• SAMSON – eine Anzeige aus der TITANIC 6/82. Wer rauchte in den 1980ern eigentlich SAMSON? Die Harten rauchten VAN NELLE, die Masse saugte an DRUM-Gedrehten, die Mädchen schworen auf The Artist Formerly Known As JAVAANSE MILD (heute „JAVAANSE CLASSIC“) – aber SAMSON? Der halbschwarze Tabak mit dem Löwen im Wappen hatte es schwer unter den umwelt- und preisbewussten Kettenrauchern der 1980erjahre. Dabei hatte er diese wunderschöne Werbekampagne.

    SAMSON suchte seine Kunden in der Zeit der ersten Bioläden, und die hatten es faustdick hinter der Theke: was ökologisch angebaut war wurde dort von Menschen, die wie (gewaschene) Mitglieder der Kelly-Family aussahen, auf Neusprech verkauft: „Ey, danke du, nee, wirklich Du… Die Socken hab ich aus ökologischen Schafen selbst gestrickt, ne.“ Kein Scheiß. Wir sprachen echt so. In den ersten Ökoläden wurden die Produkte zudem zu Preisen verkauft, die die Betreiber von Reformhäusern erblassen ließen – nur mehr schwer vorstellbar in Zeiten von Ökodiscounts und Joschka Fischer in Nadelstreifen, aber damals hüteten sich die Ketten von KAISER’S bis LIDL, auf ihre Produkte „ÖKO“ zu schreiben, das galt als überteuert, übertrieben, wurde mit den Langhaarigen aus den Anti-Atomkraft-Kommunen zusammengebracht – kurz: das Siegel „ÖKO“ galt als massiv geschäftsschädigend. Heute wirbt selbst bei Discounter NETTO (The Artist Formerly Known As PLUS) die Fernsehprominenz für ökologisch korrekte Discountlebensmittel. Damals warb nur Rudi Carrell für EDEKA (was niemand supergeil fand), und die verkauften Fleischsalat, in dem waren wahrscheinlich („Lass Dich überraschen … “) mehr Konservierungsstoffe als Mayonnaise und Fleischstreifen zusammen.

    Die Inhaberin unseres Bioladens war sich, was SAMSON anging, wie viele andere, sicher und untermauerte so ein weit verbreitetes Gerücht: SAMSON sei giftig, denn er habe einen überhohen Blausäureanteil, das käme daher, dass sie Hersteller nicht nur den Tabak sondern zum Behufe der Gewinnmaximierung auch die Blattstiele und ganze Äste ihrer Tabaksträucher – traditionell die Stelle im Rauschkraut, wo sich Blausäure konzentriere – in die Pakete schredderten. Nun waren wir zu der Zeit vielleicht alle etwas verstrahlt, aber dass Rauchen nicht besonders gesund war, das wussten wir auch ohne Warnhinweise – deswegen ließ uns das mit der Blausäure ziemlich kalt – tödlich oder doppelt tödlich kommt letztlich auf’s selbe hinaus. Vielen reichte aber schon das mit den Ästen, denn es gehört wirklich zum nervigsten, was man als Drehtabakkonsument kennt: holzige Teile im Drehgut – sie bohren sich beim Drehen durch das Papier und man kann von vorn anfangen oder man bemerkt sie erst beim Rauchen, wenn sie, knalltrocken wie sie sind, die Zigarette in einem Zug an der Seite von vorne bis hinten abfackeln wie die Zündschnur im Vorspann von „Mission Impossible“. Nicht schön. Und im ansonsten sehr schmackhaften SAMSON war tatsächlich immer auffällig viel Unterholz, man mochte ihn nicht so wirklich – dabei hatte er diese wunderschöne Werbekampagne!

    SAMSON machte wahrscheinlich immer schon den meisten Umsatz im Ausland: im Urlaub rauchten alle den Tabak mit dem launigen Löwen, denn SAMSON war – warum, darüber rätsele ich bis heute – der einzige angebotene Drehtabak in allen Ausländern von Frankreich über Italien bis Griechenland – kurz in jedem Ferienland, in das uns Interrail führte. Interrail war übrigens eine Fahrkarte, mit der man als Jungmensch 26 Länder zum Preis von 440 Mark für einen Monat zweitklassig im Zug bereisen konnte. Wenn man im bereisten Ferienland also überhaupt Drehtabak für seine Joints bekam, dann bekam man SAMSON – und erntete Kopfschütteln, warum man überhaupt drehte, machte man sich doch in Europa nicht die Arbeit zu drehen, denn überall waren Zigaretten noch billiger als Drehtabak in Deutschland: zwei Franc, achtzig Centimes zahlte ich 1982 in Frankreich für eine Packung CAMEL, das entsprach etwa 45 Euro-Cent. Die inländischen Zigaretten – GAULOISES und GITANES – waren, da staatlich subventioniert (!), sogar noch billiger. Zum Vergleich: zwei Mark 70 zahlte ich zur selben Zeit in Deutschland für ein Päckchen Tabak – etwa 1,30 Euro.

    SAMSON investierte einen guten Teil des Verkausfserlöses wahrscheinlich in seine wunderschöne Werbekampagne, ja, jetzt soll endlich davon die Rede sein. Ähnlich wie LUCKY STRIKE hatte man im Tabakhaus Niemeyer ein sehr wiedererkennbares Thema für die wiederkehrenden Anzeigen- und Plakatmotive gefunden: SAMSON warb mit Zeichnungen von vermenschlichten Löwen, die in Kneipen saßen – die Anzeigen inszenierten die linksalternative Szene als kuschelige Fabeltiere. Das war der große künstlerische Wurf des Wuppertaler Illustrators Wolf Erlbruch, der eigentlich Kinderbücher zeichnen wollte, aber bei mehreren Verlagen damit abgeblitzt war und im Werbekampf um handarbeitende Nikotinadepten die Windeln fürs erste Kind verdiente. Mit Erfolg. Die SAMSON-Kampagne verhalf dem Absolventen der renommierten Essener Folkwang-Schule, wo auch Suhrkamp-Designer Willy Fleckhaus lehrte, zum Durchbruch: der Wuppertaler Verleger Hermann Schulz betraute ihn mit der Illustration des Kinderbuchs „Der Adler, der nicht fliegen wollte“ und sein eigener Erstling „Das Buch vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat“ wurde in 25 Sprachen übersetzt, verkaufte innerhalb kürzester Zeit über 1 Million Exemplare und geht bis heute jährlich in 50 bis 80 Tausend Exemplaren über den Ladentisch während Erlbruch selbst heute im Fachbereich Architektur-Design-Kunst an der Bergischen Universität Wuppertal lehrt. Ob er sich dann und wann eine SAMSON dreht? Wenn allerdings überhaupt heute jemand ohne zu googeln seinen Namen kennt, dann verbindet man ihn immer noch nicht mit wunderschönen Kinderbüchern mit sperrigen Titeln, sondern mit rauchenden Löwen aus den Achtzigern. Der Fluch des Ruhms, das wissen auch Winnetou, der Melitta-Mann und Horst Schimanski.

    Das Motiv über diesem Artikel verdeutlicht, wie sehr Erlbruchs Illustrationen für SAMSON den Zeitgeist spiegelten: 1982 war der Zirkus RONCALLI, wenn man so will, das angesagteste Alternativtheater der Republik. Der vom österreichischen Grafiker Bernhard Paul (wie heißt der eigentlich mit Nachnamen?) und dem damals als schrullig-hedonistischem Chanson-Exzentriker bekannten Dialektsprecher namens André Heller ((der mit Carrells Anke turtelte, wenn Rudi grad bei EDEKA abhing)) gegründete Nostalgie-Zirkus war der Theaterliebling auch der alternativen Linken, die neben Pink Floyd und Led Zeppelin eben auch Schmusepoesie in Form von Leonard Cohen oder Herman van Veen vergötterte. Die verträumten stummen Geschichten des Schweizer Clowns Pic, dem Counselor Troi der romantischen Bühnenkunst, der zu herzzerreißender Musik in der Manege von RONCALLI mit Seifenblasen flirtete, trat in Westdeutschland einen wahren Pantomimenboom los, und dass der Zirkus RONCALLI immer wieder mit dem Gerücht zu tun hatte, mit Scientology verbandelt zu sein („Ey Mann, wenn man den Namen umdreht heißt es ‚I CALL RON’!“) gehört wohl in dieselbe Abteilung Kneipengespräche, die sich mit der Frage der Blausäurekonzentration in SAMSON-Tabak auseinandersetzten.

    Auf dem obigen Plakat hat Wolf Erlbruch mit seinen Löwen jedenfalls RONCALLI inszeniert: links Bernhard Paul, dessen Vorliebe fürs Skurrile sich schon damals nicht in der Auswahl seiner Sonnenbrillen erschöpfte und vorne der Clown Pic der den geneigten SAMSON-Rauchern seinen Seifenblasenflacon ausleiht. RONCALLI zehrt immer noch vom Ruhm dieser alten Zeiten. Und im Ausland wird zur Urlaubszeit wahrscheinlich immer noch SAMSON geraucht. Nur Interrail ist nicht mehr wie früher, seit der Fahrausweis mit dem zonigen Logo eingestampft und das Fahrgebiet in Zonen eingeteilt wurde. Warum wohl? Leiden die Strategen der Deutschen Bahn an schleichender Blausäurevergiftung? Oder ist Scientology im Spiel? Fragen über Fragen. Weiter mit Musik!

  • TILT! Der klamme Bezahlsender Premiere dreht seinem Free-TV-Gamerkanal „Giga“ den Geldhahn zu. Mit der Einstellung von Giga ende, so GIGA-Geschäftsführer Stephan Borg, eine der innovativsten Medienformen, die es nur geben kann. Yo. So innovativ, dass Anke Engelke, Ingolf Lück, Markus Maria Profitlich und Bastian Pastewka, damals zusammen das Newcomer-Starensemble der innovativen  „Wochenshow“ (SAT.1), das Format schon 1999 als „Gaga“ parodierten.

    SAT.1 wiederholt übrigens morgen eine „Wochenshow“ aus dem Jahr 2000, in der eine „Giga“-Parodie enthalten ist. Aus der Folgenbeschreibung:

    „Gaga“, die Internet PC Show, hat heute wieder „tons of“ tolle Themen. Webmaster Porn X (Ingolf Lück) presented die allerneuesten „voll coolen“ Trends von der Cebit, u. a. Internet-Shopping. Die hippe Manuela (Anke Engelke) ist „totally“ begeistert von den Einkaufsmöglichkeiten im Netz. Frank (Bastian Pastewka) hat alle seine Küchengeräte vernetzt und demonstriert die Bedienung vom Laptop aus. Spacy @gar (Markus Maria Profitlich) zeigt die neuesten und geilsten Games von der Cebit.

    DIE WOCHENSHOW (D 2000), 14.02.2009, 23:15, SAT.1.

  • # Der Vorsitzende der Internet-Enquete des Bundestags verlangt eine Klarnamenpflicht im Netz: Nutzer sollen im Web „mit offenem Visier“ diskutieren, findet Axel E. Fischer und erntet Spott. Würde man Fischers Forderungen fürs Netz auf die Kneipe übertragen, müssten dort alle mit einem Namenschild herumlaufen. Sie würden beim Biertrinken ständig gefilmt und all ihre Äußerungen könnte man unter ihrem Namen später im Kneipenarchiv im Web abrufen. Das würde die Umgangsformen in einer Kneipe womöglich verbessern, vorausgesetzt, es käme überhaupt jemand zum Trinken an einen solchen Ort.

  • Bei Mek gefunden, dieser Fragebogen. Ui, den beantworte ich jetzt auch mal. Und Dir lieber Mek, danke für das Kompliment hier in Deinen Antworten versteckt. Meine Antworten seien dann auch zuerst mal Dir gewidmet – und dann dem Rest der elektrischen Leserschaft. Chin!

    1. Was ist dein liebster Drink?
      • Ich habe keinen „Immer-Drink“. Im großen und ganzen mag ich es durchaus gern hochprozentig aber nicht (immer) so, dass der Alkohol einen wie ein ganz linker Haken in den Clubsessel haut.
      • Ich mag es fruchtig, aber nicht die prollige Süße von Strandbar-Mai-Tais und Club-Schlüpferstürmern, die der Sohn Sex on the bitch ausspricht. So mag ich den Gimlet, gebe Gin und Lime Juice aber immer noch einen Dash frisch gepresster Limette bei. Ich ziehe den Gin Fizz dem Collins vor und Gin Tonic mit Tanqueray liebe ich mit Limette, mit Hendrick’s dagegen mit Gurke. Mit 12 Monkeys und Alexander von Eisenhart Rothe’s Ibiza-Gin trinke ich den Gin Tonic am liebsten ohne Tonic. Mit meiner Frau trinke ich gern Negronis, denn wir lieben auch Campari.
      • Ansonsten geht nichts über ein eiskaltes herbes Pils oder ein blondes Leffe, wenn ich richtig durstig bin. Oder eine große Flasche Wasser in einem Zug unter mediterraner Sonne. Ja, es ist wohl das: mein liebster Drink ist immer der, den ich durstig trinke.
    2. Wann hast du das erste mal Alkohol getrunken?
      • Irgendwann mit sechzehn, siebzehn. Ein halbes Glas Rotwein. War sofort hackedicht und fand es lustig, wie sich alles drehte. Es war so eine „meine Eltern sind übers Wochenende weg, kommt alle, wir feiern bei mir“-Party. Ich unterhielt mich, sitzend auf einer dieser freischwebenden Mahagoni-Eigenheimtreppen, die man damals so hatte, in lallender Bedeutungstrunkenheit mit einem Kumpel aus der Klasse über das pro und contra der Kriegsdienstverweigerung.
    3. Welchen Drink hast du am meisten bereut?
      • Eine halbe Flasche Raki bei und mit Hasan im Kölner Simrock’s 1997. Ich war danach drei Tage krank. Aber die Nacht war schön. Wir saßen an der Theke, er dahinter, ich davor, waren die letzten, denn setzt sich mit der Flasche zu mir. Bogartesk. Wir schauen durch die offene Tür auf die Straße raus, draußen knallte, hell erleuchtet von der weißen Straßenbeleuchtung, ein Gewitter samt nichtendenwollendem Platzregen auf den sommerheißen Asphalt und wir redeten im Atem dieser Trunkenheiten, in dem man sich die ganze Welt und das Universum gleich mit erklärt. Für diese Räusche gilt die Faustregel: wenn Du denkst „och die Flasche kann noch, ich fühl‘ mich so gut, DIESMAL bekomm ich bestimmt keinen Kater“, dann bekommst Du ganz sicher einen Kater. Wie gesagt: ich war drei Tage wirklich krank; am zweiten Tag konnte ich das Bett wieder verlassen und Raki trink ich seitdem nicht mehr. Außer vielleicht, wenn Hasan fragt. Aber der hat ja den Laden dichtgemacht und arbeitet als wieder als Schneider.
    4. Bar oder Kneipe?
      • Früher Kneipe, exzessiv – oft gehörte ich als trinkender Zeichner zum Inventar. Heute habe ich eine gut ausgestattete Hausbar. Ansonsten heutzutage auch beim Rausgehen: Bar. Gern so entspannt wie in Kneipen, was ich aber leider selten finde, denn es gibt in Deutschland keine Barkultur, die es erlaubt, sich so entspannt durch eine Cocktailkarte zu trinken, wie man hierzulande in Kneipen Bierfässer leersäuft. Und wenn es sie gibt, dann selten ohne Snobismus oder die komplette Unkultur von Menschen, um deren Intelligenz und soziale Kompetenz es umgekehrt proportional zum gut gefüllten Geldbeutel bestellt ist. Deswegen trinke ich gern zuhause. Mit meiner Frau und meinen Freunden. Mit Stil und mit Wonne. Ach ja: beim Rausgehen muss meine Bar rauchfrei sein, ich ertrage keinen Qualm mehr, seit ich nicht mehr rauche mit Wonne ein sehr militanter Nichtraucher. Aber rauchfrei ist auch wirklich ganz großartig, denn man muss beim Trinken gar nicht rauchen, das ist genauso ein Gerücht wie das mit der Zigarette nach dem Essen oder dem Sex – das ist eine sehr entspannende Erfahrung nach jahrelangem eigenem Gerauche.
    5. Champagner oder Schaumwein?
      • Ein Crémant aus dem Elsass ist immer ein Vergnügen. Und die Veuve Clicquot für Weihnachten, Geburtstag und Silvester.
    6. Mit wem würdest du gerne trinken?
      • Draußen? Mal wieder mit Edith und Pascual am Piratabus auf Formentera ein San Miguel. Sonst? Mit meiner Frau abends den Aperitif. Und viel öfter mit Freunden, die ich so gern beim Essen in der heimischen Bar-Küche betrunken mache.
    7. Bei wem würdest du gerne trinken?
      • Bei Nino im Kölner Schmuck-Kästchen vor 20 Jahren (beide verschwunden). Oder mit Freunden und meiner Frau bei mir.
    8. Wie sieht deine Home Bar aus?
      • Immer differenzierter. Irgendwann stellte ich fest, dass ich mehrere Sorten Gin, Rum und Wodka hatte und mehr Sirupsorten als ein gutsortierter Kindergarten. Irgendwann war eine Schublade des Tiefkühlschranks für Eiswürfel reserviert, irgendwann fing ich an, meine Gläser vorzukühlen.
    9. Beschreib deine Eiswürfel.
      • Sie kommen aus der Maschine in der Wand und sind aus für mich importiertem schottischen Felsquellwasser. Quatsch. Diese Riesen-Säcke der METRO-Hausmarke. Zylindrisch, Loch in der Mitte. Im Tiefkühlschrank, wie gesagt.
    10. Was ist deine Gin-&-Tonic-Empfehlung?
      • Je hochprozentiger desto Limette, je fruchtiger desto Zitrone. Immer sehr kalt und gern mit vielen Eiswürfeln und einem Extra-Dash der jeweiligen Zitrusfrucht im Ballonglas.
    11. Wie bekämpfst du deinen Hangover?
      • Ausschlafen. Und Aspirin. Faustregel: je besser Aspirin schmeckt, desto nötiger hast du es. Ich halte nichts vom Konterbier. Das hängt auch damit zusammen, dass ich eine natürliche Abneigung dagegen habe, wenn es hell ist, Sachen mit Alkohol zu trinken. Außer im Urlaub. Gin Tonic am Pool und Bierchen beim Wochenend-Ausflug in den Spreewald sind okay. Aber ich schweife ab.
  • Großer TV-Moment bei Jimmy Kimmel

    Und am 5. April 2063 landen die Vulkanier nicht auf der Erde, aber William Shatner​ wird immer noch da sein und als James Kirk in einer Talkshow fragen: „Hell, what happened to Jimmy Kimmel?“ und der Late Night Host wird antworten „He’s dead, Jim.“

  • Der Spiegel will schreiben, was Sachsen und Thüringer wirklich bewegt, zwei Tage bevor sie mehrheitlich Nazis wählen werden. Auf den Link geklickt sehe ich zwei hochdruckrote Suffköppe; Einer saugt Zigarettenrauch ein, beide sind in Reichskriegsflaggen gehüllt. Ich will schon nicht mehr wissen, was die beiden wirklich bewegt.

  • „Falls Sie sich fragen, warum hier in letzter Zeit nur wenig und blödes Zeug geschrieben steht: ich arbeite. Viel. Sehr viel. Zu viel. Da gibt es definitiv auch Optimierungsansätze.” (Wortschnittchen)

  • Angesichts der derzeitigen Weltenlenker großes Achtziger-Lebensgefühlsrevival, ständig denken: „Werden wir leben und sterben dürfen, oder werden wir irgendwann ohne nennenswerte Vorwarnung gesprengt?“ Danke für nichts, ihr Arschlöcher.

  • Wenn ich die Semianyki – Семьянюки sehe, sind das die raren Momente, in denen ich mit mir und der Theaterwelt im Reinen bin. Wo ich weiß, warum ich mal Theater gemacht habe und es mir ein wenig Leid tut, dass ich damit aufgehört habe. Immerhin bringe ich jetzt noch Frau Knoch zum lachen. Und die ist wählerisch 😉 Kommt mal wieder nach Berlin, ihr Bekloppten, ich warte schon so lange auf Semianyki Express

    https://www.facebook.com/soufianetheatre/videos/1056763091094014

  • Warum huldigen eigentlich Schwule so oft Frauen? Ich meine, ich habe noch keine Hete erlebt, die schwärmerisch Rosa von Praunheim oder Wally Bockmayer hochhielte. Aber die besten Tittenbilder finde ich nach wie vor auf schwulen Hompages. Und kein heterosexueller Mann hat die Titten von Wuchtbrummen wie Barbara Valentin, Evelyn Künneke  oder Montserrat Caballé je so gekost, wie ihre schwulen Busenfreunde. Auf der Hompage von Reiner Calmund dagegen suche ich Schwänze vergebens. Erstaunlich, nicht? Grübel, grübel.