In Hamburg ermittelt eine Marketingagentur mittels des „Blogger-Relevanzindex“ die „relevantesten Bloggerinnen Deutschlands“. Die zwanzig Namen sagen mir nichts (vor zwanzig Jahren wäre das anders gewesen), also schau ich mir die Themen dieser Elite an, die, so die Agentur, „überdurchschnittlich gut informiert“ ist, „öfter den Leitmilieus angehört“ und „eine Ansammlung wichtiger Multiplikatoren darstellt“. Hauptthemen der relevantesten Bloggerinnen Deutschlands sind:
Lifestyle, Mode, Reise.
Ich sehe Berichte von Abenteuerreisen durch Shoppingmalls mit Abstechern in Shishabars und weiß, warum ich euch nicht kenne, relevanteste Bloggerinnen Deutschlands. Während sich Eure Zungen in den schamhaarartigen Bärten juveniler Toyboys verlieren, werde ich mit denen anstoßen, die schon immer zu cool waren, um sich der Relevanz von Shoppingmalls oder Shishabars zu ergeben.
Weiter mit Musik.
www.faktenkontor.de/blogger-relevanzindex/das-sind-die-relevantesten-bloggerinnen-deutschlands/
Sätze die ich in Foren nie wieder lesen möchte:
“Though there is a CSS property, it doesn’t work…”
Carrotmob – Shoppen aus Protest: am 13. Juni kaufen Öko-Nerds in Berlin-Kreuzberg einen Kiosk leer, damit der Besitzer vom Gewinn seinen Laden aufhübscht: die Krise ist definitv noch nicht beim Volk angekommen.
Carrotmob ist das OPEL-Rettungsprinzip in der Version für Öko-Kids.
Auch KARSTADT bewirbt sich um den nächsten Carrotmob: „Kauft ganz ganz dolle goldene Türklinken und Kloschüsseln von Rosenthal für den Erhalt von Luxuskaufhäusern! Dafür reduzieren unsere Manager auch den CO2-Ausstoß ihrer Yachten um ganz dolle viel. Echt voll versprochen, ey.“
„Um mich klar auszudrücken: Wir können unsere Führungsrolle im Weltraum nicht aufs Spiel setzen. Wir brauchen eine umfassende Vision für die nächsten Schritte bei der Erforschung des Weltraums.“ (Barack Obama)
„Der Mensch muss auf den Mars – do muss er hi.“ (Haindling)
Es stellt sich heraus, dass Truman zwar die Flucht aus dem Studio gelungen ist, dass im weiteren Leben zwar die Welt echt, alle Menschen um ihn herum indes weiterhin Schauspieler sind. Nur wo sind die Kameras? Wer führt diesmal Regie? Für wen wird produziert? Gibt es irgendwo auf der Welt Menschen, deren Drehbuch nicht schon geschrieben ist?
Ach Jan Fedder … nach Klaus Wennemann und Dieter Pfaff noch ein großer Krimi-Vorraucher, dem die Rechnung des exzessiven Seins in Form eines Karzinoms um die Ohren fliegt. Mach’s gut! Das ist echt nicht fair, dass die Trösterchen, die den Vor-Spielern die Seelen im Lot halten, so giftig sein müssen. Einen Gin Tonic auf Euch!
Immer wieder fragen mich Leute, ob sie mich nicht aus dem Fernsehen kennen. Und das ist völlig unmöglich, denn kulturelle Errungenschaften wie „DSDS“ oder „Frauentausch“ interessieren mich nicht. Meine Frau und ich und ich haben einen Begriff dafür gefunden, wenn wieder mal jemand mit dem Finger auf mich zeigt und verschwörerisch sagt: „Sie kenn ich aber aus dem Fernsehen, oder?“ – “Du bist scheinprominent”, sagte meine Frau zu mir, nachdem man mich fast dazu genötigt hatte, im Reataurant eine Tischdecke zu signieren und seitdem gehört der Begriff der Scheinprominenz zu unserem Wortschatz. Überlege manchmal, mir eine Sendung zu erfinden und Autogrammkarten drucken zu lassen. “Kenn’ ich Sie nicht aus dem Fernsehen?” – “Natürlich. Schabulke, die Show. Montags bis freitags um Zweiundzwanzigdreißig. Sehr nett. Autogrammkarte? Gerne. Für wen soll es sein? Und noch ein Foto. Natürlich, bitte sehr. Mich auch.”
Vom Glück wegzulaufen vor lauter Angst dass es wegläuft, dass das Himmelblau jäh umschlagt ins Grau in Grau… Hör doch auf, Themawechsel. Vorm Glück wegzulaufen vor lauter Angst dass es wegläuft, sich zu sagen, dass over the rainbow immer noch ein Himmel wartet, der höher ist als above, wo die Götter und der Himmel strahlender sind… Selbst wenn alles scheiße aussieht, selbst wenn uns das Herz blutet und verbrennt – was ist das denn, vor dem Glück wegzulaufen vor lauter Angst dass es wegläuft, abzuhauen wie eine Maus der Bettnische, von der man nur noch kurz die rosa Schwanzspitze und die fiebrigen Augen sieht? Vorm Glück wegzulaufen aus lauter Angst dass es wegläuft, immer wieder zu brüllen „rette sich wer kann“, überzeugt dass es letztendlich nur Unglück gibt? Vorm Glück wegzulaufen vor lauter Angst dass es wegläuft… Sag mir, dass Du mich noch liebst, wenn Du es bringst. Wie froh wäre ich, fändest du was Besseres als vorm Glück wegzulaufen vor lauter Angst dass es dir wegläuft, dir zu sagen, dass over the rainbow immer noch ein Himmel wartet, höher als above, wo die Götter und der Himmel noch strahlender sind.
[ Serge Gainsbourg, « Fuir le bonheur », Deutsch von Sven K. ]Musik ohne Text von Alex:
Wenn Sie stark genug sind für Jane Birkin, die stark genug war, diesen Text ihres Lovers zu singen, klicken Sie HIER!
Kurz darauf schickte Gainbourg Jane Birkin übrigens tatsächlich in die Wüste, nicht ohne ihr ein Lied zu widmen: « Je suis venu te dire que je m’en vais » – „Ich bin gekommen um dir zu sagen, dass ich geh“ und es gibt sogar ein Musikvideo mit ihr und ihm, wo sie an einem Kniepentisch sitzen und das sie durchweint, während er Kette raucht und diesen seinen Text absondert. HIER die Live-Version von Gainsbourg, die später aufgenommen wurde und wo ich versucht bin, mich zu fragen: warum bist du vor deinem Glück weggelaufen? Vielleicht hat es mit dem Künstlerleben zu tun, wie es Léo Ferré HIER beschreibt.
Genug Drink-Rezepte für heute Nacht. Mein Cocktailbuch für @twitkalk und @_PeterRuetten_ , 128 Seiten, gebaut in 10 Tagen. #GesammelteWerke #SchleFaZ @NITRO #Cocktailuch Kommt gut rum, ihr Lieben 🎉
Sven K. – JournalSven Knoch2026-09-14T02:38:49+02:00
