Der Papst in der ihm gebührenden Pole Position, aber was ist das: da wird er überholt von einer Unbekannten, Terri Schiavo! Karol Wojtyła übernimmt aber wieder die Führung, doch nein! Unglaublich! Was ist denn das! Wer hätte damit gerechnet! Wird wieder überholt, diesmal ausgerechnet von Harald Juhnke! Mannomann, Respekt! Den hatte niemand mehr auf der Liste! Der Papst mittlerweile an der Box… wie geht es weiter – und: wird Rainier von Monaco wieder in den Wagen steigen, der schon seine entzückende Frau auf tragische Weise vor der Zeit aus der Kurve trug? Sie sehen: es bleibt spannend im Hospiz, meine Damen und Herren!
Trio Chat Noir, Café Tasso, Berlin, 09. Juli 2011.
http://www.myspace.com/triochatnoirOui ce furent des moments d’amour avec son public, des moments de partage, d’échange, un mot que l’on balance trop souvent à toutes les sauces mais qui ne prend sa dimension que dans ces concerts-là.18octobre2010 – Compte rendu
Gefunden bei MC Winkel.
Musik: „Yakety Sax“ von Boots Randolph and James Q. „Spider“ Rich. bekannt geworden durch die Benutzung in der Benny Hill Show.„Im Alter von 42 Jahren gebar eine Frau ihr zwanzigstes Kind. Die Frage eines Journalisten, womit sie die Zeit zwischen zwei Niederkünften verbringe, beantwortete sie mit nicht jugendfreien Darlegungen.“
Reklame ist etwas, an das alle Menschen gewöhnt sind. Nachts rast Birne über die Stadt hin und her und zeichnet eine gelbe Schrift an den Himmel. Sie heißt: „Pipi trinken!“ – „Wir haben kein Pipi“, sagt der Wirt. – „Wir wollen aber Pipi“, sagen die Gäste und rufen, „Pipi, Pipi, Pipi!“Aus: Günter Herburger, Birne kann noch mehr; S. 33 ff. Luchterhand 1971
Auffällig ist, wie kritik- und kriterienlos Kunden grafischer Dienstleistungen auftreten. Wenn es um Fußball oder das Auto geht nimmt es der Teutone ganz genau. Er informiert sich, er weiß Bescheid und er legt gern Geld für Stadionticket und einen schicken neuen Flitzer hin. Mit Grafik ist das anders. Wäre Fußball eine grafische Dienstleistung, wüßte der Durchschnittsbürger Bayern München nicht von einem Regionalligaverein zu unterscheiden (gut, das geht auch den Leuten mit Kenne derzeit so) und man könnte ihm erzählen, der Ottomotor sei von einem greisen ostfriesischen Komiker erfunden worden. Davon profitieren die Wegelagerer des grafischen Gewerbes, die erfolgreich Drittliga-Gestaltung als High-End-Grafik anpreisen (und abrechnen). Ein Auszug aus der philosophischen Abteilung eines digitalen Dienstleisters:
„Kreativität ist ein schöpferischer Prozess, der nicht erlernbar ist sondern nur als eine vorhandene Gabe entdeckt und angenommen werden kann. Diese Gabe gilt es zu entdecken und zielgruppenorientiert und kundenspezifisch einzusetzen.“
Eine Gabe, die ein Prozess ist, der angenommen werde kann. Aha, aha. Herr Präsident, ich nehme die Kreativität an, sowahr mir Gott helfe. Und die Rubrik „unsere Philosophie“ ist nur eines der gern betretenen Fettnäpfchen in den Selbstdarstellungen grafischen Wegelagerertums, das gern in Begleitung von überheblichem Schwulst mit als Serviceleistung getarntem Dilettantismus große Teile Marktes überschwemmt.
Kreativität als schöpferischen Prozess weder entdeckt und angenommen haben die beauftragten Gestalter eines beliebten Open Airs, dessen bewerbendes Portal bei der Auftragsvergabe entweder strunzbesoffen oder pathologisch ästhetikresistent gewesen sein müssen – hier das Ergebnis der [sic!] schöpferischen Prozesse des sich gleich unter dem Seitenkopf mit einem saftigen „powered by“ in Szene drängende Webdienstleisters:
Das hat den ästhetischen Charme einer Internet gewordenen Powerpointpräsentation der Klofrau des Hausmeisters, das ästhetische Unterlassungsdelikt fällt aber niemand auf, denn die Kundschaft scheint so blind wie die Dienstleister. Noch ein Beispiel, diesmal aus der Welt der analogen Herrlichkeiten: Um ein 17.000köpfiges Publikum – so viele gehen in die Berliner O2-Arena – warben die Ostrock-Veteranen „Die Puhdys“ mit den folgendem visuellen KO-Tropfen samt typografischer Vergewaltigung:
Gut, man kann schon sagen: „Bei denen ist das egal, die füllen in Ostberlin jede Halle, auch wenn sie benutztes Klopapier anschlagen.“ Natürlich. Man kann auch ein perfekt gegrilltes Filetsteak in eine Pappschale werfen und im zugigen Bahnhofsgrill neben irgendeinem nach Pisse stinkenden Faktotum servieren. Man kann das machen und es wird gemacht, weil es wirtschaftlich Sinn macht: Wenn man ihr lange genug Scheiße aufs Auge haut, wird die Kundschaft am Ende blind. Und das Gesetz der größten Schnittmenge lehrt: Blinde brauchen keine Blümchentapete.
Natürlich ist das alles ganz weit hergeholt. Am Ende geht Scheiße natürlich doch nicht für Gold durch, und die Kundschaft macht – und das ist der Immobilienskandal der Grafikbranche – schließlich kein Geld mehr für Plakate und Internet locker, weil sie in jeder Hinsicht mit nichts Gutem mehr rechnet.
Und das ist scheiße.
20 Folgen kurzweiliges Popcorn-Bingen: Carnival Row ist eine Steampunk-Feen-und-Elfengeschichte, die visuell in viktorianischer Opulenz schwelgend, sehr lässig Genozid, Ständerepublik, Mittelalter- und Revolutionsfolklore dekliniert.
Schade, dass der pandemiebedingte Produktionsstopp nur die Produktion selbst, nicht aber das Ränkespiel hinter den Kulissen bremste: „Es gab viele Veränderungen an der Spitze der Lebensmittelkette“, beschrieb Hauptdarsteller Orlando Bloom bei radiotimes.com[efn_note]radiotimes.com: Why won’t there be a Carnival Row season 3? Orlando Bloom explains early ending[/efn_note] die Vorgänge während der Corona-Jahre und auch als Produzent konnte er nicht verhindern, dass schließlich feststand: Die „Row“ wird mit der zweiten Staffel abgeschlossen. Bloom beschreibt den Prozess in als „über meiner Gehaltsstufe“. Tröstlich, dass es in der langen Pandemie-Zeit aber auch ausreichend Postproduktions-Zeit gab, um mit üppig vorgedrehtem Material die Serie gut zu Ende zu bringen.
Sven K. – JournalSven Knoch2026-09-14T02:38:49+02:00
