„Ob ich den Erfolg genieße? Nee, ich wunder mich mehr. Ich hätte nie gedacht, dass das so losgeht. Das kam wie ein Hammer. Viele wollen mich sogar streicheln.“ (Die Schauspielerin Christel Peters 2004 über ihren Ruhm als Werbe-Ikone.)

Christel Peters

Die Schauspielerin Christel Peters starb jetzt mit Mitte Neunzig. Sie war eine dieser Frauen, von denen wir nie wissen, wie sie jung aussahen – wie die Miss-Marple-Darstellerin Margaret Rutherford oder die selige Annemarie Wendl, lange Jahre Hausmeisterin in der ARD-Serie „Lindenstraße“. Zeitlebens war das Theater die große Leidenschaft von Christel Peters, und das strahlte sie immer aus. Berühmt wurde sie erst mit Mitte Achtzig als resolute „Mutter aller Schnäppchen“, der Hauptrolle der debilen Spot-Reihe eines Discounters für Unterhaltungselektronik.

Schon seit langem heißt es unter Schauspielern, gern mit leicht fatalistischem Unterton: „Wenn Du davon leben willst, geh zum Fernsehen.“ Wäre, eingedenk des Werdegangs der Christel Peters, Gustaf Gründgens zur Wendezeit Theaterschauspieler gewesen, er wäre wahrscheinlich nicht durch seinen Mephisto sondern als Meister Proper berühmt geworden.

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