

    Mehr davon: https://ivy.de

  • Vom 4. Dezember 20181802 Mal gelesenKategorien: Da draußen0 Kommentare on
    Vom 4. Dezember 20180 Kommentare on

    „Glück ist, wenn man mit Menschen, mit denen man absolut nichts zu tun haben will, auch tatsächlich nichts zu tun hat.“ Christoph Simon

  • Vom 23. November 20181925 Mal gelesenKategorien: GrundrauschenSchlagwörter: 0 Kommentare on
    Vom 23. November 20180 Kommentare on Schlagwörter:

    https://twitter.com/svenk/status/1066030526878887936

  • Vom 26. Oktober 20182292 Mal gelesenKategorien: Comic & CartoonSchlagwörter: 0 Kommentare on Me, moi, ich
    Vom 26. Oktober 20180 Kommentare on Me, moi, ichSchlagwörter:
  • Vom 20. Juli 20182013 Mal gelesenKategorien: Da draußen0 Kommentare on
    Vom 20. Juli 20180 Kommentare on

    Eine Fotoserie auf Facebook: Wasser, Zigtausende Menschen, dicht gedrängt, alles etwas unscharf. Ein „libyscher Hafen“, sagt die auf Italienisch verfasste Bildbeschriftung. Und: „Diese Fotos lässt man dich nicht sehen, denn all diese Menschen dort warten darauf, nach Italien überzusetzen.“

    Tausende Italiener haben diese Fotos also endlich sehen dürfen. Viele haben sie weitergeschickt. An Freunde, die auch die Wahrheit sehen sollen. Die ja von den großen staatstreuen Medien unterdrückt wird. Wie man sieht.

    Allein: Das Foto ist eine plumpe Fälschung. Es zeigt keinen libyschen Hafen, sondern die Lagune von Venedig. Und die Menschen standen dort vor Jahrzehnten, am 15. Juli 1989. Der Grund: Sie wollten ein Konzert von Pink Floyd erleben.Spiegel Online

  • Vom 30. April 20182064 Mal gelesenKategorien: Künstlerausgang0 Kommentare on Chaval — Wikipédia

    Chaval finit par se suicider chez lui le 22 janvier 1968 à Paris, au gaz après avoir calfeutré la porte et affiché cet avis « Attention, Danger d’Explosion ».Wikipeedia

  • Draußen in der Nacht schauten wir auf die Synagoge auf der anderen Seite der Straße, rauchten, und der Programmleiter begann zu schimpfen, wie sehr es ihn enttäuschen würde, dass im Moment kein deutscher Autor oder Intellektueller gegen den Rechtsruck in der Gesellschaft anschrieb, argumentierte, Stellung bezog. Sich mit dieser neuen Realität grundlegend beschäftigte. Schlicht: Haltung zeigte. Wo war Juli Zeh? Ilija Trojanow? Eva Menasse? Navid Kermani? Wo waren all jene, die für die SPD noch jüngst Wahlkampf gemacht und sich dabei, mal wieder, auf die doch noch so eindeutig politisch links verortete Künstlergeneration eines Günter Grass berufen hatten? Das fragte er sich und wohl auch mich und danach schaute er mich an, als wüsste ich eine Antwort. Aber auch ich zuckte nur mit den Schultern. Jana Hensel

  • I am nocturnal by habit and reclusive by choice. I have never possessed the slightest ambition to ‘better myself’ or ‘get on in life’, alarm calls , routine, hive-speak and small-talk are anathema to me , I abhor telephones , hypocrisy , and (most) authority figures , so I am therefore constitutionally and temperamentally unable to hold down a ‘proper job’. Consequently, on the few occasions when circumstances have compelled me to take an office based job, I have been fired within a few months, if not weeks, or even days, of my arrival. (mehr …)

  • Vom 19. April 20181791 Mal gelesenKategorien: Da draußen0 Kommentare on
    Vom 19. April 20180 Kommentare on

    La vie est dure, il manquerait plus qu’elle soit molle. Jacques Higelin

  • Vom 15. April 20181902 Mal gelesenKategorien: Da draußen0 Kommentare on
    Vom 15. April 20180 Kommentare on

    Cosplay, dieses visuelle Karaoke. Verspeckte Trullas in lächerlichen, schlecht sitzenden Kostümen, die noch die aus Ignoranz geborene Perversion der Travestie beleidigen. Und dann diese Kultur-Schnupperkurse. Kalligrafie-Workshop. Japanisches Kinderschminken. Was für ein unglaublicher Scheiß, der meiner Frau das Kirschblütenfest in den Gärten der Welt in Berlin versaut hat.

  • Vom 15. April 20181977 Mal gelesenKategorien: Musik0 Kommentare on Jacques Higelin: Paradis Païen (1998)

    23 septembre 1998 Jacques HIGELIN interprète „Paradis paiën“ en s’accompagnant au piano dans „Le cercle de minuit“ Institut National de l’Audiovisuel, http://www.ina.fr

  • Vom 12. April 20181871 Mal gelesenKategorien: Künstlerausgang0 Kommentare on Rien ne m’empêchera de chanter

    „il y a une phrase qui me hante depuis tout petit: ’ne pleurez pas les morts pleurez les vivants‘. Ça ne va pas être facile…“Kên Higelin

    Higelin est parti – Morrison est en bonne compagnie.

    https://twitter.com/franceinfoplus/status/984464914998706176

    „La grande Brigitte m’a envoyé un mot au téléphone. Elle n’avait pas le courage de parler. La dernière fois qu’ils se sont vus, ils se caressaient le visage, le nez on aurait dit deux extra-terrestres. Je n’ai rien vu d’aussi beau“Arthur H.

    http://www.parismatch.com/Culture/Musique/Les-artistes-francais-disent-Au-revoir-en-musique-a-Jacques-Higelin-au-Cirque-d-hiver-1495661

    https://twitter.com/brunodelport/status/984423951509041152

    https://twitter.com/Val_Do/status/984422807051390976

    https://twitter.com/brunodelport/status/984393299959189504

    https://twitter.com/mattculN1/status/984381233743454208

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Mit dummen Menschen zu streiten ist wie gegen eine Taube Schach zu spielen: Egal wie gut Du spielst, die Taube wird alle Figuren umwerfen, auf das Brett kacken und herumstolzieren, als hätte sie gewonnen.Unbekannt

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Guten Tag. Mein Name ist Sven K, das Internet ist seit 1996 meine Eckkneipe. Herzlich willkommen.

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