Nein, ihr habt sehr wohl GroKo gewählt. Gegen die sogenannte Alternative für Deutschland gibt es nämlich keine Alternative dazu, dass alle wirklichen Demokraten eine Koalition eingehen, um die Horrorvorstellung einer Regierungsbeteiligung des tumben Populismus zu verhindern. Lindner, die Sissy, hat sich nicht getraut, Verantwortung zu übernehmen und wer, sei es in SPD oder CDU, jetzt Mimimi macht spielt ein gefährliches Spiel: Eine Große Koalition ist immer ein Kompromiss aber momentan wirklich alternativlos. Eine echte Alternative wäre, wenn wir uns alle wieder mehr in die Politik einbrächten statt immer mehr Klein- und Kleinstparteien zu gründen um uns in eine Art Neo-Weimar zu verwählen, in dem es den Demokraten nicht mehr möglich ist, ein Bollwerk gegen die Idioten zu bilden. Politik ist keine Comedyveranstaltung und Protestwahl ist nicht witzig sondern gefährlich, denn sie gefährdet unsere Demokratie, indem sie jenseits der Diktaturen ohne Not der Dummheit und ihren menschenverachtenden, dilettantischen Protagonisten eine Bühne bereiten. In den USA, in Polen, in Ungarn, in Frankreich, Großbritannien, Holland und in Deutschland. Nein, ich wollte, wie viele, keine große Koalition. Aber sie ist momentan alternativlos und ich wünsche allen Beteiligten gutes Gelingen (und der SPD-Basis, besonders den Jusos, den Mut zum Sprung über den eigenen Schatten) auf dem Weg, die politische Kultur unseres Landes und der Welt wieder soweit in geordnete Bahnen zu lenken, dass wir alle wieder daran arbeiten können gemeinsam auf unserem Planeten zu leben anstatt gegeneinander. Mit 17.000 Atomwaffen am Start macht jedes wie auch immer geartete Gegeneinander nämlich nicht wirklich Sinn. Aber das ist ein anderes Thema. Weiter mit Musik. Ihr Dödel.
Trio Chat Noir, Café Tasso, Berlin, 09. Juli 2011.
http://www.myspace.com/triochatnoirEin Vogel! Die Balkontür steht weit offen. Ich setz den Kopfhörer ab. Nee, wirklich. Was ich da höre ist nicht das Produkt der Forschung des Fraunheimer-Instituts. Das ist ein echter Vogel. Der erste Vogel des Frühlings, draußen im Baum. Tschilp. Voller Zuversicht, denke ich mir (Menschen müssen sich ja immer was denken). Tschilp, tschilp! Bin allein, es fehlt Dein vertrautes Grinsen und die Erklärung, welcher Vogel das jetzt ist. Ich kann ja bestenfalls am Tastaturanschlag erkennen, ob der jeweilige Nutzer jetzt in Photoshop oder in Word unterwegs ist. Trotzdem, ich möchte den Vogel jetzt gern begrüßen. Ich tu’s einfach in meiner Sprache: „Hey Vogel. Schön dass du da bist. Vergiss nicht die Uhr umzustellen.”
- „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
(Aristioteles)“Jedes Teil nur ein Euro!“
(Resterampe)#1
Was ist an B. witzig? Vielleicht ist es ja reizvoll, dass man sich ihm so gar nicht unterlegen fühlen muss. Diese Haltung hat überhaupt Hochkonjunktur – stolz sein drauf, was man alles nicht kann. Einfach so dahinplappern reicht für eine ganze Karriere. Das muss irgendwas mit der Sehnsucht zu tun haben, sich eine Welt einzurichten, in der kein sozialer Abstieg mehr möglich ist, weil jeder Art von Mühe, von der Selbstbeherrschung bis zum Abstraktionsvermögen, mit einem Grunzen der Krieg erklärt wird.
[SZ Nr. 67/S.14, „Kein Abstieg mehr möglich“: Susan Vahabzadeh über einen Kinofilm des Komikers Mario Barth.]#2
Besonders bitter: die Minuten nach der Sendung. Es ist nichts hängengeblieben. Der Sendung fehlt die Relevanz, die Momente, in denen man gebannt zuschaut. An den Themen lag es nicht, doch R. gelingt es nicht, eine Haltung zu vermitteln, Aussagen zu treffen.
[SZ Nr. 67/S.21, „Haltungsfehler“: Thomas Becker über die ARD-Sendung „Satiregipfel“.]
#3
Die Ausstellung ist ein Anlass der besonderen Art. Zwölf Räume werden im Museum in ihrem ursprünglichen Sinne gezeigt: Sie sind leer. Die mit weisser Farbe bemalten Wände brachten den Besucher in direkten Kontakt mit dem leeren Raum. Die Kunst erscheint nicht als Objekt, sondern in Form einer malerischen Präsenz.
[„Vides, une rétrospective“, Paris, Centre Georges Pompidou, M.N.A.M., 25.03.09-23.03.09.] - „[irgendwas einsetzen], mal anders.“
- „Nach dem Motto [irgendwas einsetzen] … „
- „[irgendwas einsetzen] und Co. … „
Bryan Helmig, aus dessen minimalistischer Hand auch manches Blogtheme stammt, hat ein großartiges Kleinod von einer Webapplikation geschrieben, das Filmfreunden Spaß machen wird. Hier sein Grundgedanke:
„Manchmal gucke ich einen Film und ich sehe einen Schauspieler oder eine Schauspielerin, und ich glaube ihn oder sie schon mal in irgendeinem anderen Film gesehen zu haben. Blöderweise kenne ich den Namen des Schauspielers oder der Schauspielerin nicht, habe aber keinen Bock, dafür die IMDB nach dem Rollennamen zu durchforsten – trotzdem will ich wissen, wer sie oder er ist und wen er oder sie gespielt hat.“
Also griff Bryan in die AJAX-jQuery-Kiste und schrieb seine kleine App. Man tippt einfach den Namen von zwei Filmen ein und sie sagt einem, wer alles in beiden Filmen mitgespielt hat. Bryan:
„Die App macht ihren Job ganz gut, grast den Cast bis in die tiefsten Tiefen ab. Natürlich ist sie nicht perfekt, aber manchmal ist eben der Typ, den man sucht ‚Autofahrer #1 (nicht im Abspann)’. Sonst aber ist das kleine Skript schon ziemlich fett.“
Natürlich gibt es bei IMDB selbst längst schon eine übergreifende Suche, aberBryan findet seine netter. Immerhin sei sie AJAX-basiert und wesentlich besser im Finden von Schauspielern. Und nicht so kompliziert – kurz sie mache mehr Spaß. Recht hat er. Hier ist Dein Link:
johnnycash.com, gemacht von tonybdesign.com/
Nerd-Wunsch des Tages: dass nicht nur SiFi-Klassiker wie STAR WARS digital aufgehübscht werden, sondern auch andere Filmklassiker – ich verlange zum Beispiel digitales Remastering von 1) Fantomas fliegt mit dem Auto weg, 2) Der Clan der Sizilianer: ein großes Verkehrsflugzeug landet auf der Autobahn und im übrigen die kompletten Vögel von Hitchcock.
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Mit dummen Menschen zu streiten ist wie gegen eine Taube Schach zu spielen: Egal wie gut Du spielst, die Taube wird alle Figuren umwerfen, auf das Brett kacken und herumstolzieren, als hätte sie gewonnen.Unbekannt
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Guten Tag. Mein Name ist Sven K, das Internet ist seit 1996 meine Eckkneipe. Herzlich willkommen.
Guten Tag. Mein Name ist Sven K. Das Internet ist seit 1996 mein Wohnzimmer. Herzlich willkommen.
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