If you can dream — and not make dreams your master; if you can think — and not make thoughts your aim; if you can meet with Triumph and Disaster and treat those two impostors just the same. Ruyard Kipling
Daily Cartoon: Monday, December 18th https://t.co/A2XYDWLf8R
— New Yorker Cartoons (@nyercartoons) December 18, 2017
„Selbstverständlich können wir es uns nicht leisten, aber wenn ich darauf warten will, dass ich mir etwas leisten kann, werde ich nie etwas bekommen.“ Edgar Wallace
Wichtig
In Hamburg ermittelt eine Marketingagentur mittels des „Blogger-Relevanzindex“ die „relevantesten Bloggerinnen Deutschlands“. Die zwanzig Namen sagen mir nichts (vor zwanzig Jahren wäre das anders gewesen), also schau ich mir die Themen dieser Elite an, die, so die Agentur, „überdurchschnittlich gut informiert“ ist, „öfter den Leitmilieus angehört“ und „eine Ansammlung wichtiger Multiplikatoren darstellt“. Hauptthemen der relevantesten Bloggerinnen Deutschlands sind:
Lifestyle, Mode, Reise.
Ich sehe Berichte von Abenteuerreisen durch Shoppingmalls mit Abstechern in Shishabars und weiß, warum ich euch nicht kenne, relevanteste Bloggerinnen Deutschlands. Während sich Eure Zungen in den schamhaarartigen Bärten juveniler Toyboys verlieren, werde ich mit denen anstoßen, die schon immer zu cool waren, um sich der Relevanz von Shoppingmalls oder Shishabars zu ergeben.
Weiter mit Musik.
www.faktenkontor.de/blogger-relevanzindex/das-sind-die-relevantesten-bloggerinnen-deutschlands/
Sujet jitt et (nit) nur in Kölle
Der Umgang mit dem Denkmalschutz sagt eine Menge über die Haltung gegenüber Ästhetik und dem Respekt vor künstlerischem Erbe.
In Köln-Deutz, in der Nachbarschaft der dortigen Veranstaltungs-Arena, gibt es beispielsweise eine Arena-Tankstelle, die heißt so nicht wegen der monumentalen Nachbarschaft, sondern wegen ihres charakteristsch geschwungenen, einer rautenförmigen Zeltplane nachempfundenen Betonvordachs. Schön, dass sich vor Jahren ein Pächter fand, der das Bauwerk aus dem Jahr 1959 durch Restauration vor dem Verrottungsschicksal erlöste.
Leider errichtete der neue Pächter auch links und rechts der weißen geschwungenen Beton-Plane zwei pseudo-futuristisch profane Glasdächer. Nicht daneben, nein, überlappend drunter. Der Kölner will halt keine Kunst, er will beim Tanken nicht nass werden, da kennt der Kölner nichts. Wahrscheinlich ist der Kölner sich auch keiner Schuld bewusst: Die Tanke hatte ein Dach, datt war zu klein, also hat er flott angebaut. Und watt Modernes, man ist ja nicht von gestern.
Das ist aus Sicht des Tankstellenpächters in Ordnung, der Mann tut ja nur, was er gelernt hat: er denkt serviceorientiert. Mit dem Denkmalschützer könnte man jetzt schon über Vernachlässigung der Dienstpflicht reden, aber was will man dem Beamten einer Verwaltung sagen, die durch Mauschelei das eigene Stadtarchiv einstürzen lässt, was zum unwiederbringlichen Verlust aller wesentlichen Dokumente aus hunderten von Jahren Stadtgeschichte führt?
Tempus fugit, die Welt ist aus den Fugen.
Weiter mit Musik.
Bilder von der lustigen Tankstelle: www.kuladig.de/Objektansicht/O-40303-20120229-2
You know, I listen to the radio a lot and there’s a guy that comes on and says, “Have a good day today and enjoy.” I hate the word “enjoy.” Because to me life is not about enjoyment or, in other words, getting for yourself. That’s not why we’re here. The reason of life, to me, is all about giving. Giving is what gives me happiness. Making somebody else happy is the greatest thing you can do.Sonny Rollins
Badass German
Rammstein makes German sound so bad ass. And then you come live here and it’s all about "tschüssi" and "bitte schön". Enttäuschung!
— ✨ Phil Calçado (@pcalcado) May 4, 2014
Wolfgang Herrndorf – Der Kampf gegen die Zeit, der Kampf gegen den Tod
„Der Kampf gegen die Zeit, der Kampf gegen den Tod, der sinnlose Kampf gegen die Sinnlosigkeit eines idiotischen, bewusstlosen Kosmos, und mit einem Faustkeil in der erhobenen Hand steht man da auf der Spitze des Berges, um dem herabstürzenden Asteroiden noch mal richtig die Meinung zu sagen.“Wolfgang Herrndorf (nach Diktat verreist)
Von einer, die zur falschen Zeit witzig war
Und mehr und mehr kam man sich vor wie eine Maus, die durch Piepsen eine Lawine aufhalten möchte. Irmgard Keun
Guernica Online
Das hatte ich vor ein paar Tagen schon getwittert, aber wenn ihr ein bisschen Zeit und Muße für die Guernica habt: Die Reina Sofia hat ein wirklich tolles Online-Special mit bergeweise Dokumenten und Quellen veröffentlicht: Rethinking Guernica.
Quelle: Anke Gröner » Blog Archive
Entstehungsgeschichte, Zeitzeugen, Rezeptionschronologie, alles mit Unmengen von Belegen, dazu das Gemälde in Megapixelauflösung zum Reinfallen. Für diesen Link – danke, Anke!
Spock auf Speed: Trailerpimping
Faszinierend. Fundstück von Tobias Richter: Grandioser zeitgemäßer Trailer für einen alten Film. Nur müsste man jetzt, um ein zeitgenössisches Publikum am Einschlafen zu hindern, auch den ganzen Film auf dieses Tempo schneiden. Wahrscheinlich bliebe dann noch eine halbe Stunde übrig von Star Trek – The Motion Picture.
Wien, zweiter Tag ohne weder Schnitzel noch Torten. Hier ist alles entweder geschlossen oder auf Monate reserviert oder wir haben den sicheren Detektor für die falschen Gassen. Naja, anderthalb Tage haben wir noch, heute zumindest an einer hundsverlassenen Ecke in der Josefstadt am Würstlstand a lauwarme Eitrige gegessen. Jetzt, nicht mal Mitternacht, Flips und Bier vom Hofer im Achtzigerjahre-Eventhotel. Aber die Umbilical Brothers im Stadtsaal und der ganze Schiele im Leopoldmuseum waren den Trip schon wert.
Wien, zweiter Tag ohne weder Schnitzel noch Torten. Hier ist alles entweder geschlossen oder auf Monate reserviert oder wir haben den sicheren Detektor für die falschen Gassen. Naja, anderthalb Tage haben wir noch, heute zumindest an einer hundsverlassenen Ecke in der Josefstadt am Würstlstand a lauwarme Eitrige gegessen. Jetzt, nicht mal Mitternacht, Flips und Bier vom Hofer im Achtzigerjahre-Eventhotel. Aber die Umbilical Brothers im Stadtsaal und der ganze Schiele im Leopoldmuseum waren den Trip schon wert.
