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Das Weblog

 
   
3.6.04  

Ein Schaf.
sven 23:50 | Kommentare [ ]

10.11.03  
Musiklink des Tages: http://www.robdougan.com - Furious Angels.
sven 04:45 | Kommentare [ ]

 
In den Dreißigern des letzten Jahrhunders, eigentlich schon seit den Zehnern und Zwanzigern, revolutionierten junge Purschen wie Picasso, Braque, Mondrian und Konsorten die Kunst. Mit Lust an der Kunst. Sie nahmen, was sie hatten und führten es weiter. Sie wohnten in einem Viertel in Paris, feierten, kupferten voneinander ab, wenn sie nichts besseres im Hirn hatten, und dann wieder forderten sie sich gegenseitig heraus. Niemand sah es darauf ab, ob Orangina Limonade eine Werbung im Kunstwerk schalten würde (oder "Guernica wird Ihnen präsentiert von Messerschmitt-Bölkow-Blohm"). Natürlich aber hatten alle ihre Impresarios... Die heutigen Impresarios sitzen alle bei den Werbekunden. Und sie haben Probleme, wenn jemand seinem Querkopf folgt, ohne vorher die Demoskopie zu berücksichtigen. Schon ab 100.000 verkauften Singles macht der Popstar heute schon Gold. "Superstar" Alexander führt die Top 100 mit 20.000 verkauften CDs an. Die Nummer zwo erringt ihren Rang - so die "Süddeutsche" gestern - schon mit 5000 verkauften Plastikscheiben. Ruhm nimmt sich nicht mehr ernst, die Impresarios fehlen und Ruhm wird inflationär. Sieht man die letztgenannten Zahlen ist Ruhm geradezu nichtig. Es wohnen auch keine Menschen, die den Pinsel oder das Mikrofon genau so inbrünstig führen wie andere die Maurerkelle, mehr in einem Viertel. Die meisten schielen danach, ob Orangina oder Messerschmitt-Bölkow-Blohm Anzeigen schalten. Dann kauft man sich seine Finca auf Mallorca und benimmt sich ansonsten, als sei man bitterarm. Wie feige, wie unsolidarisch ist die kreative Klasse geworden... Versichert Euch meiner vorzüglichen Verachtung, ihr meine potenziellen Ex-Idole.
sven 04:12 | Kommentare [ ]

9.11.03  
Trendforschung Gesegnet, wer sich neben der Tätigkeit im Kunsthandwerk noch zum Immobilienmakler qualifiziert hat. Kauften sich die Schumacher-Brüder noch vor drei Jahren Websites zum Preis eines Eigenheims, liegt der Trend heute bei schnell berühmt werden und Geld bunkern, Haus kaufen und dann nix wie abtauchen. Um die Kosten für PR-Mittel dagegen feilschen heute mittlerweile schon die Saturiertesten wie Frau Schmitz mit der Kartoffelfrau auf dem Wochenmarkt. So infizieren "Geiz ist geil"-Attitüden heute auch die schöpferischen Berufe und damit den kreativen Impuls. PR-Dienstleister beispielsweise scheinen über nervige Trends wie Guerilla Marketing oder Castingshows aus dem Bereich des Kunsthandwerks vollends ins Rotlichtmilieu der grafisch-künstlerischen Dienstleistungen gedrängt worden zu sein. Entsprechendes hätte vor achtzig Jahren zu bizarren Situationen geführt - Auftragggeber: "Tut mir leid Herr Picasso, Sie sind raus. Cocteau hat uns dasselbe Gemälde für 50 Cent weniger geboten und eine Orgie mit Jean Marais gleich gratis mit draufgelegt. Grüße auch an das Fräulein Dora Maar. Wiedersehen." A propos Picasso - dessen "Guernica" bietet IKEA zurzeit in seiner Tinnef-Abteilung gleich neben dem "Mann mit dem Goldhelm" im süßen schwedischen Schmuckrahmen an. Goldig.
sven 17:08 | Kommentare [ ]

8.11.03  
Weather Report. Ah. Erholsam. Mucke aus Zeiten als Musik noch nicht Timberlake hieß.
sven 18:47 | Kommentare [ ]

 
Beispielsweise über Blog Spamming bieten Werbefirmen ihren Kunden zurzeit Werbung an. Der Deal: Sie generieren durch anlegen von Weblogs die gerade bei Google so relevanten Links zu ihren Kunden und garantieren dann nämlichen Geldgebern, dass, wenn jemand "Unser kleiner Dennis beim Planschen im Planschbecken" in eine Suchmaschine eingibt, als erstes Suchergebnis eine Werbung für seinen "Weinhandel Dingenskirchen" oder "Kindersex - leicht gemacht" erscheint. Methoden wie dieses geldschneiderische Suchmaschinen-Hijacking könnte man noch auf die Spitze treiben. Ein Beispiel habe ich mal zusammengepixelt. Demnach sähe die Zukunft der Werbung noch ganz anders aus. Denkbar ist, dass direkte Adressangaben gleich suchmaschinengestützten Werbeseiten-Spam mit ausgeben. Har. Ein Beispiel: Jemand gibt in seinem Browser www.spiegel.de ein. Das Ergebnis sähe, ohne Wissen des SPIEGEL, folgendermaßen aus: HIER KLICKEN
sven 02:33 | Kommentare [ ]

 
Postings Immer wieder unglaublich, wie schreibaktiv Idioten sind. Im Gästebuch der von uns betreuten Website einer Rockband posten Horden von rechtschreibschwachen Nörglern, dass die Band sich in den letzten zehn Jahren weiter entwickelt und ihr Spektrum stilistisch erweitert hat. Im Gästebuch eines von uns betreuten deutschen Comedians, der für seine derben Zoten bekannt ist, schreiben begriffsstutzige Quengler, dass sie (I'm not making this up) früher Fans derber Zoten gewesen seien, die Site aber nun wegen derber Zoten nicht mehr besuchen würden. Warum ist die Fähigkeit, sich ins Internet einzuloggen, die letzte, die diese autolobotomisierten digitalen Dorfdeppen vergessen?
sven 00:10 | Kommentare [ ]

31.8.03  
Point Of Return. Auch dieses Weblog habe ich hiermit wieder in Betrieb genommen.
sven 02:33 | Kommentare [ ]

7.2.03  
Jaaa-ha - diese Site braucht einen Relaunch - und sie wird ihn bekommen. Aber wenn man im Zweimannbetrieb (wer nicht delegieren kann, tss, tss...) die halbe Kölner Kulturszene mit Websites versorgt, dann klaut einem das schon die Zeit für die Spassprojekte. Ich verweise so lange auf meine Cartoons unter www.ivy.de, unsere Firmensite www.dragonworks.de, wo man sehen kann, wem wir grade schöne Websites pixeln und speziell auf www.brings.com, die Site der Kölner Rockband, die am Montag dem 10. Februar 2003 ihre neue CD "Puddelrüh" launcht (Präsentation bei SATURN, Köln, 10.02.03, 16-18 Uhr). Auch denen haben wir mit viel Spaß eine schöne neue Website gebaut.
sven 22:44 | Kommentare [ ]

17.10.02  
Zurück am freischaffenden Schreibtisch. Nach einer Woche Formentera (26 Grad Luft, 25,5 Grad Wasser) ist das auch keine Fron, denn im Seelenleben des gemeinen Kreativen geht angesichts seiner Arbeit die Sonne auf, selbst wenn der Himmel ins Gräuliche spielt und draußen die Wolken nässen. Der einzige Gewissenskonflikt des freischaffenden Kreativen ist die Entscheidung zwischen "Mach ich jetzt für diesen oder jenen Kunden das und das..." und "Hach, ich hab jetzt Bock, diesen saugeilen Cartoon zu zeichnen, der mir seit einer Stunde im Kopf rumgeistert." An diesem Punkt schreibt der gemeine Kreative dann meist erstmal 'ne Runde in sein Weblog. Die Biologie nennt das "Übersprunghandlung".
sven 13:42 | Kommentare [ ]


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