https://www.facebook.com/museedorsay/photos/a.206771492666543.57151.170924542917905/1049697648373919/?type=1&fref=nf&pnref=story
Adrien Tournachon fotografiert Charles Debureau. Lauter Pioniere. 160 Jahre her.
Vor 160 Jahren hat jemand diesem Mann die Kostümhosen gebügelt, die er frisch vom Brett angezogen hat um lange stillzustehen für dieses Foto, denn das mußte man damals, weil die Belichtungszeiten lang waren.
Hach.
80 Jahre nach dem Foto hat Jean-Louis Barrault Debureau in Die Kinder des Olymp gespielt, ein Film, der noch mal 50 Jahre später einen Pantomimeboom auslöste, der Teil einer entstehenden Variete- und Kleinkunstszene war, die ein Teil der Basis der heutigen Comedylandschaft ausmacht.
Ich will jetzt nicht sagen, dass es in der heutigen Szene Phänomene wie Cindy aus Marzahn gibt, weil Charles Debureau vor 160 Jahren stillgestanden hat. Nicht doch. Dafür lebe ich den Respekt für die Tradition und damit Debureau und alles, wofür er steht, viel zu sehr.
Groucho Marx mit 85. Foto von Richard Avedon.
Natürlich machte ihn Godard hier (1960) unsterblich:
Natürlich war er hier (1984) schon älter aber noch jünger als heute…
Und natürlich ist er hier (2008) älter…
Und offensichtlich hat ein anderer Alter des französischen Kinos mehr Angst vorm Älterwerden als er…
Unterm Strich bleibt: während Alain Delon immer noch den Frauenheld mimt, macht Bebel macht immer noch alle Stunts selber – auch den des Alterns… zum Beispiel in seinem aktuellen Fim „Ein Mann und sein Hund“, einem Remake des Klassikers „Umberto D.“ von Vittorio de Sica aus dem Jahr 1952…
Jean-Paul Belmondo „Un homme et son chien“, F 2008.
Was machen wir nur immer mit der Sehnsucht, wenn wir uns endlich jeden Tag sehen? Sagen wir auch diesmal, und diesmal für immer: diesmal wird alles ganz anders. Anders gesagt: je t’aime.
Wo wir dabei sind…
Und, nur so, um diesen Eintrag dramatisch zu beenden:
„Glück ist, wenn man mit Menschen, mit denen man absolut nichts zu tun haben will, auch tatsächlich nichts zu tun hat.“ Christoph Simon
Ja, das Meer ist blau, so blau und das geht alles seinen Gang / Und wenn die Chose aus ist fängt’s nicht von vorne an. (Weill/Hauptmann/Brecht; Happy End, 1929)
Stefan Niggemeier nimmt Abschied von Bambam, seinem Hund. Er tut das so berührend, dass ich an die Engel in Wim Wenders’ Himmel über Berlin denke, wenn sie zu den Sterbenden eilen, um ihnen Trost zu spenden, indem sie sie an die prägenden Momente ihres Lebens erinnern.
Sein Hundefutter will er nicht mehr, aber Würstchen liebt er immer noch. Fuck it, habe ich mir gedacht, es gibt wirklich keinen Grund mehr dafür, darauf zu achten, dass er sich gesund ernährt: Wenn ihn Würstchen noch glücklich machen, kriegt er halt Würstchen ohne Ende.
Ihr kennt die Spielchen, die sie erfunden haben… wie man die ganz oben überholt – auf dass jeder auf der Strecke bleibt, der die Spielchen nicht mitspielt… und ihr seid es, die für ihre Verwüstungen und Exzesse bezahlen. Die, die die Trümmer hinterlassen räumen sie ja nie selber auf. Und doch: wir, die Prügelknaben und Arschlöcher, kurz: alle, die nie nein sagen können – wir sind nicht drauf aus, Gewinner zu sein, aber wir lassen uns auch nicht zu Verlierern abstempeln. Die Liga der Sandmännchen schläfert uns ein, aber wir bleiben mit einem Auge wach. Ja, Scheiße, die Angst, Scheiße, diese Leere und: Scheiße, der Siegeszug der Gier… Bloß sich nicht rühren, scharfe Hunde wachen überall… Bloß keine Mine verziehen, nicht mal dran denken – sonst schlagen sie dir die Tür vor der Nase zu.
Wir haben nichts zu gewinnen – aber auch nichts zu verlieren.
Denn da ist längst nichts mehr.
Da kommst du von weit her, bringst dein Fleisch und dein Blut, und sie versprachen dir das Paradies – aber sie haben gelogen, kein Wort war wahr. Ach, mein Freund, mein Bruder… All deine Kraft geht drauf für ihren Krieg, du siehst die Liebe, die unter ihren Händen auf der Strecke bleibt: „Na, brauchst du Papiere? Na, hast Du mein Schlösschen schon gesehen?“ Das alles wirst du nie haben, das Paradies ist nichts für Loser. Sie brauchen Kanonenfutter, sie brauchen Futter für Spekulanten, und eine Haut zum Anbeißen für die ihre Propaganda. Ja, da ist schon einiges drin… Aber ihr wisst, genau wie ich: das Spiel ist aus, obwohl fast alles rund lief, wenn auch nicht auf die feine Art. Es ist alles beim Teufel, es ist alles am Arsch… Wie ärgerlich, am Ende so in der Schlange der Loser zu landen. Aber indem wir uns keine Illusionen machen sind wir gerüstet für den Kampf – und was unsere Seelen angeht besteht keine Gefahr: Gott ist sicher nicht im Spiel. Verehrte Entscheider aller Couleur, fühlen sie sich von Herzen versichert: wir werden ihren Fortschritt nicht aufhalten. Schaut uns in die Augen, schaut tief in uns rein… Es brennt uns unter den Nägeln, noch unterm Rad… Was uns bleibt, ist die Weigerung, weder zu den Ersten noch den Letzten zu gehören, noch siegreich aus irgendeinem Kampf hervorzugehen.
Wir werden nie Gewinner sein.
Wir werden nie Verlierer sein.
[Noir Désir: „Gagnants / Perdants (Bonne nuit les petits)“, 2008.] [Sekundärliteratur: Noir Désir: Le vent nous portera]]Let us offer prayers for all souls leaving as well as those staying. (LeVar Burton)
Michael Jackson ist tot. Die Welt hat eine Ikone im Bereich der Bier- und Whiskyverkostung und den Autor verschiedener Standardwerke zum Thema verloren. 1994 erhielt er die Glenfiddich Trophy. Jackson hatte im englischen Sprachraum großen Einfluss auf die Kategorisierung von Biersorten, vor allem sein 1977 erschienenes Buch „The World Guide to Beer“ setzte hier neue Standards. Sein Spitzname war beerhunter. Michael Jackson lebt weiter in seinen Werken wie „Complete Guide to Single Malt Scotch“ oder „The World Guide to Beer“. Michael Jackson starb am 30. August 2007. Heben wir unser Glas auf ihn.
Das coolste Foto der Nacht.
[ Marcel Wagner: Elvis Overtone (Walking Act) ]Hach. Für dieses Auto würde ich meinen vor 25 Jahren eingemotteten Führerschein reaktivieren. Wenn man mir einen Mechaniker und ein Ersatzteillager dazuschenkt.
„Selbstverständlich können wir es uns nicht leisten, aber wenn ich darauf warten will, dass ich mir etwas leisten kann, werde ich nie etwas bekommen.“ Edgar Wallace
Bar jeder Vernunft, Berlin. Irgendwo da vorne wird gleich einer ein Programm spielen.
Irgendwo rechts sitzt der große Säufer und Schauspieler Otto Sander, den in Berlin schon lange keiner mehr fotografiert, der einen Krebs überleben mußte und der jetzt langsamer und gebeugt geht und der mit seiner Frau da ist und nicht raucht und der Häppchen isst und Rotwein trinkt und der guckt wie ein angeschossenes Reh. Waidwund, aber in seinem Revier. Als sein Blick meinen trifft, hat er dieses erschreckte „muss ich den kennen“ in den müden Augen. Nee, lass, mußt Du nicht. Zu kurz, Otto, zu lange her. Ich nehme meinen Blick zurück.
1980, fünf Jahre vor dem „Himmel über Berlin“, drehten er und Bruno Ganz eine Dokumentation die über die von ihnen bewunderten Schauspielkollegen Curt Bois und Bernhard Minetti. Damit man sie nicht vergisst, die beiden Alten. Es wurde ein Film über Katz und Maus. Anrührend und brutal.
Wer, bitte, dreht jetzt ganz schnell einen Film über Otto Sander. So wie in dem anderen Curt Bois der Star war, obwohl Minetti zu dem Zeitpunkt berühmt war. Und beides sind Namen zu denen heute schon lange niemand die Geschichten mehr kennt. Und das trotz „Gedächtnis“. Schnick, Schnack, Schnuck.
Bar jeder Vernunft, Berlin. Irgendwo da vorne wird gleich einer ein Programm spielen.
Error: No connected account.
Please go to the Instagram Feed settings page to connect an account.
Mit dummen Menschen zu streiten ist wie gegen eine Taube Schach zu spielen: Egal wie gut Du spielst, die Taube wird alle Figuren umwerfen, auf das Brett kacken und herumstolzieren, als hätte sie gewonnen.Unbekannt
[rev_slider alias=“rauchen“ /]
Guten Tag. Mein Name ist Sven K, das Internet ist seit 1996 meine Eckkneipe. Herzlich willkommen.
Guten Tag. Mein Name ist Sven K. Das Internet ist seit 1996 mein Wohnzimmer. Herzlich willkommen.
Geknipst
Error: No connected account.
Please go to the Instagram Feed settings page to connect an account.